314  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

consanguimitatis’  (30:20  em)  in  Blau,  Roth  und  Gold  mit  verschiedenen
Figuren.  Am  Sehluss  Bl.59b:  (des  Johannes  Bassianus)  Arbor
actionum,  auf  der  rechten  Seite  von  einer  Frauengestalt  mit  Krone
und  Scepter  gehalten.

Bl.61  Die  Novellen  (97)  mit  der  Glosse  und  in  der  gewöhnlichen
  Eintheilung  der  Vulgata  naeh  9  Collationen,  die  ausser  durch
die  Miniatur  Im  Anfang  noch  durch  Zahlen  au  den  oberen  Rande
eines  jeden  Blattes  bezeichnet  sind.  Die  einzelnen  Novellen  jeder
Collation  sind  an  den  Seitenrändern  gezählt  (Zahlen  in  Blau  und
Roth).  Die  Reihenfolge  der  Novellen  stimmt  im  allgemeinen  mit
der  sonst  gewöhnlichen,  doch  ist  in  einzelnen  folgendes  zu  bemerken:
1)  Coll.I  3  (Ut  determimatus  sit...)  bricht  mit  den  Worten  “pauci
consistentes’  ab.  Vgl.  die  Handschriften  RT  in  der  Ausgabe  von
Schöll.  2)  Coll.  Il  2  (Ut  iudices  sine  quoquo  .  .)  ist  hier  in  no.2
bis  5  zerlegt,  und  zwar  beginnt  no.3  mit  "Seriptum  est  exemplar
edieti’  (Schöll  »-.80,  12),  no.  4  mit  ‚Seriptum  est  exemplar  hutusmodi’
(Schöll  p.89,  1),  10.5  mit  “uro  ego’  (Schöll  p.89,  45).  3)  In
Coll.IV  ist  richtig  “De  nuptiis’  als  no.1  bezeichnet,  dann  jedoch
“De  appellationibus’  als  no.3,  “De  consulibus’  als  no.4.  Hierauf
folgt,  wieder  mit  no.3  bezeichnet,  "De  novi  operis  nuntiatione  marini

aspeetus:  Causam  quae  dolose  .  °  =  Collat.  V  15  der  Vulgata,
und  nun  erst  die  Novellen  IV  4—7  der  Vulgata,  auch  hier  als  no.4
bis  7  bezeichnet.  4)  Die  in  der  IV  Collation  erscheinende  Novelle  V

15  fehlt  in  der  fünften.  5)  Coll.  VIII  6  derVulgata  (De  nautiecis
usuris)  fehlt  an  ihrer  Stelle.  6)  Coll.  IX  4  der  Vulgata  "Ut
indiees  non  expectent  .  ..  erscheint  als  IX  15,  wodureh  die  no.IX  5
bis  IX  15  der  Vulgata  in  der  Hft.  als  IX  4—IX  14  auftreten.

7)  An  Coll.  IX  15  schliessen  sich  unnumerirt  und  ohne  Überschriften
  noch  an  VIII  6  (De  nauticis  usuris),  was  oben  ausgelassen
war,  sodann  VIL7  (De  exeeutoribus),  was  hier  also  zum  zweiten
Male  erscheint,  und  schliesslich  “Q@uomodo  oporteat  milites  .  .
(=  no.118  ed.  Heimbach)  bis  zum  Anfang  von  eap.2  "spes  aut’
(so  hier  statt:  species  autem).  Was  Heimbach,  Bd.I  Proleg.
p-  LAXVIU,  über  das  Fehlen  des  Schlusses  von  III1  “De  lenonibus’
bemerkt,  beruht  auf  einem  Irrthume.

Bl.197  Codieis  Justinianı  libri  X—XII  mit  der  Glosse  des
Aceursius  und  vereinzelten  Nachträgen  späterer  Hände.

Von  der  zweiten  Hand:  B1.267—290  Die  Libri  feudorum  mit
den  Überschriften:  B1.267  “Ineipit  liber  primus  de  feudis’,  Bl.271b
“Explieit  liber  primus,  ineipit  secundus‘.  Dabei  die  Glosse  des
Accursius.  Die  Rubriken  fehlen  öfter  und  sind  in  einer  Reihe
von  Fällen  von  späterer  Hand  nachgetragen.  Auch  sonst  zeigen  sie
hier  und  da  kleine  Abweichungen.  Vor  120  stehen  die  Rubriken
zu  120  und  21,  vor  121  und  I  22  jedesmal  die  zu  I  22.  Zwisehen
IT  22  und  1123  erscheinen  BI.276  die  Capitula  Ugonis.,  An  den
Schluss  von  II  58  (De  notis  feudorum)  schliesst  sich  ohne  Überschrift
unmittelbar  die  lex  Frideriei  II  (Ad  decus)  mit  geringen  Glossen,
an  deren  Ende  steht  Explieit  apparatus  libri  feudorum.  "Deo  sracias
amen’.  Vgl.  K.  Lehmann  im  N.  Archiv  der  Ges.  für  ältere  deutsche
Gesch.  xVI,  (1890)  5.393.