390  Gocttingen,  Universitäts  -  Bibliothek

eyn  man’,  Glosa  "Synt  man  denne’  mit  dem  Judeneide  und  dem
Privilegium;  Schluss  Bl.149b  “unsers  heiligen  vaters  Benedicti.
Amen’.  Bl.150  “Hie  hebit  sich  an  das  registrum  obir  das  wichbilde’,
  alphabetisch.  Der  Text  des  Weichbildes  stimmt  fast
wörtlich  überein  mit  dem  im  den  Rechtsdenkmälern  des  deutschen
Mittelalters  hsg.  von  A.  v.  Daniels  ..  I  1858  S.65ff  gedruckten,  nur
sind  in  diesem  Drucke  der  Judeneid  (S.174  als  Art.136)  und  das
Privileg  (5.175)  an  andrer  Stelle  eingeschaltet  (vgl.  8.438).  Am
Rande  sind  im  Anfange  des  16.  Jahrhunderts  hin  und  wieder  Bemerkungen
  zugefügt.

Bl.151b  (von  anderer  Hand,  wohl  Anfang  des  16.  Jahrhunderts)
"Bremiarium  deeretalium  perutile  ineipit  liber  primus.  Rex  paeificus
  ..  De  summa  trinitate  et  fide  catholica.  Firmiter  eredimus.  .,
reicht  nur  bis  zum  Anfange  von  Tit.6  des  ersten  Buchs  der  Deeretalen
  (vgl.  Cod.  Bruxellensis  8622?).

Erwähnt  wird  diese  Hs.  von  Runde,  Grundsätze  d.d.  Privatrechts
537  Note  e;  dann  von  Homeyer,  Rechtsbücher,  1856,  n0.263.

Gekauft  1791  von  Studiosus  Franz  in  Göttingen.  Auf  einem
Vorsetzblatte  steht  “Franz  Schleiza-Variscus  1789’.

Jurid.388  243  Bl.  (Bl.1  und  243  Perg.)  zu  281/,:20cm;
breite  Ränder  und  grosser  Zwischenraum  zwischen  den  einzelnen
Capiteln;  schwarze  Überschriften  und  Capitelzahlen;  abwechselnd
rothe  und  blaue  Initialen;  Bl.3,  35,  134b,  189b  mehrfarbige,  grössere
Initialen  (6:6  oder  5:5cm)  mit  Randleisten  15.  Jahrh.  Kölnischer
Dialekt  moderner  Einband

Schwabenspiegel  (Land-  und  Lehenrecht),  in  530  vom  Schreiber
durchgezählten  Capiteln;  Bl.3—241  sind  von  ein  und  derselben  Hand
seschrieben.

Bl.2b  von  2  verschiedenen  Händen:  “Dyt  is  dat  Keyser  recht
jnd  dat  lehen  recht  mit  der  glosen’;  dann  (auf  Bl.3  bezüglich)
“Uysser  dyeser  tayffellen  off  der  gelijeh  mach  eyn  ycelich  verstendlich
man  leren  bynnen  veyr  off  sess  vren  gedenken  vnuergessenclichen
allet  dat  hey  vysser  duyschen  boechen  gelesen  hait  vnd  vynden
eyn  yecliche  materien  vnuertzochlichen  aller  duyscher  boecher  dye
alsust  getaiffelt  synt”.  Bl.3  Alphabetisches  Register  mit  Hinweis
auf  die  Capitelzahl;  Anfang  “Acker  vreemden  buwen  218  et  285,
Schluss  B1.34  “Zibbetzaile  off  maighschaifft  4°.  Bl.35  Landrecht
(regelmässige  Form,  vgl.  Homever,  Rechtsbücher  5.42),  Vorwort
“Here  got  hemelsche  nader”  (in  Lassberg’s  Ausgabe  Vorwort  a—g),
B1.37  1  Van  vryen  edelen  lueden’  (Lassb.  Vorw.  h),  “2  Van  vaitz
gedijnge’  (Lassb.  1  ab);  Bl.134  "226  Van  verdiendem  geilde’  (Lassb.
219),  dann  “Hie  uolget  dat  edele  boich  van  läntreichte’,  Bl.134b
"227  So  eyn  kint  sijne  iair  tzaill  beheildet”  (L.  220),  der  Artikel
beginnt  mit  grosser  Initiale;  B1.185  “376  Wie  der  vrij  eygen  wirt’
(L.  376),  °377  Dit  is  van  der  e  wat  die  behalden  maigh’  (L.  377  UI),
Bl.188b  ‘378  Dit  is  wie  vnelijche  kijnt  elich  werdent’  (L.  377).
Bl.189  “Hie  wolget  dat  Leenreicht  Boich’,  Anfang  Bl.189b  "379
Swie  leenreicht  kennen  wijlt  die  sall  nolgen  dis  boichs  lere’;  Bl.240
"528  Van  geleide’;  Bl.241  ‘529  Van  burgermeistern’;  "530  Hie  hait
dit  leen  boich  eyn  ende...  der  hillige  geist.  Nu  spreichet  alle