Jurid.385—387  389

Dietrich  von  Mörs  mit  Bundesgenossen  zieht  vor  Soest.  1437  an
sinte  Mattewesdaghe  to  Wilbodesen:  4  Männer  versprechen  “van  des
gsansen  kersspels  wegen  to  Meygenberg  100  Mark  byleueldescher

werynge  vnd  witte  to  betalende  tom  Blomberg”.  1437  Johan  von
Haxthusen  rechnet  mit  verschiedenen,  z.  B.  seinem  Vogte  zu  Blomberg,
  ab.

Erwähnt  wird  diese  Hs.  von  J.  F.  Runde,  Grundsätze  des  d.  Privatrechts
  $  31  Note  ce.,  Spangenberg,  Beiträge  z.  d.  d.  Rechten  des  MA.
S.85  Anm.;  Lassberg’s  Ausgabe  des  Schwabenspiegels  n0.52;  Homeyer,
  Rechtsbücher  262;  Rockinger  in  den  Wiener  Sitzungsberichten
119  (1889)  Abh.X  S.23  n0.139;  vol.  auch  Cod.  jurid.  386.

Erkauft  1807  aus  der  Büchersammlung  des  Göttinger  Professors
J.  F.  Runde,  no.341  des  Auktionskatalogs.  Die  Handschrift  stammt
aus  Paderborn.  Sie  war  dort  im  Besitz  der  Familie  von  Haxthausen
(vgl.deren  Stammbaum  bei  A.  Fahne,  Die  Dynasten  ..  von  Bocholtz  I,  2,
1859  Taf.  VD),  denn  es  finden  sich  Einträge  von  (Bl.152ff)  Henrieus
de  Haxthusen,  utriusque  juris  doctor,  1436,  (vgl.  über  ihn  Zeitschrift
f.  vaterl.  Geschichte  und  Alterth.,  18,  Münster  1857,  5.311);  (B1.125)
von  Johann  v.  Haxthusen  1437;  ferner  ist  auf  Bl.1  eingeschrieben  “yck
Yehan  van  Haxhuszen  szeylge  Cordt  son  sey  geboren  so  men  der
weynger  tal  sereyuen  wert  1514  yar’”.  Später  war  die  Hs.,  wie
die  Eintragungen  auf  Bl.2  und  178b  zeigen,  “Lib.  eoll.  soe.  Jesu
Paderborn.  a.  1610’.

Jurid.3856  2Bl.,  299  und  90  Seiten  zu  37:22  cm
18.  Jahrh.

Schwabenspiegel  (Land-  und  S.294  Lehenrecht).  Nicderdeutsch.
  Sehr  sorgfältige  Abschrift  von  BJ.  14  bis  125a  des
Göttinger  Cod.  Jurid.  385.  S.1—23  scheinen  von  J.  Fr.  Runde  geschrieben
  zu  sein;  auf  diesen  Seiten  finden  sich  einige  Bemerkungen
zum  Texte,  sonst  ist  die  zweite  Spalte  jeder  Seite  stets  unbeschrieben
geblieben.

Der  Abschrift  voran  (Bl.1  und  2)  gehen  Bemerkungen  von  der
Hand  J.  Fr.  Runde’s  über  den  Göttinger  God.  Jurid.  385.  Erwähnt
wird  diese  Hs.  von  Rockinger  in  den  Wiener  Sitzungsberichten  119
(1889)  Abh.X  8.23  unter  n0.140.

Erkauft  1807  aus  der  Büchersammlung  des  Göttinger  Professors
J.  Fr.  Runde,  n0.342  des  Auktionskatalogs.

Jurid.387   151Bl.  zu  38:28  em;  zweispaltig  mit  kräftiger
  und  grosser  Schrift  geschrieben,  die  Glosse  mit  kleinerer  Schrift
als  der  Text:  rothe  Initialen  und  Überschriften:  breite  Ränder
15.  Jahrh.  mitteldentsch

Weichbild;  gewöhnliche  Form  des  deutschen  Textes  (vgl.  Homeyer,
  Rechtsbiücher  S.28)  in  135  Artikeln  mit  der  Glosse  nach
jedem  Artikel.

Anfang  BL1  °Nw  horet  vnde  vornemet  von  des  rechtis  hegyn’;
Anfang  der  Glosse  Bl.2b  “Recht  ist  eyn  stetir  wille  vnde  ewig’
Bl.14  Art.6  “Wollet  yr  horen  vnde  vornemen  so  wil  ich  uch“  sarcn
von  deme  begyn  wiehbilde  rechtis’.  Bl.Alb  Art.16  “lToret  vnde
vornemt  wy  sich  das  ding  begyunet’;  Bl.148b  Art.135  "Czuht  sich