Jurid.21—  27  313

Jurid.25  Perg.  235  Bl.  zu  40:26cm  XIlJahrh.,  nur  mit
kleinen  rothen  Initialen

Bl.1—223  Digestorum  libri  XXXIX—L  (=  Digestum  novum)

mit  der  Glosse  des  Accursius  und  manchen  späteren  Zusätzen.
Die  Handschrift  ist  von  5  Schreibern  geschrieben  und  zwar  so,  dass
die  Vorlage  auseinandergenommen  und  unter  sie  vertheilt  wurde:
1)  Quaternio  1—5  (-Bl.4—44)  und  Bl.  45;  2)  Quat.6—9  (-Bl.46—  77);
3)  Quat.  10—14  (=  BI.78—  117);  4)  Quat.  15—16  (=  B1.118—133);
5)  Quat.  17—27  (=  Bl.134—  221)  und  Bl.222  und  223,  zwischen  denen
ein  Blattausfall  stattgefunden  hat  (es  fehlt  L  16,  239  “desiit  in
patris’  bis  L  17,  131  “possidente  damna’).  Das  erste  Blatt  des
ersten  Quaternio  ist  verloren  und  von  einer  spätern  Hand  des
15  Jahrh.  durch  Bl.1—3  der  jetzigen  Zählung  ersetzt.  Dieselbe
jüngere  Hand  hat  auch  die  Glosse,  die  von  der  älteren  Hand  nur
bis  L  16,5  reicht,  noch  ein  kleines  Stück  weitergeführt.

Bl.224  (nach  231  und  232  ist  ein  kleineres  Perg.-Blatt  eingelegt)
von  anderer  Hand  geschrieben  und  mit  rothen  und  blauen  Schnörkelbuchstaben:
  Digest.  L  16,108—17  Ende  mit  Glosse.  (Bl.224  unten
“Bysextum  sexte’,  6  Hexameter  und  226b  unten  "Quinque  pedes’,
2  Distichen  über  Längenmasse).

Jurid.26  Perg.  II  +  254  Bl.  zu  39  :  231),  cm  hübsche
italienische  Schrift  des  XIIY/XIV  Jahrhunderts  mit  rothen  und  blauen
Initialen;  zwischen  den  beiden  Spalten  und  an  den  Rändern  vielfach
kleine  bunte  Thier-  und  Menschengestalten

Codiecis  Justiniani  libri  I—IX  mit  der  Glosse  des  Accursius
und  mit  Nachträgen  von  mehreren,  theilweise  alten  Händen.

Bl.144  (zwischen  Buch  V  und  VI  des  Codex)  von  andrer  Hand:
(des  Johannes  Bassianus)  Arbor  actionum.  Dabei  rechts  Miniatur
(ungefähr  18:3  cm):  Frau  mit  einer  Blume  in  der  Hand  (offenbar
zurückgehend  auf  eine  Miniatur  wie  Jurid.27  Bl.59b),  über  ihr  ein
Vogel,  unter  ihr  knieende  Männergestalt,  die  ein  Buch  trägt.
Bl.144b  "Sacrat  prima,  sceunda  parat’,  3  Distichen  über  den  Inhalt
nos  Codex  Just.  Die  ersten  beiden  (Anfang  "Prima  sacrat’)  auch

1.1.

Jurid.27  Perg.  2931  Bl.  zu  41  :  25cm  besteht  aus  zwei
Theilen  (Bl.1—265  und  Bl.267—  290);  beide  im  XTI/XIV  Jahrh.  von
verschiedenen  Händen  in  Italien  schön  geschrieben

Von  erster  Hand:  Bl.1—265.  Zu  Anfang  der  einzelnen  Bücher
ete.  finden  sich  17  prächtige  mit  Gold  verzierte  Miniaturen  (etwa
6—9  zu  61/,—7!/,  cm,  meist  mit  Leisten),  welche  in  zwei  Streifen  übereinander
  meist  auf  den  Inhalt  bezügliche  Scenen  aus  dem  Leben

darstellen.  Vgl.  ausserdem  die  unten  beschriebenen  Miniaturen  auf
Bl.32b  und  59b.

Bl.1  Institutionum  libri  I—IV  mit  der  Glosse  des  Accursius.
Letztere  ist  untermischt  mit  einer  Reihe  von  Authentiken,  die  schon
durch  cine  grössere,  der  des  Textes  ziemlich  gleichende  Schrift
ausgezeichnet  sind.  Eine  von  ihnen  (B1l.22)  trägt  das  Sigel  M
(=  Martinus  Gosia).  Vgl.  hierüber  Savigny  in  Ilugo’s  Civilist.
Archiv  III  no.14  8.282  ff.  Nach  Il  4  auf  Bl.532b  ein  “Arbor