Jurid.388—389  391

amen  amen.  laudetur  deus  qui  trinus  est  et  unus.  Amen”.  In
der  Capiteleintheilung  des  Lehnrechts  steht  unter  den  von  Lassberg
verglichenen  Handschriften  die  Telbanger  Hs.  der  vorliegenden  am
nächsten  (vgl.  S.248  seiner  Ausgabe).

Erwähnt  wird  diese  Hs.  bei  Homeyer,  Rechtsbiicher  (1856)  no.  264;
Rockinger  in  den  Wiener  SB.  119  (1889)  Abh.X  8.23  no.141.

Geschenkt  1783  von  Frane.  Sales.  L.  B.  de  Weiehs.  Auf  BI.2
ist  von  früheren  Besitzern  eingeschrieben  “Sum  Hermanni  ab  Inden’;
“Ex  donatione  domini  de  Oitmann  Coloniensis  me  suis  annumerat
Franc.  Sales.  L.  B.  d.  Weiehs.  Offieialis  Osnabrugensis  1780".
Auf  Bl.1  und  243  ist  eine  Hausmarke  eingezeichnet;  dieselbe  ist
bei  Homeyer,  die  deutschen  Haus-  und  Hofmarken  (1870)  S.264,
unrichtig  abgebildet.

Jurid.389  182Bl.  zu  291/,:21  cm;  zweispaltig  beschrieben;
rothe  Initialen;  rothe  Uberschriften,  denen  stets  dieselben  Worte  in
kleinerer  schwarzer  Schrift  vorausgehen  nach  Bl.65  sind  6  Bl.
und  eine  ganze  Lage  (=  Art.  167,  Lassb.  161  bis  Art.209,  Lassb.  203)
ausgerissen;  nach  Bl.174  fehlen  ebenfalls  mehrere  Blätter  (=  Artikel
B.13,  Lassb.  121,  bis  B.  31,  Lassb.  146)  15.  Jahrh.  mitteldeutsch
  alter  brauner  Lederband

Schwabenspiegel  (Land-  und  Lehenrecht),  von  einer  Hand
geschrieben.  .

Bl.1  Register  der  Überschriften  mit  Angabe  der  Capitelzahıl.
Bl.?7  Landrecht,  regelmässige  Form  (vgl.  Homeyer,  Rechtsbücher
3.42),  368  Capitcl.  Anfang  “Herre  got  heymelischer  vater’;  Bl.85b
“264  Dit  ist  der  Juden  eyt’  (L.  263);  auf  Bl.86a  steht  durchstrichen
derselbe  Text,  wie  auf  81b;  BIl.87a  ein  anderer  Judeneid  mit  der
Überschrift  “265  Etzwo  git  man  en  desen  eyt,  eztwo  git  man  en  den
darnach’;  B1.121b  ‘365  Wye  der  vrye  wider  eygen  wirt’  (L.  376),
‘366  Daz  ist  von  der  e’  (L.  377  DM);  Bl.129  “367  Wye  die  vnelichen
kint  elich  werdent’”  (L.  377);  Bl.129b  "368  Dit  ist  ouch  eyn  iuden
eit  vnde  der  ist  der  beste  den  sie  sullen  sweren  .  .,  ziemlich  übereinstimmend
  mit  264  auf  Bl.85b.  B1.130b  “IHie  endit  sich  dat
lantrecht’.  Bl.130b  “Hye  hebit  sich  das  lehenrecht.  Der  lenrecht
wolle  konnen  .  ..  Bl.165  Art.  ‘A.100  Von  vluchtsal’  (L.  106a);
dann  wird  weiter  gezählt  “B.1  Von  vnrechter  gewere’;  BI1.177b
"B.41  Von  burgmeisters  lehene’  (L.154);  Bl.175  “B.42  Hye  han
die  lenrecht  eyn  ende’  (L.  159).  Bl.17Sb  °B.  43  Hye  heben  sich
an  der  keyser  gesctze’,  Bl.180  “B.  44  Von  selbgerichte’;  diese  beiden
Artikel  sind  ein  Auszug  aus  der  deutschen  Übersetzung  von
Friedrich’s  II  Landfriedensurkunde  vom  Jahre  1235,  welche  gedruckt
ist  in  Tloefer’s  Zeitschrift  ££.  Archivkunde  .  .  I,  1835,  5.204.

Auf  dem  vordern  Deckel  sind  aufgeklebt:  1)  ein  Bruchstück,
17  cm  hoch,  29  em  breit,  mit  den  22  ersten  am  Schluss  verstümmelten
Zeilen  einer  Papsturkunde  (Johann  XXIT  absolvirt  Rath  und  Stadt
Magdeburg  wegen  Ermordung  des  Erzbischofs  Burchard,  Avignon
1551  Juni  30),  welche  aus  den  Vatikanischen  Registern  vollständig
gedruckt  ist  in  Geschichtsquellen  der  Pr.  Sachsen  .  .  21  (1886)
S,  263.  2)  Bruchstück,  9/,  cm  hoch  und  20  em  breit,  mit  den
10  Schlusszeilen  einer  niederdeutschen  Urkunde,  in  welcher  “borghere