176  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

lateinischen  und  deutschen  Strophen.  Die  erste  begiunt  “Tres  fabri
ad  ineudem  se  fundunt  candensque  ferrum  ad  numerum  tundunt,
die  zweite  (deutsche)  “Drei  schmidt  an  einem  ambosz  stunden,  es
waren  drei  kohlschwarze  kunden,  ein  contrapunkt  sie  fingen  an.

Erwähnt  wird  die  Handsehrift  von  A.  Quantz  in  den  Monatsheften
für  Musik-Geschichte  XV  (1883)  Beilage  3  S.  47.

185  9  (zusanımen  mit  Widmann’s  N.  musik.  Kurzweil  1624  und
Jeep’s  Studentengärtlein  1626)  gekauft  aus  dem  Nachlasse  des  Hofraths
Hohnbaum  in  Hildburghausen.  Im  Musikalienkataloge  der  Bibliothek
bezeichnet  "Tres  fabri  se  fundunt  ad  candem  ineudem  .  ‚ad  4  voces.'

Philos.stk  88  gezählte  Bl.,  darunter  49  mit  Noten,  die
übrigen  39  nur  mit  Notenlinien,  zu  9:15!/;,  cm.  Anfang  des  18.  Jahrh.

Stücke  für  (elfehörige)  Laute  in  Tabulatur.

Die  Stücke  sind  nach  Tonarten  geordnet  (mit  A-Dur  beginnend),
und  zwar  so,  dass  am  Ende  jeder  Tonart  unbeschriebene  Notenlinien
oder  auch  leere  Blätter  geblieben  sind.

Es  sind  Rondeaux,  Menuetts,  Gavotten,  Giquen  u.  s.  w.,  gewöhnlich
ohne  Angabe  des  Componisten;  Bl.85b  heisst  ein  Stück  "Les  lamentations
  de  la  Fontange‘.

Die  Componisten  werden  von  folgenden  Stücken  genannt:
bl.41b  Menuett  de  Logy’;  über  den  böhmischen  Grafen  Logi
(7  1721)  vgl.  E.  G.  Baron,  ...  Untersuchung  des  Instruments  der  Lauten
..  1727  8.73  tf  und  Fetis,  Biographie  un.  des  mus.  V.  (1863)  S.  351
unter  Losi.  Bl.46b  Bourde  du  Meley’;  ihn  erwähnt  Baron  S.  75.
Bl.47b  “Gavotte  de  Meley‘.  BlI.53  ‘Menuett  Heins:  (Heinsius?);
Bl.53b  “Aria  Lamento  de  Meme’.  Bl.55b  Aria  du  Meley.  BI7YIb
“Menuett  de  Comte.   DBlI.80b  "Courante  du  Weise’;  über  Mitglieder
der  schlesischen  Familie  Weiss,  welche  sich  im  Lautenspiel  ausgezeichnet
  haben,  spricht  Baron  8.77  #.   Bl.84b  Menuett  du  Comte’.

Philos.8s4m  1Bl.  zu  40!/,:33  em.  16.  Jahrh.

“Carmen  gratulatorium  in  natalem  .  .  dni  Thomae  Montani  Duderstadensis
  et  Thomae  Grosmanni  Freistadieusis  Silesi)  .  .  musicis
numeris  ormatum  a  Michaele  Weisero  Smöllensi’.   Discantus,  Altus,
Tenor,  Bassus,  je  8  Zeilen  Noten  mit  darunter  gesetztem  Text  ‘Exoptatus
  adest  Thomas  gandete  sodales’,  5  Distichen.

Philos.8s4s  10Bl.  zu  32!1/,:20  em.  1794.

C.  F.  Rudorf,  “Der  113.  Psalm  —  nach  der  poetischen  Übersetzung
  von  Cramer  —  in  Musie  g  gesetzt  .  .  mit  2  Hörnern,  2  Flöten,
2  Violinen,  1  Bratsche,  4  Singstimmen  und  der  Orgel.  Partitur.

Auf  dem  ersten  Blatt  ‘J.  H.  Ehrhardt  1794,  von  dessen  Hand  die
Hs.  geschrieben  ist.

Gekauft  1888  vom  Postsekretär  A.  Quantz  in  Göttingen.

Philos.84t  24Bl.  zu  36:22  Schluss  des  18.  Jahrh.
(C.  F.)  Rudorf  in  Göttingen,  Cantate  auf  alle  Zeit.  Bl.1  bis  7
Partitur  (2  Hörner,  2  Violimen,  1  Viola,  4  Singstimmen,  Orgel);  für
Violino  2  sind  die  Noten  nicht”  eingetragen:  für  die  Orgel  oft  nur  der
Zeilenanfang.  DBI.8  bis  24  Stimmen  (v  ollständig  g).
Gekanft  von  A.  Quantz.