266  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Philos.147  60Bl.  zu  241%,:19cm.   1754—84.

Briefe  an  Ch.  W.  F.  Walch:  37  Briefe  und  3  Promemoria  von
G.  A.  von  Münchhausen  19.  4.  1754—28.  4.  1769.  Die  Briefe  Münchhausen’s
  sind  meist  kurz  und  rein  persönlichen  Inhalts;  einige  längere
betreffen  Angelegenheiten  der  Göttinger  Universität.  So  Bl.22  über
“zuchtlose  Conduite  einiger  Studenten’,  Bl.33  eine  Kritik  der  Göttinger
Zeitungen  (von  gelehrten  Sachen)  und  B1.47ff  Aeusserungen  über
Pasquille  und  Augriffe  von  Klotz  in  Halle,  wozu  Bl.50,  Abschrift
eines  Briefes  von  Münchhausen  an  Klotz,  (Hannover)  18.  4.  1769

gehört.
Dabei  11  Briefe  von  anderen  Personen:  Bl.8  A.W.  von  Schwichelt,
Hannover  23.  4.  1756.  Bl.20  Börries  von  Münchhausen,  Moringen

  22.1.1766.  BI.52  und  60  D.  A.  von  Wenckstern,  2  Briefe
Hannover  6.  1.1780  und  4.1.1784.  Bl.53  Ch.  D.v.  d.  Bussche,
Hannover  8.1.  1781;  fordert  die  Ernennung  eines  englischen  Bischofs
zum  wirklichen  Mitgliede  der  Göttinger  Societät  d.W.  B1.54
und  58L.  E.  von  Gemmingen,  4  Br.  Hannover  9.  7.  1780—6.  12.1781;
3  betreffen  die  Aufsuchung  des  Exemplars  der  Augsburgischen  Confession,
  welches  Herzog  Ermst  1530  vom  Reichstag  mit  nach  Haus
gebrachıt.  Bl.56  Zwei  Briefe  von  C.L.  von  Münchhausen,  der
Witwe  des  Curators,  Hannover  15.  und  22.10.1781.

Philos.148  2  Bände  von  234  und  172  Bl.  zu  241/,:19cm.
1735  —  1774.

Briefe  an  G.  H.  Ayrer:  174  und  124  Briefe  und  4  Promemoria  von
G.  A.  von  Münchhausen  mit  zwei  Beilagen  aus  der  Zeit  vom  7.1.
1735—9.  9.1770,  nicht  völlig  genau  in  chronologischer  Ordnung.
Ein  BriefIT  Bl.160  am  Anfang  unvollständig.  Die  meisten  Briefe
sind  kurz  und  unbedeutend;  doch  zeigen  sie  die  unermüdliche,  alles
umfassende  Sorge,  mit  der  der  Curator  die  Entwicklung  der  Universität
  nach  allen  Richtungen  überwacht,  ihre  äusseren  und  inneren
Einrichtungen  fortwährend  bessert,  ihren  Mitgliedern  mit  gleichem
Wohlwollen  und  persönlicher  Fürsorge  entgegenkommt.  Im  besonderen
regt  er  Ayrer  zu  immer  neuen  Arbeiten  an,  oft  gradezu  drängend;
übersendet  ihm  unausgesetzt  Bücher,  schriftliches  Material  interessanter
Prozesse,  stellt  ihm  wiederholt  seine  eigenen  Collectaneen  zur  Verfügung
  (über  deren  Aufbewahrung  auf  der  Universitätsbibliothek
s.1B1.129),  bietet  seine  Bibliothek  an,  lässt  für  ihn  Abschriften
machen,  theilt  Vorschläge  befreundeter  Gelehrten  zu  geplanten  Schriften
mit  (so  I  Bl.65  Bemerkungen  eines  Gelehrten,  Osnabrück  14.9.  1737,
zu  einem  “Compendium  iuris  ecelesiastici’,  nach  I  Bl.  101  wohl  von
Krüger),  unterstützt  den  Druck  seiner  Werke.  Er  bespricht  auch  die
Einrichtung  seiner  Vorlesungen  und  seinen  Stil.  Münchhausen  fragt
an  über  Kollegen  (so  I  145  ob  Gebauer  Liqueur  trinke)  und  über  zu
Berufende,  sucht  Streitigkeiten  zu  vermitteln,  räth  in  rein  häuslichen
  Dingen  und  verschafft  reiche  Kostgänger.  Auch  das  Gedeihen
  der  Stadt  Göttingen,  besonders  in  II  das  Polizeiwesen,  wird
besprochen.

Dabei  7  Briefe  von  anderen  Personen:  I  Bl.160  Andreas
v.  Bernstorff  (an  Münchhausen),  Hannover  7.5.1739  in  einer
Ayrer  betreffenden  Angelegeuheit;  Beilage  zu  B1.159.  II  BI1.68