Jurid.376  —  385  385

gedruckt  bei  E.  Spangenberg,  Beiträge  z.  Kunde  d.  teutschen  Rechtsalterthümer
  1824  S.1—52  und  Tafel  I—IM.

Besonders  zu  bemerken:  S.13  Ara  prope  Bordisholmiam  Holsatiae
arboribus  12  quereinis  eircumsepta,  mit  Zeichnung.

S.27—61  enthalten  Abbildungen  von  Rolanden;  den  beigesetzten
Text  hat  Spangenberg  S.13—20  gedruckt,  die  Bilder  aber  nur  beschrieben.
  Leider  haben  auch  Zoepfl,  Alterthümer  d.  d.  Reichs  III,
und  Schroeder  in  “Die  Rolande  Deutschlands’  (Festschrift  z.  Feier
d.  25  jähr.  Bestehens  des  Vereins  f.  die  Geschichte  Berlins  1890)  nur
die  von  Spangenberg  gedruckten  Noten,  nicht  die  Bilder  Dreyer’s
benützt.  Es  sind  S.27  Colossus  Hamburgensis:  29—31  Lübecensis;
33—35  Bramstedii,  Vorder-  und  Rückansicht  in  Farben  mit  der
Note  “delineat.  euravit  J.  C.  H.  Dreyer’;  37  Brandenburgi;  39  Buchii;
41  Gardelegiae;  43  Halae,  2  Tuschzeichnungen,  die  eine  mit  Architeetur
  im  Hintergrund;  45—47  Haldenslebii,  2  Tuschzeichnungen;
49  Magdeburgensis;  51  Perlebergae;  53  Stendalii;  55  Wedeliensis;
57  Würtzen  und  Zerbst.  S.59  enthält  eine  34!/;  cm  hohe,  blau
und  gelb  bemalte  Zeichnung  eines  Rolandbildes,  welches  in  sehr
vielen  Stücken  dem  Hallenser  bei  Schroeder  S.155  ähnlich  ist.  8.61
enthält  zuerst  die  Note  über  den  Goettinger  Roland,  dann  über  die
Pommerschen  (Spangenberg  no.XVI  und  XVID.  Es  ist  nun
möglich,  dass  das  Bild  auf  S.59  wirklich  nur  eine  Darstellung  des
Hallenser  Rolands  ist,  wie  die  auf  S.43.  Allein  da  der  untere
Theil  des  Rockes  ganz  andern  Faltenwurf  hat  als  an  dem  Hallenser
Roland,  so  kann  es  auch  die  Abbildung  eines  jetzt  unbekannten,
dem  Hallenser  sehr  ähnlichen  Rolandes  sein.  Vielleicht  gehört  der
folgende  Titel  und  Bericht  über  den  Göttinger  Roland  zu  diesem
Bild,  welches  die  ganze  Seite  füllt;  der  Göttinger  Roland  ist  seit
1734  verschollen;  vgl.  Zoepfl  S.297.

3.69  Forma  iudieii  Lübecensis  Echt  vel  Vogtding,  grosse  Federzeichnung
  “ex  pietura  saec,  XV.  S.174  Cingulum  militare  ex
argento  inaurato,  quod  possidet  Herm.  Henr.  a  Dorne;  mit  Federzeichnung.
  8.264  Lapides  ignominiosi  suspensi  in  conclavi  iudieii
inferioris  Lubeec.,  mit  Tuschzeiehnungen.  5.271  Guillotine  nebst
Federzeiehnung.  8.383  Eine  charta  idendata  (Tidemanun  Steen’s
Urfehde,  Lübeck  1.  Dez.  1434,  wohl  gleichzeitige  Copie;  vgl.  Lübecker
Urkundenbuch  VII  585).

Jurid.3855  188  gezählte  Bl.  (Bl.11,  12,  173,  174,  180
leer)  zu  29:  21'/;  em;  Bl.  13125  zweispaltig  eeschrieben:  bis  BI.  151
rothe  Initialen  und  Capitelzahlen  von  verschiedenen  Händen
15  Jahrh.  niederdeutsch

Bl.2—125  Schwabenspiegel  (Land-  und  Lehenrecht);  sorgfältig,
wie  cs  scheint  von  einer  Hand,  geschrieben  und  dureheorrigirt
Bl.2—10  (von  späterer  Hand)  Capitula  Keyserrechtes.   Bl.14  (roth)
“Ineipit  Keyserrecht.  Prologus  van  drier  hande  werdicheit,  dar  god
den  menschen  had  to  gheschapen”,  Anfang  “llere  god  himmelsche

vader’.  Cap.  (roth)  “Van  der  sehepnisse  hemelrikes  vnde  ertrikes’
Anfang  "Got  de  schop  hemmel  vnde  erden’  (an  Lassberg’s  Ausgabe
  c—g  des  Vorworts).  Bl.15  Cap.2  Anfang  “llir  na  schal  men

horen  van  drierhanden  vrien  luden’  (bei  Lassbere  ‚  vorwort  h).