136  Goettingen,  Univcısitäts  -Bibliothck

habe  gemacht.  7)  Wiltu  nu  wissen  wic  der  hymmel  sey  gesacht.
8)  (Bl.147)  Dem  hıymmel  got  gesetzet  had  ein  wares  tzyl.  9)  In
der  naturen  habe  ich  funden  und  gelesen.  10)  Uszwendig  hymmels
ist  nicht  tzyd  noch  keine  stat.  11)  Er  ist  das  wort  in  dem  sich
wendt  der  speren  achsz.  12)  (Bl.148)  Der  meyde  son  Ezechiel
(der  wise  sprach.  13)  Du  salt  nicht  wenen  das  got  habe  gelyden
pin.  14)  Wie  helle  gluet  vber  alle  hitze  wegit  hey  YA  15)  Dich
wundert  wie  das  brot  wirt  gotes  lielnam  her.  16)  (Bl.149)  Dich
wundert  sal  das  brot  der  argen  sterben  sin.  17)  Eyn  ding  mit
gote  wirt  das  hymelische  brot.

II.  “von  der  herschafft  der  erden’  (Vorwort  gedr.  bei  Schröer).
1)  Dem  wisen  lauwen  lob  vsz  mynes  hertzen  mar.  2)  Den  adelar
werg  sines  adels  had  benant.  3)  (Bl.150)  Des  koniges  lob  von
rome  wirt  nymmer  überricht.  4)  Der  virde  keyser  Karle  was  der
ware  berg.  5)  Wellich  förste  domicianus  dem  echter  glicht.
6)  Der  selig  ist  den  fremder  schade  sicher  macht.  ”  (Bl.151)
Ir  keyser  konige  fürsten  grauen  das  betracht.  8)  Cyrus  ein
konig  in  persia  gewaldig  sasz.  ))  Eyn  keyser  heist  ein  keyser
das  er  kiesen  sal.  10)  Lieb  adel  ere  die  dry  die  milde  getichtet
had.  11)  (Bl.152)  Die  milde  wares  adel  frucht  in  erer  trifft.
12)  Dem  milden  sig  die  vinde  stete  mussen  lan.  13)  Die  clage
der  naturen  die  ist  manigfalt.  14)  Des  menschin  kind  vsz  sinem
wider  werden  musz.  15)  (Bl.153)  Kint  weistu  wie  der  esel  in
des  meres  srunt.  16)  Kint  got  dem  vater  ist  nicht  wandelunge
bie.  17)  Der  bradem  der  in  der  erden  grufft  beslossen  ist.
18)  Cometa  hunger  morden  sterben  kunfftie  gyt.  19)  (Bl.154)
Es  was  ein  geist  an  alle  tzyt  vnd  ane  stat.  20)  Der  geist  bedutit
got  der  strig  die  reyne  malt.  21)  Der  bilder  der  in  gotes  hertze
ewig  ist.  22)  (Bl.155)  Ober  alles  leydes  bach  ist  hoffenunge  ein
steck.  23)  Wer  loste  vsz  banden  Joseph  in  egipten  land.
24)  Dv  wiser  spar  mit  nicht  das  heil  der  sele  din.  25)  Do  tzuuornunfft
der  konig  von  Assiria.  26)  (Bl.156)  Rat  vnd  vornunfit  ist  in  der
werlde  gar  verblint.  27)  In  der  naturen  grunde  saget  dir  myn
ticht.  25)  O  werder  man  sind  das  so  cleinen  vnderscheidt.
29)  Der  edel  worm  deu  wibes  brüste  brütent  vsz.  30)  (B1.157)
OÖ  werdes  wip  sich  stet  der  eren  spigel  an.  31)  O  werdes  wip
zen  aller  tzil  das  beste  wel.  32)  Usz  aller  sunde  stamme  fluet
offt  nuwes  leyt.

III.  "von.  .troymen  vnd..  edeln  gesteinen’  (Vorwort  gedr.  beı
Schröer).  1)  O  artzt  bistn  an  kunst  vor  affıt  vnd  vor  ganst.
&gt;)  (BL.158)  Eyn  warer  artzt  der  sal  von  schulden  alle  “ding.
3)  Wenn  alle  vnsere  synne  bint  des  slaffes  bant.  4)  Die  kunst
nach  yrem  mogen  volget  naturen  seil.  5)  (Bl.159)  Die  kunst  nympt
wunder  wie  vns  lucht  naturen  spelm  (gedr.  Volmar,  Steinbuch,  hsg.
von  Lambel  8.126).  6)  Den  cdeln  stein  abeston  spricht  der  meister
list  (gedr.  ebenda).

IV.  Fubeln  (gedruckt  bei  W.  Müller  ausser  No.  9).  1)  Eyn  esil

vant  eines  Jauwen  hut  vnd  tzoch  sy  au  (M.1).  2)  (Bl.160)  Hiuor
ein  herre  tzoch  ein  eleines  hundelin  (M.2).  8)  Eyn  gansz  die  sprach
sy  were  ein  meister  aller  kunst  (M.3).  4)  Eyn  herre  fremden

hunden  geren  gab  sin  brod  (M.4).  9)  Eyn  hunt  der  sprach  myn