Philos.  84m  —85  177

Philos.84u  31Bl.  zu  36:22cm.  1794.
°C.  F.Rudorf,  Cantate  aufs  Michaelis  Fest  mit  2  Hörnern,  2  Flöten,
2  Violinen,  1  Bratsche,  4  Singstimmen  und  der  Orgel.
Bl.2  bis  10  Partitur.  Bl.11  bis  31  Stimmen.  (Bl.29  und  30  “Auch
euch  schuf  er,  der  alles  schuf’  Sopran  und  bezifferter  Bass).
Auf  Bl.1:°J.  H.  Ehrhardt  1794’,  von  dem  die  Hs.  geschrieben  ist.
Gekauft  von  A.  Quantz.

Philos.Ss4v  1-+-45Bl.  zu  30:20cem.  18.Jahrh.

C.  F.  Ruhdorf,  Osterkantate,  dietum:  Er  ist  nicht  mehr!  so
Jammerten  —  a  2  Corni,  2  Oboi,  2  Violini,  Viola,  Canto,  Alto,  Tenore,
Basso,  Violono  et  Fondamento.  Bl.1—28  Partitur;  Bl.  29—43
Stimmen  (unvollständig).   DBlI.44  Brief  von  A.  Quantz  (Göttingen
11.  5.1890)  über  Rudorf  und  seine  Compositionen.

Auf  dem  Umschlagblatt  steht  der  Name  des  Abschreibers
“Kirchner”.  Gekauft  von  A.  Quantz  1889.

Philos.84w  56Bl.  meist  zu  33:19'/;,  cm.  18.  Jahrh.,
wohl  von  derselben  Hand  wie  84v.

Ruhdorf,  Danck-Cantate.e  Bl.  1—52  Partitur.  Bl.  53—56  Text,
viermal  (nur  zu  einem  Teile  der  Cantate);  darauf  mit  Bleistift:
‘1848  Trinitatisfest.  Ruhdorf  ist  wohl  =  C.  F.  Rudorf.  Auf  Bl.1:
poss.  Henkel.  Von  A.  Quantz  1889  erkauft.

Philos.  x  1  Bl.  und  376  Seiten  zu  27:  341/,  em.
19.  Jahrh.
Schneider  (Friedr.,  in  Dessau),  Weltgericht.  Partitur,  Abschrift;
Verlagseigenthum  von  Breitkopf  und  Härtel  in  Leipzig.

Philos.85  Pgmt.  33  Bl.  (von  denen  3  leer)  zu  17:11  cm.
um  1500.  Französische  Schrift.  Auf  der  1.  Seite  Randleiste  (Früchte
und  Blumen  auf  Goldgrund;  leerer  Wappenschild);  am  Anfang  der
Kapitel  kleine  Goldbuchstaben  auf  rothem  oder  blauem  Grunde.
Französischer,  ursprünglich  schwarz  lackirter  Lederband.  Jeder  Deckel
ist  in  vier  Felder  getheilt,  auf  denen  abwechselnd  S.  Jehan  und  S.  Barbe
eingepresst  sind.

Bl.1  bis15:Zwölf  Schachpartien,  “Prima  Regula.  Ludet  domjnatio
vestra  pedonem  regis  .  .;  die  Züge  (in  moderner  Schachnotirung
mitgetheilt  bei  A.  van  der  Linde,  Geschichte  und  Litt.  d.  Schachspiels
1(1874)  S.  326—  27.  Bl.16  Icer  (Amir).  Bl.17  bis  51  Dreissig
Schachaufgaben,  “Albus  primo  ludit  et  dieit  se  daturum  matum  nigro..';
Jede  Aufgabe  füllt  eine  Seite,  dem  Texte  geht  jedesmal  ein  Diagramm
voraus,  die  Figuren  sind  mit  den  Anfangsbuchstaben  ihrer  französischen
Nanen  roth  und  schwarz  hineingezeichnet.  Die  Diagramme  der  Aufgaben
  giebt  van  der  Linde  I  8.252f  N0.286—290;  8.210  No.86;
8.293  N0.291  —314;  die  Lösungen  8.20  ff.  B1.32  bis  33  Icer.

Über  die  Hs.  handelt  v.  d.  Linde  a.  OÖ.  8.323  ff  (nach  v.  d.  Lasa’s
Bearbeitung  in  der  Schachzeitung  18569  8.129—40)  und  in  seinen
Quellenstudien  zur  Gesch.  des  Schachspiels  (1881)  8.210.

Die  Is.  wurde  1752  von  Dr.  med.  Fr.  Boerner  in  Wolfenbüttel
seschenkt.  Vorn  hat  em  früherer  Besitzer  “J.  B.  Hautin’  seinen
Namen  eingeschrieben.

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