Jurid.1—8  289

Jurid.3  Druck

J.  S.  Brunnquell,  Historia  iuris  Romano-Germanici,  ed.  altera
Amstelaedami  1730,  mit  einzelnen  sachlichen  Bemerkungen  von  Gust.
Hugo.

Jurid.4  Druck

Barnab.  Brissonii  de  verborum  quac  ad  ius  civile  pertinent  significatione
  ...  opera...  J.  @&amp;.  Heinecei  .  .  Halae  ..  1743,  mit  Randbemerkungen
  von  Gust.  Hugo;  dabei  ein  Heft  von  36  Blättern,
enthaltend  ähnliche  Bemerkungen  des  Göttinger  Dozenten  Gabr.
Riedel,  welche  Hugo  in  dieses  Werk  eingelegt  hatte.

Jurid.8S  10Bände  zu  ungefähr  32:21cm  16  und  17  Jahrh.

Reichhaltige  Sammlung  von  Schriftstücken  der  verschiedensten
  Art  zur  inneren  und  äusseren  Geschichte
Deutschlands  vornehmlich  im  16  und  Anfang  des  17  Jahrhunderts.


In  Bd.  I-Il  befinden  sich,  zum  Theil  in  Abschrift,  zum  Theil
in  eigenhändigen  Entwürfen,  zahlreiche  Ausarbeitungen,  Gutachten
ete.  von  Otto  Schulthess  (als  “Schulte?”  aufgeführt  bei  Moller,  Cimbr.
lit.  II  790,  als  “Schultze’  bei  Jöcher,  Beuthner,  Kellinghusen),  der
um  die  Wende  des  16.  zum  17.Jahrh.  gräflich  Hanauischer  und
Isenburgischer  Rath  war  (als  solcher  unterzeichnet  er  sich  z.  B.
Bd.IlI  B1l.165),  im  Jahre  1617  Decan  des  Domceapitels  zu  Hamburg
wurde  und  daselbst  1624  starb.  Da  mit  Ausnahme  der  beiden
letzten  Stücke  in  Bda.VIH  (Bl.381—383,  aus  den  Jahren  1668  und
1662)  kein  Schriftstück  über  1623  hinausgeht  und  diejenigen  Stücke,
die  nicht  von  Schulthess  verfasst  sind,  sofern  sie  einen  begrenzt
localen  Charakter  tragen,  sich  vorzugsweise  auf  die  Grafschaften
Hanau  und  Isenburg  oder  auf  Hamburg  beziehen,  so  ist  es  wahırscheinlich
  Otto  Schulthess  selber  gewesen,  der  die  Sammlung  in
der  vorliegenden  Weise  zusammengestellt  hat.  Dieselbe  enthält
mit  Ausnahme  der  Schulthess’schen  Entwürfe  nur  Abschriften.  Der
Inhalt  ist  von  der  grössten  Mannigfaltigkeit.  Eine  grosse  Anzahl
betrifft  die  religiös-politischen  Verhältnisse  Deutschlands  von  der
Reformation  an  bis  in  die  ersten  Zeiten  des  30jährigen  Krieges
hinein;  sehr  viele  beziehen  sich  auf  die  innere  Verwaltung  einzelner
Länder,  besonders  eben  der  Grafschaften  Hanau  und  Isenburg,  an
deren  Organisation  Schulthess  einen  beträchtlichen  Antheil  gehabt  zu
haben  scheint,  während  wieder  andere  einen  mehr  privaten  Charakter
tragen.

Nach  Schulthess’  Tode  scheint  die  Sammlung  in  die  Hände
seines  Nachfolgers  im  Decanat  des  Hamburger  Domeapitels,  Laurentius
Langermann  (1595  —  1658),  gekommen  zu  sein;  denn  eine  Reihe
von  Bänden  trägt  oder  trug  auf  dem  ersten  Blatte  die  Inschrift
"Gerhard  Langermann’  oder  “Gerh.  Langermann  me  possidet”.

Jedem  Bande  voran  geht  ein  nicht  immer  genaues  Inhaltsverzeichnis
  aus  beträchtlich  späterer  Zeit.  In  späterer  Zeit  sind
Jedenfalls  auch  die  oben  erwähnten  Stücke  Ba.VII  Bl.381—383
angefügt.

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