Philos.  157—-159  271

Die  Hft  ist  von  der  Hand  eines  Copisten  geschrieben,  dann  von
Friedrich  d.  Gr.  selbst  durcheorrigirt.  Gedruckt  ist  nur  die  corrigirte
  Fassung.  Aus  dieser  Hft  lernen  wir  also  auch  die  frühere
Fassung  kennen;  dazu  gehören  die  Namen  der  verspotteten  Fürsten,
welche  in  diesem  Entwurf  am  Rande  standen,  von  Friedrich  aber  durchgestrichen
  und  so  beim  Druck  weggelassen  wurden,  nebst  der  interessanten
  Unterschrift  “Sanssouci  ce  21e"°  d’Avril  1770.
1801  von  Prof.  Loder  in  Jena  geschenkt.

Philos.159  65  Bl.  verschiedener  Grösse  in  fol.  gebunden.
  1752—1761.

Briefe  an  Johann  Tobias  Mayer  und  Mayer’s  Entwürfe  zu
Briefen.  Da  die  Stücke  schlecht  geordnet  und  schwierig  zu  bestimmen
  sind,  so  werden  sie  hier  nach  der  Zeit  vorgeführt.

bl.42  Mayer  an  “Herrn  Rath,  .  .  Schwager  und  Gevatter’,  wohl
1752  nach  Nürnberg;  gegen  Angriffe  von  Lowitz.  B.47  =  B1.43
(bessere  Reinschrift)  über  Refraction  am  Horizont;  Mayer’s  Recipiangel;
  Construction  von  Kragsteinen.  Bl.48-49  (bessere  Reinschrift)
  über  Refraetion  der  Luft;  Bouquer’s  Formel;  Parallaxe  des
Monds,  Bl.45  und  46  über  Resistentia  aetheris;  oberschlächtiges
Wasserrad.  Diese  3  Briefe  Mayer’s  sind  an  einen  Professor  gerichtet,
  gewiss  an  Euler  in  den  Jahren  1752—  Anfang  1754.

Fast  alle  folgenden  Briefe  Mayer’s  vom  Jahre  1754  betreffen  den
Ruf  an  die  Akademie  in  Berlin  und  den  gleichzeitigen  an  die  Akademie
  in  Petersburg;  diese  Verhandlungen  begannen  etwa  Ende  Juni
und  endeten  Ende  October;  vgl.  Philos.  157.  Weder  in  der  Deutschen  Biographie
  noch  in  Will-Nopitsch  (VD)  sind  diese  Verhandlungen  berührt.

Bl.57  (an  Euler)  über  seine  Stellung  in  Goettingen;  seine  und
Schumacher’s  Observationen  des  Monds;  transitus  Mercurii.   BI1.54
(an  Euler)  über  die  grössere  Genauigkeit  seiner  jetzigen  Beobachtungen
  des  Monds.  BI.58  (an  Euler)  über  den  offerirten  Gehalt
von  550  Thlr.;  zu  den  Tabellen  des  Monds  und  des  Merecur.  BI.51
und  52  (an  Euler),  M.  fordert  650  Thlr.  Gehalt.  Bl.59  (an  Euler)
über  seine  und  Euler’s  Methode  bei  der  Beobachtung  des  Mondes.
Bl.7  und  8  (französisch)  Maupertuis,  Berlin  27  Aug.  1754;  bietet
Mayer  700  Thlr.  Gehalt.  Bl.5  L.  Euler,  Berlin  27  Aug.  54;  übersendet
  Maupertuis’  Brief.  Bl.63  Mayer  an  Miünchhausen;  Dimissionsgesuch.
   BI.50  (oben)  Ablehnung  eines  Rufes  nach  Petersburg
  (an  Gerh.  Fried.  Müller)  und  Bl.50  (unten)  Begleitschreiben
dazu  (an  Euler).  B1.55  (an  Euler,  von  hier  ab  mit  Director  bezeichnet),
  6  Oct.  1754;  lehnt  den  Ruf  nach  Berlin  ab.  Bl.65a  au
einen  Hofrath  (in  Hannover)  und  Bl.65b  an  Münchhausen;  dankt
für  Gehaltszulage  und  wünscht  alleiniger  Direetor  der  Sternwarte  zu
sein.  Bl.6a  M.  dankt  dem  Hofrat  und  Bl.6b  Münchhausen,  am
14  Oct.  1754,  für  die  Erfüllung  seiner  Wünsche  und  bespricht  die
Berufung  seiner  Nürnberger  Genossen  (Lowitz  und  Frantz).   BI.62
an  Münchhausen,  17  Oct.  1754;  M.  beantragt  den  Kauf  des  Bachmannschen
  Hauses  und  von  Objectivgläsern.  B1l.53  (an  Euler  nach
dem  22  Oet.  1754)  Entschuldigung,  dass  er  nicht  nach  Berlin  oder
Petersburg  gegangen  sei.  Bl.34  und  35  (französ.)  J.  Nourse
(Buchhändler),  London  29  Oct.  1754;  wünscht  M.’s  Tabulae  verbessert