154  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Mit  dieser  Handschrift  gehört  Cod.  Philos.  115  eng  zusammen:  beide
bilden  eine  Sammlung,  die  nur  nach  Massgabe  des  Formats  in  zwei
Bände  zerlegt  ist.  Jedem  Bande  geht  ein  alphabetisches  Verzeichnis
der  Briefe  voran,  welches  jedoch  nieht  von  dem  Sammler  herrührt,
da  es  Fehler  enthält  (Ransdorff  für  Kansdorff).  Die  Briefe  sind  in
beiden  Bänden  sachlich  und  ziemlich  chronologisch  geordnet;  voran
gehen  die  Briefe  an  Henning,  welcher  1704  als  Prof.  theol.  zu
Greifswald  starb,  dann  folgen  die  an  Würffel,  H.’s  Schwestersohn;
beide  unterhielten  einen  umfangreichen  Briefwechsel,  meist  mit
Gegnern  des  Pietismus.  Die  Briefe  betreffen  zumeist  theologische
Streitigkeiten,  die  nur  für  Pommern  von  Bedeutung  waren.  Würffel
scheint  diese  Briefe  gesammelt  zu  haben;  über  einzelnen  stehen
Inhaltsangaben  von  seiner  Hand,  wie  “ad  acta  contra  D.  Rang’,  “de
controv.  Colberg.’;  viele  scheinen  nur  als  Autographen  aufbewahrt
zu  sein,  wie  die  Aufschrift  “propter  manum’  zeigt.  Eine  spätere
Hand  hat  Bemerkungen  besonders  über  Stand  und  Wohnort  der
Absender  zugefügt.

In  der  folgenden  Aufzählung  bezeichnet  jede  Nummer  einen
Brief;  von  1  bis  53  ist,  falls  nichts  weiter  bemerkt  ist,  der  Adressat
Henning,  von  54  bis  zum  Schluss  Würfel.

No.  1)  Dav.  Chytraeus  an  Laur.  Wessel,  Pastor  in  Wismar,
in  feriis  natal.  ineunte  a.  1594.  2)  Jon.  Schliehting  an  El.  S.
Reinhardi  "a.  1660  d.  10.  9.  per  Dn.  Lubenizium  (Lubienitzki?)
communiecat.’,  Abschrift  von  Jac.  Henning  mit  Zusätzen  von  andrer
Hand.  3  E.S.  Reinhard,  Berol.  8.  3.1665.  4)  J.  Po(m)meresch
  (Cons.  Director  und  Prof.  jur.),  Greiffswald  16.  8.  1670.

5)  Wilh.  Verpoortenn,  Gotha  28.  9.  1671.  6)  10Bl.:  Jac.
Henning  an  J.  E.  Pfuel  (Antwort  auf  no.7),  Concept;  und  7)
5Bl.:  J.  E.  Pfuel  an  Henning,  Gryphisw.  11.  6.  1678;  Streit  über
eine  Disputation,  bei  der  Pf.  gegen  H.  aufgetreten  war;  darauf  beziehen
  sich  auch  no.  9,  10,  11.  8)  (J.  E.)  Pf(uel)  o.  Datum.

9)  Jac.  Henning  an  den  Rektor  Pommeresch,  18.2.  1678,  Concept.

10)  und  11)  Joh.  Colberg,  theol.  Prof.  “"domino  Secretario’,  Greiffswald
  13.  3.  und  22.  4.  1678,  gegen  Henning’s  Disputation,  vgl.  n0.6  und
J.  H.  Balthasar,  verm.  Sammlung  1744  S.157.  12)  Chr.  S.  Wolfius
an  Dan.  A.  Habichorst,  Prof.  theol.  in  Rostock,  H.  ..  23.  4.  1679.

13)  und  14),  Aug.  Balthasar  (Pastor)  Stralsund  12.  4.  und  23.  4.  1679
über  Henning’s  disputatio  inauguralis.  15)  Fr.  Cramerus,  Stettin
4.12.1640  (?).  16)  Val.  Jaschius,  Colbergae19.6.1681.  17)  Jo.
W.  Petersen,  Euthini  6.7.1681.  18)  (Dan.)  Kansdorff,  Stettin
29.10.1682.  19)  J.  Henning  an  Kansdorf,  Greifswald  3.  10.1689,
Concept.  20)Jo.A.Frommann,  Tübingen  3.3.1683.  21)M.  Grasz
(Prof.  jur.),  Tübingen  6.  10.  1687.  22)  Ge.  B.  Mascou,  Giessen
16.  9.  1688  mit  23)  einem  Gutachten  von  P.  L.  H{anneken)  über
lie  Sonntagsfeter.  24)  bis  27)  Gottfr.  Wegener,  ecclesiastes:
24)  an  Henning,  Francof.  10.3.  1691,  25)  an  Conr.  Tib.  Rango,  Frankf.
19.  10.  1691,  26)  an  die  theol.  Fakultät  19.  10.  1691  und  27)  an
Henning  23.  2.  1692.  28)  bis  31)  G.  C.  Lemmius  (Pastor),  Stralsund
  13.  10.  1690—7.  9.  1691  (Streit  mit  seinem  Collegen  Kinastius
wegen  der  Fontangentracht).  32)  bis  40)  Briefe  von  Joach.  Saleman,
  der  erste  an  Barthol.  Schäffer,  Pastor  in  Stralsund,  Revall