392  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

to  Helmestede’  erwähnt  werden,  datirt  1352;  auf  der  Rückseite  sind
Noten  mit  liturgischem  Text  geschrieben.  |

Erwähnt  wird  die  Hs.  bei  Homeyer,  Rechtsbücher  1856  no.265;
Rockinger  in  den  Wiener  Sitzungsber.  119  (1889)  Abh.X  S.24
no.142.

Jurid.390  190  Bl.zu311/,:22  cm,  zweispaltig  beschrieben  ;
rothe  Initalen,  Überschriften  und  (Bl.11—187)  Blattzahlen;  ohne
Capitelzählung  15.  Jahrh.  oberdentsch

Schwabenspiegel.

Bl.1  Register  zum  Land-  und  Lehenrecht  (mit  Hinweis  auf  die
Blattzahl).  Bl.11  Landrecht;  nach  einer  Zählung  von  moderner
Hand  361  Capitel.  Der  Text  bietet  die  erweiterte  Form  (vgl.  Homeyer,
  Rechtsbücher  S.43—44).  Anfang  “Herre  got  himelscher
vatter”,  Schluss  Bl.135  “im  niementz  div  e  kinde  wol  mit  rechte.
Amen.  (roth:)  Deo  gracias.  Hie  nach  vachet  sich  an  das  Lechen
recht  buoch”.  Bl.135b  Lehenrecht.  Nach  moderner  Zählung  155
Capitel;  die  Capitelabtheilung  stimmt  mit  der  Zürcher  Hs.  (vgl.  Lassberg’s
  Ausgabe  8.248).  Anfang  “Wer  lechen  recht  kunnen  welle’,
Schluss  B1.188  “da  sich  lib  vnd  sele  schaiden.  Amen.  Deo  gratias,
(roth:)  Hye  hat  disz  lechenrecht  Buoch  ain  ende,  das  vns  got  allen
vnsern  kummer  wende.  Martinus  Rauenspurger  scriptor  in  Kircheim
Amen’.  Dieser  Ort  war  nicht  genauer  zu  bestimmen;  der  Dialekt  der
Hs.  ist  schwäbisch.  Von  einer  Hand,  die  einiges  im  Texte  verbessert
  hat,  sind  Zusätze  an  den  Rändern  hinzugefügt,  besonders  im
Anfange  des  Landrechts.

B1.189  (von  andrer  Hand)  “Von  zehenden’;  “Von  mulin’;  Bl.189b
“Wie  man  hofe  verlihen  sol’;  diese  drei  Stücke  (vgl.  Rockinger,
Wiener  Sitzungsber.  119  Abh.X  S.25)  sind  aus  dieser  Hs.  gedruckt
in  “Des  richtes  stig’  hsg.  v.  F.W.  Unger  1847  S.107—111.  Die
Hs.  wird  erwähnt  Homeyer,  Rechtsbücher  (1856)  n0.266;  Rockinger
in  den  Wiener  Sitzungsberichten  119  (1889)  Abh.X  S.24  n0.143.

Geschenkt  1798  vom  Hof-Canzler  A.  J.  Ittner  in  Heitersheim  im
Breisgau.

Jurid.391.  167  Bl.  zu  31Y,:21cm,  meist  rothe  Überschriften;
  Initialen  fehlen  fast  überall  1474

Reichhaltige  Sammelhandschrift,  von  einer  Hand  geschrieben.
Oberdeutsch.  ,

Bl.1  Schwäbisches  Landrecht,  beginnt  ohne  Überschrift  mit
der  Vorrede  “Herre  got  himlischer  vater’,  dann  Cap.l  bis  380;
ddas  letzte  Capitel  (Bl.72)  “Do  der  almechtig  got...  (Bl.74)  von  ir
gescheiden  (vgl.  Homeyer,  Rechtsbücher  1856  S.43  unter  c.)  etc.
(roth:)  Et  sie  est  finis  huius  libri”.  Bl.75  Schwäbisches  Lehnrecht,
(roth’)  “Das  ist  von  lehenrecht’;  Anfang  "Were  lehenrecht  kunen
wil  ..  2,  Schluss  (Bl.92b)  “sele  schaiden.  Das  verleyh  vns  .  .  got.
Amen  subleuamen  amen.  Et  sic  est  finis  am  dornstag  nach  oculi
ınei  im  Ixxilij.  (roth:)  Hie  hat  das  lehenpuch  ein  ende’.  Die  einzelnen
  Capitel  sind  nicht  gezählt;  im  ersten  Capitel  “vnd  zelt  man
intzund  i1j°  jar  vnd  inn  dem  XVII  jar’;  die  Reihenfolge  von  Art.7
und  8  wie  in  Lassberg’s  Ausgabe;  Cap.155—158  der  Lassberg’schen