198  Goettingen.  Universitäts  -  Bibliothek

Melanchthon  an  Joh.  Sutelius  in  Goettingen  10  Sept.  (1541),  gedr.
(mit  Fehlern)  bei  Dransfeld  Dissert.  de  aede  S.  Albani  1707  8.6  und
daraus  besonders  im  Corpus  Reform.  IV  1.656;  besser  bei
Heumann.  10.7  Bugenhagen  und  Melanehthon  10  Sept.  1541;
unsere  Abschrift  ist  schlecht  gedr.  bei  Dransfeld  de  aede  Albani
S.6,  gut  bei  Heumann;  im  Corpus  Ref.  IV  655  ist  die  Urschrift  benutzt.

B1.22  (32:20  cm,  Urschrift).  Nicolaus  Holstein  D.,  Caspar
Creutziger  D.,  Justus  Menius,  Ogir  von  Melem  (woher?),  Franciseus
  Burchart  Cantzler,  Andreas  Franck  von  Camitz  D.,  Chilianus
Goldtsteyn  D.,  Philippus  Melanthon,  N.  Amsdorff  Lic.,  Oppenheim
  20  Jan.  1541  an  “Herren  Hannsen  von  Doltzk  (Dolzig)  Ritter
jtzt  zu  Wormbs’;  die  Männer,  welche  sich  eigenhändig  unterzeichnet
haben  (es  sind  insbesondere  die  Gesandten  Sachsens  zum  Wormser
Religionsgespräch  im  Januar  1541;  vgl.  Corp.  Ref.  II  p.  1161),  fordern
den  zurückgeblicbenen  H.  von  Dolzig  auf  zu  unterhandeln,  “ob  den
armen  Christen  zu  Wormbs  die  Communication  wiederumb  erlangt  und
nachgelassen  mocht  werden’.

Philos.96  150  Bl.  zu  21:17  cm.  18.  Jahrh.

“G.  Theod.  Strobel  past.  Woehrd.  prope  Nürnberg”  (1774—1794):
Verzeichnis  der  Briefe  Melanchthon’s.  Bl.  1—7  Benützte  Sammlungen
und  andere  Bemerkungen;  B1.8—145  das  Verzeichnis  selbst,  geordnet
nach  den  Empfängern  mit  Angabe  des  Initiums,  Datums  und  der
benützten  Quelle;  Anfang  “Aepino  Johanni:  Quanquam  publica
moestitia.  10  Juli  1549.  I.  315.  M.  220°.  Am  Ende  BIl.144  und
145  sind  verzeichnet  die  Briefe  “Preuss  sc.  Pannonio’  “Christophoro’
und  “Placotomo,  (Bretschneider)  Joh...   B1.146  “Ph.  Mel.  Testimonia
studiosis  exhibita‘.  BI1.147--150  "Ad  anonymos  scriptae  epistolae  et
praefationes  ad  leetorem’.  Diese  werthvolle,  hie  und  da  mit  Bemerkungen
  begleitete  Zusammenstellung  des  sachkundigen  Sammlers
scheint  Bretschneider  leider  nicht  gekannt  zu  haben;  vgl.  Corpus
Reformatorum  I  p.  LXXXIL.

1800  von  Strobel’s  Witwe  erkauft.

Philos.  96ij  6  Bl.  in  8°.  1830.

F.  A.  Ebert  (7  1834):  2Bl.  Bemerkungen  zur  Ausgabe  der  Epp.
obsc.  viror.  von  E.  Münch  1827.  Vorher  3Bl.  Indices  der  Absender
und  Empfänger  und  der  Datirungsorte  der  Epistolae.  1862  aus
einer  Leipziger  Auction.

Philos.98  61Bl.  zu  28:19cm.  in  altem  gepresstem  Lederband.
  Französische  Schrift  des  15/16  Jahrh.

“Copie  des  lettres  envoyes  par  Jehan  seigneur  de  Lanoy  a
Loys  son  fils”.  Die  Unterschrift  auf  Bl.61  lautet:  “Eseript  de  ma
main  le  3.  jour  du  mois  de  may  lan...  1465.  Vostre  pere  Jehan
seigneur  de  Lanoy,  de  Rume  et  de  Sebourg,  conseillier  et  chambellan
du  roy  et  de  mons"  de  Bourgoigne,  bailli  et  cappitaine  d’Amiens  et
gouverneur  de  Lille,  Douay,  Orchies  ete’.  (wahrscheinlich  Johann  II
von  Lannoy  7  1492,  vgl.  Zedler’s  Universallexikon  XVI,  700;  nach
der  Einleitung  ist  der  Verfasser  27.4.  1410  geboren).  Die  Schrift
zerfällt  in  Prolog  und  4Kapitel;  in  Kapitel  3  ist  (Bl.35—44)  ein-