852  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Jurid.152  Perg.  311  Bl.  zu  43:28em  XIV.  Jahrh.
in  Italien  oder  Frankreich  geschrieben,  mit  vielen  kleinen  blauen
und  rotben  Sehnörkelinitialen  und  mit  Miniaturen  (6:6  cm)  auf
Bl.226  und  248  (auf  Bl.2,  83,  153  sind  sie  ausgeschnitten);  hie
und  da  sind  leere  Stellen  mit  kleinen  Federzeichnungen  (Monstra)
gefüllt

Bl.1—307  Gregorii  IX  Decretalium  libri  V  mit  der  Glosse
des  Bernardus  de  Botone;  andere  Hände  haben  Vieles  zugesetzt,
besonders  eine  dentsche  Hand,  welche  ihre  Quelle  fast  immer  mit
Jo(annes)  An(dreae),  Bl.47  Willhelmus)  de  Monte  Lau(duno),  Bl.152
Petrus  de  Stagno  angicht.

B1.  307  b  steht  noch  der  Titel  “Ine.  Deeretales  novelle  d.  InnocentuIV’;
diese  selbst  sind  weggefallen.

Bl.305  Johannis  Andreae  Lectura  arboris  consanguinitatis  et
affinitatis  und  Bl.310  Summula  super  quarto  libro  Decretalium,  Anfang
“Christi  nomen  invocans”.

Auf  Bl.1a  stehen  von  ausländischer  Hand  Schuldnotizen  von  1360;
von  deutschen  Händen  verschiedene  Hexameter,  so  ein  Tintenrecept
(2  V.)  “Uneia  sit  galle’,  dann  “Sunt  Deeretales  bis  mille’  ete.,  endlich
eine  Notiz,  dass  am  7.  Aug.  (14)54  Johannes  Alten(?)  canon.  ececl.
S.  Crueis  Hild.  diese  Hft  um  20  flor.  rhein.  verpfändet  habe.

1845  aus  der  Bibl.  des  Prof.  Friedr.  Bergmann  in  Goettingen
erkauft.

Jurid.1593  Perg.  VII+276  Bl.  zu  401),  :271/,  cm
XIV  Jahrh.  alter  Holzband

Bl.I—VII  und  274—276  von  verschiedenen  Händen  geschrieben.
BLI,  II,  VIL  und  274—276  Canonistische  Erörterungen  und  folgende
Verse:  BI.Ib  “Summa  constituens  reseriptum’,  33  Memorialverse  über
die  Tituli  der  Deeretalen;  BLII  "Sperne  deos,  vita  periuria’  über  die
10  Gebote  (=  Petrus  de  Riga),  “"Abluo  firno  eibo’  über  die  7  Sacramente,
  “Naseitur  abluitur”  über  die  7  artieuli  fidei,  “  Visito  poto  cibo’
über  die  7  opera  misericordiae,  “Anna  tribus  Joachim’  über  biblische
Verwandtschaftsverhältnisse.   B1.III  Traetat  über  die  Beamten  des
römischen  Reiches  “Exactis  a  Romana  eivitate  regibus’  (nach  n0.3413
des  Catalogs  von  Brüssel  von  Ad.  Tribell  de  Grunig),  hinten  mit
den  Worten  “arbiter  dieitur  qui  ex  promisso’  abbrechend.
Bl.IVbD—VI  Johannis  Andreae  Arbor  consanguinitatis  et  aff.  mit
2  schlecht  gemalten  von  komischen  Figuren  umgebenen  Stammbäumen
(23:16  und  19:12'/,  em).  Nach  Schrift  und  Subseription  “Explie.
leuerwost  ...  Sla  na  merten’  ist  dies  Stück  in  Deutschland  gesehrieben.


Bl.  VIIb—273  Gregorii  IX  Decretalium  libri  V  mit  der  Glosse
des  Bernardus  de  Botone  und  einer  Reihe  von  meist  sachlichen
Bemerkungen  einer  anderen  Hand.  Rothe  und  blaue  Initialen;
im  Anfang  der  Bücher  Miniaturen  (meist  4—5:54,;  cm);  neben  dem  Text
oft  kleine  gelbe  Figuren,  besonders  Thierköpfe.

Die  Handschrift  war  nach  Bemerkungen  auf  B1.273b  und  276b
im  Besitze  Hartwiei  de  Salina  eanonici  Verdensis  et  Hamburgensis,
jremensis  dioee.,  ecelesiarum.  Der  Name  Hartwieus  de  Salina  oder
von  der  Sulte  erscheint  als  Lüneburger  Familienname  öfter  in