Philos.  96—99  199

geschoben  "La  eoppie  des  lettres  eseriptes  par  maistre  Alain  Chartier
a  son  frere’.  Textlich  weieht  dieses  eingesehobene  Stück,  dessen
Original  lateiniseh  war,  sehr  stark  ab  von  der  Uebersetzung  in
den  Oeuvres  de  Chartier,  Paris  1607  S.391—401;  doch  sind  die  dort
als  Zusätze  aus  dem  Manuscript  bezeiehneten  Theile  alle  vorhanden.
Die  Schrift  von  Lanoy  gibt  für  den  am  16.9.  1464  geborenen  Knaben
Erziehungsvorsehriften  und  Lebensregeln  aller  Art  und  befasst  sich
im  dritten  Kapitel  besonders  mit  dem  Verhalten  im  Dienst  des  Königs
und  des  Staates.  Gedruekt  sind  von  ihr  aus  einer  zu  Reims
befindlichen  vermuthlieh  gleichzeitigen  Hs.  Prolog  und  Kay.l  (=  Bl.1
bis  14),  sowie  der  auf  den  eingeschobenen  Brief  von  Chartier  folgende
(Schluss-)  Theil  von  Kap.3  (=  Bl.44b—56)  im  “Cabinet  historique’
T.21,  Paris  1876  S.149—172  und  8.225  —242.  (Vgl.  T.2,  1856  S.81  ff.)
Die  Texte  stimmen  überein,  nur  sind  in  unserer  Abschrift  die  Formen
öfters  verderbt.  Die  im  Druck  ;  zugefügten  Kapitelübersehriften  fehlen.
1784  auf  der  Auktion  der  Bibliothek  von  Gustedt  zu  Celle  gekauft.

Philos.99  876Seiten  zu  33:22em.  1553—1601.

213  Briefe  meist  von  Geistliehen  und  Gelehrten  aus  der  zweiten
Hälfte  des  16.Jahrhunderts  an  Martin  Chemnitius  den  älteren;
dabei  35  Briefe  an  andere  und  5Beilagen;  fast  alle  lateinisch.  Die
jetzige  Ordnung  der  Sammlung  stamnmıt  von  H.  Th.  Guden,  weleher
Blätter  mit  den  hier  m  '  Klammern  beigefügten  Uebersehriften
des  Inhalts,  Absehriften  der  schwer  lesbaren  Briefe,  Auszüge
aus  anderen  Briefen  und  ähnliche  Stücke  eing  ‚eschoben  hat.  Ein
bald  nach  1742  geschriebenes  Verzeichnis  der  "Sammlung  ist  vorgebunden.
  Die  Briefe  sind  vorwiegend  theologischen  Inhalts,
betreffen  wissenschaftliche,  dogmatische  und  literarische  Fragen;
zugleich  behandeln  sie  die  inneren  Verhältnisse  der  einzelnen  Landeskirelen,
  namentlieh  Braunschweigs,  vor  allem  in  Beziehung  auf
die  Coneordienformel;  sie  sind  daher  von  Werth  für  die  Geschichte
des  Augustanisehen  Bekenntnisses.  Daneben  finden  sich  Gutachten
und  Verhandlungen  über  theologische  Fehden  und  über  Anstellung
junger  Theologen.  Persönliehe  und  häusliche  Verhältnisse  werden
besonders  in  “den  gegenseitigen  Briefen  des  Chemnitins  und  seiner
Söhne  behandelt.  Über  die  Briefmasse  des  Chytraeus  siche  S.627.
Ausser  den  bezeichneten  sind  die  Briefe  an  Chemnitius  gerichtet.

5.5  von  Johannes  Bukelius  (Boeckel?),  Heiuricopoli  1.  2.
1573.  S.5  von  A.  Stangwaldius,  Wolferbyti  13.7  oo
(Helmstadiensium  professorum  cpistolae)  S.13  Georg.  Fladungus
Gothanus,  Helmstadii  11.3.  (um  1575?).  S.17  Than.  Morick,
Helmsteti  23.11.  1575.  S.19  Pauer.  Crugerius,  Helmestati  27.  10.
1578.  S.21  Arnoldus  Birekmannus  bibliopola,  Coloniae  Agr.
5.7.1569:  Vorschläge  zur  Einriehtung  der  Melmstädter  Bibliothek.

».25  Jae.  Horstius,  Iglavia  9.8.  1581;  gedruckt:  Henke-  Bruns,
Annales  literarii  1783  Vol.  II  196.

(Epistolae  variorum)  8.31  Bas.  Faber  2  Briefe  o.J.,  15.2  und  Quedelburgi
  20.5;  der  erste  gedruekt:  Ilenke-Bruns,  a.a.  0.  8.197.
5.35  Henr.  Buesinugus,  Haehmülen  14.9.  1580.  S.39  Petrus
Homboreh  Obisfeldii  22.3.  1576.  S.41  Joh.  Fontanus,  Dernburgi
10.10.  1568.