276  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

Diese  Briefe  betreffen  hauptsächlich  die  Mathematik,  Astronomie
und  ihre  Litteratur.  Daneben  werden  häufig  die  Wissenschaft  im
allgemeinen,  Philosophie  und  Theologie  der  Zeit,  Kant  und  sein
Einfluss  auf  die  Dogmatik,  letzterer  abfällig,  besprochen.  Rein
litterarisches  (Bl.  102  Gottsched’s  Schule)  und  politisches  findet  sich
selten.  Weit  ergiebiger  sind  die  Mittheilungen  über  die  Faclkollegen
an  der  Göttinger  Universität  und  K.’s  Verhältnis  zu  ihnen;  namentlich
C.  F.  Seyffer  wird  wiederholt  erbarmungslos  geschildert.  Ausführlich
ist  Bl.55f£.  über  Kästner’s  Berufung  nach  G.  berichtet.  Dazwischen
einige  wenige  Epigramme,  die  meist  gedruckt  sind.  Bl.110  F.A.
Kirsten  an  Scheibel,  Göttingen  22.  6.  1800,  berichtet  über  Kästner’s
Tod.  Bl.1  und  2  Zwei  Briefe  von  Wöhler,  Göttingen  13  und
14  Juli  1862,  welche  den  Gymuasiallehrer  Freyer  zu  Schweidnitz
betreffen,  der  1862  diese  Briefe  geschenkt  hat.

Philos.167  163  Bl.  zu  27:20  em.  1782—1792.

64  Briefe  von  G.  Chr.  Lichtenberg  an  den  Consistorial-Sekretär
F.  F.  Wolff  in  Hannover,  Göttingen  20.  6.  1782  —  29.1.1792,  zumeist
physikalischen  und  chemischen  Inhalts.  Die  Briefe  betreffen  die
beiderseitigen  Experimente  mit  dephlogistisirter  Luft‘,  mit  Elektrizität,
mit  Luftpumpe  und  Barometer  und  einige  dazu  gehörige  Literatur,
die  gegenseitige  Besorgung  physikalischer  Instrumente  (z.  Th.  aus
England)  und  der  nöthigen  Chenikalien.  Wiederholt  finden  sich
Berichte  über  Gewitter  und  Erdbeben  und  Bemerkungen  über  Blitzableiter.
  Naturphilosophische  Fragen  betreffen  Bl.30,  125,  130;  die
später  nach  Lichtenberg  genannten  Figuren  B1l.53;  das  Goldmachen
Bl.  27.

Ueber  seinen  Charakter  äussert  sich  L.  Bl1.66,  74,  86;  über  seine
Hogarthauslegung  Bl.108.  Ein  Epigramm  steht  Bl.156;  eine  längere
Charakteristik  des  Buchhändlers  Dietrich,  der  mit  Garrick  verglichen
wird,  Bl.157f.  Erwähnt  werden  Bürger  Bl.155,  Lessing  155b,  Lavater
159,  Karl  August  als  “  Wertherscher  Hertzog’  B1.89  (aus  d.  J.  1783).

Gedruckt  sind  einige  Fragmente  in  Lichtenberg’s  Vermischten
Schriften  Bd.8  (=  Briefe  Bd.  2)  1847  S.326—  338,  doch  durchaus
ungenau.  So  ist  no.l  ein  ganz  eigenmächtiges  Conglomerat  von
Sätzen  aus  3  umfangreichen  Briefen,  dazu  mit  falschem  Datum.

Bis  1862  im  Besitz  des  Obergerichtsratls  Preuss  in  Detmold,  der
die  Hft  dann  der  Societät  bezw.  der  Bibliothek  schenkte.  Vgl.
Bl.1—3:  Briefe  von  O0.  Preuss  und  von  Wöhler.

Philos.168  13Bl.  zu  23:18),  cm.  1782—1800.

Ernst  Theod.  Langer,  Bibliothekar  in  Wolfenbüttel,  5  französische
Briefe  vielfach  litterarischen  Inhalts  (an  Dan.  Wyttenbach),  Wolfenbüttel
  3  Jan.  1782—  24  Jun.  1800.

1852  auf  einer  Auktion  in  Leyden  gekauft.

Philos.168i  28Bl.  verschiedenen  Formats.  1808—1829.

Elf  Briefe  von  Friedrich  Jacobs  und  vier  von  J.  Ch.  v.  Leist
an  H.  L.  Heeren,  sowie  ein  Entwwf  von  H.  L.  Heeren  au
Leist.  4PBriefe  von  Jacobs  (Bl.7,  10,  14,  16:  Gotha  20  Juli  --  22  0ctob.
1812),  die  Briefe  von  Leist  (Bl.5,  9,  12,  18:  Cassel  15  Juli—3  Novemb.