390  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

llervorzuheben  ist:  Bl.1  Formeln  über  Verkauf;  dann  Tractat
de  “concessionibus  et  vero  de  epitheotie’  (emphyteosi),  mit  2  Formeln;
Bl.6  Tractat  "De  sententiis’;  “De  appellationibus’.  Die  Hs.  stammt
wohl  aus  Italien,  denn  es  kommen  nur  Namen  italienischer  Bisthümer
vor  (Bl.2  Verona,  Bl.4  Capua,  Bl.7  Tusculum);  die  genannten  Päpste
gehören  der  ersten  Hälfte  des  14.  Jalırh.  an.

II  Bl.13—-16  Formularbuch  zum  Gebrauch  der  päpstichen  Curie;
über  den  Seiten  steht  “Pars  I’,  also  Bruchstück  aus  dem  Anfange
des  betreffenden  Werks.

Bl.13a  "Quis  quid  et  contra  quem  possit  impetrare  in  curla
Romana’;  13b  Iuhaltsverzeichnis  der  folgenden  Formeln;  dann
Formeln,  Anfang  "Qualiter  papa  seribat  singulis  personis  salutationes
suas’;  n0.2—6  betreffen  eruce  signati.

Die  Hs.  stammt  aus  Frankreich;  es  werden  hauptsächlich  Namen
französischer  Diöcesen  genannt;  die  Formeln  rühren  vom  Papste
Clemens  (VD)  her.

Vorn  in  dem  Bande  befindet  sich  ein  Brief  von  C.  F.  Eichhorn
(an  1.00),  (Göttingen  9.  6.  1818,  mit  dem  er  diese  Fragmente  zurücksendet.


1868  von  Dr.  Pape  in  Celle  erkauft.  Dabei  liegt  eine  fehlerhafte
Abschrift  des  19.  Jahrh.

Jurid.92   74BIl.  zu  18'/,:16cm  16.  Jahrh.

“Processus  iudieiarius  el.  v.  d.  doctoris  Chiliani  Goldtsteinii”,
Collegheft  (vgl.  den  Anfang  Bl.2  “Utile  existimo,  ut  interdum  etiam
quaedam  in  docendo  forensia  tradantur”).  Der  Text  weicht  ziemlich
ab  von  dem  des  Druckes  “Enchiridion  processus  iudiciarii  .  .,  der
1579  nach  dem  Tode  des  Verfassers  nach  einer  anderen  Nachschrift
veranstaltet  wurde.

Jurid.924  a)1Bl.  und  57  Seiten;  b)1  Bl.  und  499  Seiten
zu  21:17cm  von  2  Händen  geschrieben  1):  bis  b  S.118  und  b  8.488
bis  499,  2):  b  8.119487  1746

a)  "Collegium  practicum  extraiudieialium  sc.  casuum  in  officium
notariatus  frequentium  d.  3.  Febr.  1746’,  darunter  ein  Monogramm  mit
den  Buchstaben  S,  P,  A,  L.  Das  Colleg  ist  lateinisch.

b)  “Collegium  practicum  elaboratorium  sec.  prineipia  processus
iudieiarii  dn.  Michael.  Henrici  Gribneri  (f  Leipzig  1734)  d.  3.  Febr.
1746°,  darunter  dasselbe  Monogramm.  In  deutscher  Sprache;
Gribner’s  “Prineipia’,  die  der  Vorlesung  zu  Grunde  gelegt  sind,
erschienen  1714.

Aus  Bergmann’s  Bibliothek  1845  erkauft.

Jurid.93  112  Bl.  zu  30:21  cm,  zweispaltig  beschrieben,
rothe  Initialen  15.Jahrh.  alter  Lederband

Jacobus  (Palladini)  de,  Teramo  (de  Ancarano),  Process  Belials
segen  Christum;  deutsche  Übersetzung  in  schwäbischem  Dialekt.

Bl.1  “In  dem  namen  der  hailigen  vnd  vngetailten  dryuältigkait...
Ich  haun  gedaucht  ich  wöll  mich  verfuochen  ob  ich  ze  tütsch  müg
machen  vnd  bringen  das  buoch  das  da  betrachtet  ob  Jhefus  Marie
[un  der  recht  hab  gehebt  das  er  die  helle  hab  berebt  ..  .  Bl.2b