16+  Goettingen.  Universitäts  -  Bibliothek

Gothaer  Original  eopirt.  Die  Göttinger  Hft  ist  im  I.  Theil  Copie
der  Gothaer  Hft  no.  958,  im  IH.  (BI.  190—195)  der  Gothaer  Hit
no.114.  Von  den  Absehriften  Talhofer’s  haben  also  nur  die  Gothaer,
Wiener  und  Berliner  Copieen  selbständigen  Werth.

Die  im  II.  Theil  unserer  Hft  (B1.130—189)  enthaltenen  Gesetze
sind  wichtig  (vgl.  z.  B.  Rosshirt,  Gesehichte  und  Syst.  d.  d.  Strafrechts
  I  $S  68—  75),  aber  in  Hften  selten.  Dieser  ganze  Theil  unserer
Hft  ist  wörtlich  abgeschrieben  aus  der  im  16.  Jahrh.  geschriebenen
Hft  in  Gotha  (Chart.  A.  595).  Aus  dieser  Gothaer  Hft  ist  Gerhard’s
Text  abgedruckt.  Die  im  15.  Jahrh.  geschriebene  Hft  in  Gotha
(chart.  214,  vgl.  Zoepfl,  das  Bamberger  Recht  S.9)  enthält  auf
Bl.  48—61  Würzburger  Recht;  Bl.  48—55  =  Bl.173—184b  unserer
Hft;  B1.56  und  57  =  Bl.187b  —  189b;  aus  dieser  Gothaer  Hft.  sind  die
Stücke  in  den  Curiositäten  und  Beiträgen  zur  älteren  Literatur
SCcNommen.  Der  in  Bruns’  Beiträgen  S.  321  und  322  gedruckte  Text
stimmt  mit  Goth.  no.  214;  der  S.  353  und  324  gedruckte  Text  steht
nicht  in  Goth.  no.  214,  ist  aber  besser  als  der  in  Goth.  595  Bl.152
(Goetting.  Bl.168)  enthaltene  Text.

Philos.62  78Bl.  zu  321/,:19em.  16./17.  Jahrh.

Fabian  von  Auerswald:  Ringerkunst.  Abschrift  des  Textes
und  Nachbildungen  (mit  der  Feder)  der  sämmtlichen  Figuren  der
Ausgabe  von  1539.  Zwischen  je  2  Blätter,  welche  dem  Druck
nachgebildet  sind,  ist  ein  Blatt  eingeschoben,  auf  welchem  zur  1.  bis
61.  Figur  kürzere  oder  längere  Erläuterungen  geschrieben  sind.
Dieselben  scheinen,  nach  den  Fremdwörtern,  aus  dem  16./17.  Jahrh.
zu  stammen.

1800  von  Cl.  Wehner  geschenkt.

Philos.63  Perg.  140  Bl.  zu  321%,  :24em.  XV.Jahrh.

Die  Handschrift  bestand  einst  aus  18  Lagen,  von  denen  die  meisten
aus  4,  doch  einige  aus  3  oder  5  oder  6  Doppelblättern  bestanden;
erhalten  sind  die  alten  Nummern  der  Lagen  oben  an  BIl.7  (2).  13.  (3).
21(4).  29  (5;  Quinio).  48  (7;  Sextern).  59  (8),  67  (9).  74  (10).  82  (11).
90  (12).  99  (13).  119  (14;  Ternio),  124  (17).  Ausgeschnitten  wurde  Je
1  Blatt  vor  Bl.1,  dam  nach  Bl.5.  9.  12.  38.  58.  72.  98.  112.  114.  121.
131;  2Bl.  fielen  aus  nach  106.  Aus  der  genauen  Copie  in  Innsbruck
sind  jetzt  die  beiden  nach  Bl.9  und  12  fehlenden  Blätter  ergänzt
worden  (YA  12A).  Die  übrigen  ausgeschnittenen  Blätter  sind  wohl
leer  gewesen,  wie  jetzt  noch  z.  B.  Bl.  58.  Ledereinband  mit  Goldornamenten
  aus  dem  16./17.  Jahrh.

Konrad  Kyeser’s  von  Eichstädt  Kriegskunst  “Bellifortis’
in  der  Ausgabe  in  10  Büchern  vom  Jahre  1405:  Gemalte  Zeichnungen,
deren  jeder  lateinische  Verse  zur  Erklärung  beigegeben  sind;  dies
sind  (meistens  gereimte)  Hexameter  ohne  Rücksicht  auf  die  Quantität.

Bl.1  Adler  mit  langen  Schopffedern  (Phoenix  ?).  Bl.2  Hoc  est
exordium  Bellifortis  intitulatum’  17  Hexamıeter.  Dann  “Viectoriosissimo
  prineipique  domino  domino  Ruperto’,  langer  Prolog  (in  den
8  Hexameter  “Causa  qua  cwactus’  eingesetzt  sind),  datum  sub  Castro
Mendiei  in  habitacione  Exulis  a.  1405  in  vigil.  s.  Johannis  Baptistae.
Dann  Citat  "Ait  Theophilus  ...  ob  hoe  in  maiori  loco  (Mitte  und  Ende?)
ritmos  posu  surdos.”