Philos.95  197

Bl.3  und  4  (19!/,:  16cm)  Luther  an  Joach.  Morlin  in  Goettingen
(6Febr.)  1544,  Abschrift  von  Heumann.  Der  Auszug,  den  J.  v.Dransfeld,
  Prodromus  monum.  Gotting.  1702  p.29  druckte,  geht  auf  dieselbe
Quelle  zurück;  dagegen  der  Text  aus  der  Börner’schen  Sammlung
(De  Wette  V  627)  weicht  in  Einigem  ab.

Bl.5  und  6  (171%  :10!%  em)  in  Abschrift  des  17/18  Jahrh.
Luther  an  Joachim  Morlin  in  Goettingen  20et.  1544,  gedr.  De  Wette
V688  aus  der  Lesser’schen  Sammlung;  der  Druck  in  Dransfeld’s
Prodr.  mon.  p.30  ist  schlechter.  Bl.5b  Luther  an  Joh.  Sutellius
in  Goettingen  prima  Martii  1531;  gedr.  De  Wette  V  225  aus  Aurifaber’s
Sammlung;  unsere  Abschrift  giebt  den  Text  nur  bis  "Evangelium
quaerere’,  doch  bessere  Lesarten.  Bl.6b:  Brief  an  Joach.  Morlin
in  Goettingen  “"Gratias  ago  Deo,  Doctor  eharissime,  quod  tibi  illa
honestissima  eonditio  ap.  Gottingenses  eontigit’;  bricht  ab  mit  "qualem
te  esse  novimus’.  Es  ist  ein  Brief  des  Joh.  Bugenhagen  vom
5  Febr.  1594  aus  Wittenberg,  der  vollständig  gedruckt  ist  in
“Continuirtes  Gelehrtes  Preuszen...  Erstes  Quartal  1725  Seite  174.

Bl.7  (321),  :19'/,  em)  Abschrift  des  18Jahrh.  Luther  an  Joh.
Sutel  in  Gocttingen  11Jan.  1531  “ex  MS’;  gedr.  De  Wette  IV  210
aus  Aurifaber’s  Sammlung;  unser  Text  ist  wohl  aus  Heumann’s  Disp.
de  lenit.1730  p.51  abgeschrieben.  .

B1.8—15  (20:17  em,  16  Jahrh.)  Entwurf  mit  vielen  Anderungen.
Bl.8  nur  Titel  "Das  heilige  Vater  Vnser  geistreich  ausgelegt  Von
D.  Martino  Luthero  a0.1522°.  bl.9  Der  Anfang  stimmt  meistens
wörtlich  mit  Luther’s  "Auslegung  deutsch  des  Vaterunsers’  von  1519
=  Werke  II,  1884,  8.81,  1—29  und  82,5—7;  doch  schon  8.81,  29
bis  82,  4  sind  hier  durchaus  anders  gefasst;  dann  findet  sich  nach
S.82,7  ein  langer  Zusatz  von  dem  “dreifachen  Unterschied  oder
Verstand  des  Gesetzes  und  dessen  Zuhörer’;  Bl.12  folgt  ein  2.Abschnitt
  “das  wir  stetig  beten  sollen’;  Bl.12b  “letzlich  der  ort  wo  wir
beten  sollen’;  darin  brieht  14b  der  Tractat  ab;  Bl.14a  ist  verarbeitet
ein  Stück  über  die  3  Theile  des  Mensehen,  Geist  Seele  und  Leib,
(aus  Luther’s  Erklärung  des  Magnificat  1521).

Nach  der  Überschrift  könnte  man  hier  eine  unbekannte,  von
Luther  im  Jahre  1522  begonnene  Umarbeitung  seiner  Auslegung  des
Vaterunsers  zu  finden  hoffen.  Doch  die  Schritt  ist  nieht  die  Luther’s,
sondern  später  und,  da  jene  Stelle  über  den  dreifacheu  Verstand
des  Gesetzes  wörtlich  aus  den  Tischgesprächen  genommen  ist,  so
bleibt  nur  die  Aunahme,  dass  ein  Nachfolger  Luther’s  es  unternahm,
dessen  Auslegung  des  Vaterunsers  (nach  dem  Basler  Druck  von
1522?)  zu  verbessern.

Bl.16—21  (191/,:161/,  em,  von  J.  a  Drausfeld  “ex  ipso  autographo’
1706  abgeschrieben  und  um  1730  von  Lesser  in  Nordhausen  an
Heumann  geschenkt).  Briefe  mit  Ausnahme  von  no.5  und  6  au
den  Ratlı  von  Goettingen  gerichtet  nnd  von  Henmann  Dissert.  de  Confessionis
  Aug.  lenitate  1730  p.42—-49  aus  dieser  Absehrift  genau
herausgegeben;  De  Wette  hat  Heumann’s  Druck  benützt.  110.  |
Luther  (18  Dee.)  1530.  De  Wette  IV  204.  no.2  Iunther  11  Jan.
1551,  De  Wette  IV  209.  10,3  Luther  1  Mart.  1531,  De  Wette  IV
225.  no.4  Luther  (25  März)  1531,  De  Wette  IV  234.  n0.n
Luther  an  Cyriacus  (28  März)  1531,  De  Wette  IV  235.  n0.6