Turid.147k—-151  351

v.  Münchhausen  1743—1750,  und  ein  Promemoria  von  J.  E.  Meyer
Hann.  18.  10.  1750.  4)  Ziemlich  viele  Schreiben  an  das  Collegium
von  1737—1809;  darunter  ein  Fascikel  betr.  die  Sache  des  Geh.
Kriegrath’s  F.  L.  v.  Reinecke  gegen  Frankfurt  mit  zwei  Eingaben
an  den  Kaiser,  dann  5  Briefen  an  das  Spruchcollesium  nebst  Anweisung
  zum  Verständnis  seiner  in  dieser  Sache  erschienenen  Druckschriften
  (vgl.  den  Catalog  der  gedruckten  "Deductiones”).  Dann
ein  Schreiben  eines  hohen  Beamten  aus  Stade  (9.  Juli  1781,  so!)  über
Erkennung  der  “Tortur  durch  den  Gebrauch  des  Mecklenburgischen
Instrumentes’;  nebst  Entwurf  der  Antwort.  9)  Viele  Papiere  des
Aktuars  betr.  Rücksendung  von  Acten,  Bezahlung  ete.,  auch  Entleihung
  früherer  Urtheile  durch  Professoren  und  Andere.
1891  von  der  Juristen-Faecultät.

Jurid.149  dünnes  Pergament;  196  Bl.  zu  14:10  cm
im  XIII.  Jahrhundert  von  2  Schreibern  geschrieben:  1)  BlL.1—86  =
lib.I  und  IH;  2)  BL87—194  =  Iib.  HI—V;  kleine  blaue  und  rothe
Schnörkelbuchstaben.

Decretalium  Gregorıi  IX  libri  quingne.  Ohne  Glosse.
Die  Handschrift  ıst  benutzt  von  Friedberg  in  Corp.  Jur.  Canon.  edit.
Lipsiensis  sceunda,  ParslI;  vgl.  daselbst  p.  XL.  Oben  auf
Bl.1  steht  "A.  Anselmo’,  wohl  der  Name  eines  früheren  Besitzers.
1796  aus  der  Bibliothek  des  Professors  L.  Kulenkamp  in  Göttingen
erworben.

Jurid.150   Pergamı.  248  Bl.  zu  46:28!,;,cm   XIVJahrh.,
schöne  italienische  Schrift  am  Anfang  der  Bicher  auf  ihren
Inhalt  bezügliche  Miniaturen  in  bunten  Farben  und  Gold  (etwa
10:15cm);  am  Anfang  der  Tituli  mit  Gold  und  bunten  Farben
gemalte,  oft  Köpfe  umschliessende  Initialen  (meist  21/,:3  cm),  dazu
häufig  Figuren  und  Ranken;  am  Anfang  der  kleineren  Abschnitte
fein  ausgeführte  blaue  und  rothe  Schnörkelbuchstaben

Gregorii  IX  Deeretalium  libri  quinque  mit  der  Glosse  des
Bernardus  de  Botone,  dessen  Namen  zu  den  meisten  Glossen
hinzugefügt  ist,  und  einzelnen  Bemerkungen  einer  Jüngeren,  deutschen
Hand  (am  Schluss  von  Buch  I  steht  “Rinthfleyss’).  Auf  einem
unten  an  Bl.l  angeflickten  Stück  nennt  sich  Leonhardus  Langen
(?),  1441  in  Pavia.

1796  aus  der  Bibliothek  des  Prof.  L.  Kulenkamp  in  Göttingen
erworben.

Jurid.151  Perg.  196  Bl.  zu  40:26cem  XIV  Jalırh.

franz.  oder  ital.  Schrift  mit  rothen  und  blanen  Initialen

Deeretalium  Gregorii  IX  libri  quinque  mit  einer  Glosse,  die
einen  Auszug  aus  der  des  Bernardus  de  Botone  giebt.  Derselbe
ist  vorn  und  hinten  unvollständig,  beginnt  mit  der  Glosse  “ideo  dicit
inperator  et  eandem  causam  assumit’  zu  “similitudinem’  (etwa  Mitte
des  Prooeminm),  und  brieht  hinten  mit  Ende  von  Bl.196  mitten
im  Worte  “tradidero’  der  Glosse  zu  ec.  9  de  regul.  iur.  V  41  ab.
Dazu  viele  Bemerkungen  von  audern  Händen.

18545  aus  der  Bibliothek  des  Prof.  Frdr.  Bergmann  zu  Göttingen
gekauft.