Jurid.390—  391  393

Ausgabe  fehlen  in  der  Hs.  (vgl.  Homeyer,  Rechtsbücher  1856  8.51).
Bl.93  Der  Richtsteig  J,andrechts,  Anfang  "Sint  das  ein  gericht  .  .,
Schluss  (Bl.114)  “verkeren.  Got  der  ‘da  ist..  Amen.  Actum  Ixxii1j?”.
Gedruckt  nach  dieser  Hs.  in  “Des  richtes  stig  .  "he.  v.  F.  W.  Unger
1847  8.8—105  mit  Schriftprobe.  Bl.114  Gedächtnisregeln
“Herschilde  sein  .  ”,  gedr.  in  “Der  Riclitsteig  Landrechts’  hsg.  von
Homeyer  1857  8.11.  Uber  Erbe,  ein  Capitel  aus  den  sächsischen
Distinetionen  (I,  7  der  Ausgabe  von  Ortloff).  Am  Schluss  (Bl.114b)
Et  sic  est  finis  per  me  walthisar  von  der  wage  et  finitus  est  iste
liber  feria  4ta  post  judica  Ixxiiij®.  Also  hat.  .’;  diese  Unterschrift
findet  sich  facsimilirt  S.105  der  Unger’schen  Ausgabe.

Erwähnt  ist  der  juristische  Inhalt  dieser  Hs.,  ausser  in  den  unten
genannten  Büchern,  von  Lassberg  vor  seiner  Ausgabe  des  Schwabenspiegels
  (1840)  no.  137  und  Homeyer,  Rechtsbücher  no.267.

Bl.115  ‘Wiltu  guten  wein  machen’,  41  Recepte  für  Verbesserung
  des  Weins;  Anfang  “Wirdet  dir  ein  wein  saiger  .  .,
dann  (Bl.117b)  4  Recepte  für  Kräuterweine  (Salwey-,  Wermut-,
Peypas(Artemisia)-  und  Allantwein),  (Bl.118)  3  Recepte  für  Verbesserung
  von  Wein  “der  zehe  ist”  und  Weigselwein  zumachen.
Bl.118b  Latwergen  zu  machen,  3  Recepte,  Anfang  “Weichsel  latwergen
  zumachen.  Sewd  weichsel  als  vil  dich  selust..  .'.  Bl.119
‘Pawm  peltzen  vnd  der  pawm  gebrechen’,  Anfang  “Man  sol  mercken
vnd  erkennen  einen  sichtum  ..  den  krebs  ..  .,  vgl.  Cod.  Vindob.  2953
(Hoffmann  n0.366)  Bl.236  und  Cod.  Palat.  Germ.  644  (Bartsch  no.300)
Bl.174a;  Bl.120b  “Mancherley  site  vnd  gewonheit  ist  auff  peltzen.
Der  erst  site  ist.  ’,  vgl.  J.  Haupt,  S.562;  Bl.121b  verschiedene  Vorschriften
  über  das  Pfropfen  bestimmter  Bäume;  BIl.123b  leer.
Diese  Abschnitte  sind  der  deutschen  Bearbeitung  von  Gotfrieds  von
Franken  Palladius  entnommen,  vgl.  J.  Haupt  in  den  Wiener  Sitzungsberichten
  71  (1872)  8.552ff;  dort  bildet  der  Abschnitt,  der  hier
Bl.119ff  steht,  den  Anfang  wel.  Haupt  S.552.  562)  und  die  Behandlung
  des  Weines  folgt  nach,  jedoch  in  völlig  andrer  Ordnung
(Haupt  S.  J54ff).

Bl.124  Deutsche  Übersetzung  von  dem  Arzneibuch  des  Bartholomaeus
  (Introductiones  et  experimenta  Bartholomaei  magistri  in
practicam  Hippocratis,  Galicni,  Constantini,  Graecorum  medicorum’).
Die  Orduung  des  Werkes  weicht  stark  ab  sowohl  von  Pfeiffer’s’  Abdruck
  in  den  SBer.  d.  Wiener  Akad.  42,  1863,  S.127ff,  als  von  den
Handschriften,  die  J.  Haupt  in  seinem  Aufsatze  “Ueber  das  md.
Arzneibuch  des  Meisters  Bartlıolomaeus’  in  den  Wiener  Sitzungsb.
71  (1872)  8.451  bespricht.  Bl.124  Anfang  “(Djietzt  puch  hat
geticcht  ein  maister  mit  namen  Bartholomeus,  das  nam  er  zu  kriechen
ausz  einem  puch  das  heisszet  practica,  das  ist  in  teutsch  geticcht
mit  denselben  wortten  als  er  Bartliolomeus  au  seinen  puch  hat  gesetzt.
  .,  dann  von  den  Elementen  und  von  der  Untersuchung  des
Harns,  Schluss:  “hat  vil  poser  hitze  an  ir’  (Pfeiffer  a.  a.  O.  127,  11
bis  131  ‚21);  Bl.125  "Von  der  tugend  des  krauts  verbena  genant,
wie  man  die  graben  sol’  und  "Nun  soltu  mer  cken  was  krafit  die  wurtze
hat’  (Pfeiffer  150,  4—  151,  7;  vgl.  auch  Cod.  Pal.  Ger.  169  Bl.  157,
bei  Bartsch  10.107);  B1.125  “Pur  den  siechen  menschen’  (Pfeiffer
155,  24—28);  “Ob  ein  fraw  perhaft  sey.  .;  “Fur  den  siechtum  in