210  Goettingen.  Universitäts  -Bibliothek

Litterae  amicorum  (II  149),  Superintend.  (I  194),  privatorum  magistrorum
  (II  18,  II  216)  u.  s.  w.  Für  die  Bibliothek  wurden  die
‘3  voll.  Manuser.  aus  Briefen  berühmter  Gottesgelehrten  bestehend’
1774  von  stud.  jur.  C,  Friedrichs  erkauft  auf  ein  Gutachten  Walch’s,
welches  dem  ersten  Bande  (in  Abschrift)  vorgeheftet  ist  (BI.D);  in
diesem  Gutachten  werden  jedoch  auch  Briefe  erwähnt,  welche  sich
in  der  Sammlung  nicht  mehr  vorfinden,  nämlich  “vom  alten  Calixto
an  s.  zu  Leipzig  studirenden  Sohn’,  “ein  Brief  von  vielen  Bogen,  da
der  jüngere  Calixtus  den  Chph.  Schrader  bittet,  bei  s.  Eltern  es  doch
auszuwirken,  ihn  auf  eine  andre  Universität  zu  schicken’,  ferner
einige  Briefe  vom  Nihusio  (vielleicht  die  an  Granius,  Cod.  philos.  114'?).
Ob  auch  der  als  Cod.  philos.111  bezeichnete  Band  zu  der  1774
erworbenen  Sammlung  gehört,  ist  ungewiss.

Die  Briefe  sind  meist  lateinisch,  nur  etwa  !/,  ist  deutsch.  Niederdeutsch
  sind  die  Briefe  seines  Bruders  und  seiner  Schwägerin  I,
121—130.

Ihrem  Inhalte  nach  beziehen  sich  die  Briefe  zum  grossen  Theile
auf  die  Religionsstreitigkeiten  des  Calixtus,  viele  berühren  nur  private
Verhältnisse.  Uber  die  Ereignisse  des  dreissigjährigen  Krieges  finden
sich  wenige  und  meist  nur  sehr  allgemeine  Bemerkungen.

Aus  dieser  Sammlung  (und  dem  folgenden  Cod.  philos.  111)  ist
einiges  schon  von  Calixtus  selbst  veröffentlicht  in  seiner  “Wiederlegung
  der  vnchristlichen  vnd  vnbilligen  Verleumbdungen,  damit  Ihn
D.  J.  Weller  ...  zubeschmitzen  sich  gelüsten  lassen  ...  Helmstedt
1651”.  Dann  hat  E.  L.  Th.  Henke  20  der  Briefe  herausgegeben
als  "Commereii  lit.  Calixtini  ,  .  fasc.  tertius”.  Marburg  1840.
(Gratulationsschrift  der  theol.  Facultät  für  C.  G.  Justi);  diese
Sammlung  ist  im  folgenden  Henke’  eitirt.  In  seinem  Werke  "Georg
Calixtus  und  seine  Zeit’  2  Bde.  Halle  1853—60  (eitirt:  Henke,  Cal.)
hat  Henke  die  Briefe  ausgiebig  benutzt  und  viele  ganz  oder  zum
Theil  abgedruckt;  er  eitirt  diese  beiden  Bände  als  Gött.1  und  2,
während  mit  Gött.3  der  Cod.  philos.111  gemeint  ist.  Notizen  über
einzelne  der  Briefsteller  findet  man  auch  in  Georg  Calixtus’  Briefwechsel
  aus  Wolfenbüttelschen  Hss.  hsg.  v.  Henke.  Halb.  1833.

Bd.I.  Ilund  368  Bl.  (BI.9,  21,  34,  44  leer)  meist  zu  33:21  cm.
17.  Jahrh.

bBl.1  Excerpt  aus  Nihusii  Cribratio.

Bl.2  “Versus  numerales  de  fato  Daniae  regis  Christiani  IV  in
quodam  antiquo  sepulero  inventi  III.  die  Martii  1627  Helmstadü’,
10  Hexameter  auf  die  Jahre  1625—34,  "qVos  Dles  VIDIt’,  wohl  von
Calixtus  geschrieben.

Bl.3  G.  Calixtus  an  Christophorus  Brauns,  Prof.  zu  Rintelen,
Helmst.  17.  2.  1633;  gedr.  Henke  7.

Bl.5  Magnus  von  Hindenberg  (nur  unterzeichnet)  an  die  theol.
Facultät  zu  Helmstedt,  25.5.  1645,  (Bitte  um  ein  Gutachten)  über
eine  Ehescheidungssache  mit  (Bl.11)  Responsum,  Helmstedt  6.  6.  1643,
Concept  Calixtus’;  Bl.14  “Quacstio  annexa’  über  dieselbe  Sache,
olıne  Unterschrift,  mit  (Bl.15)  Responsum  darauf,  Helmst.  6.  6.  1643,
Concept  Calixtus”.

Bl.16  Churfürstl.  Braudenb.  Kirchenraht  an  C.,  Cölln  a.  d.  Spree