394  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

der  seiten’  (Pfeiffer  137,  18—20);  ‘Fur  die  sucht  der  zende’  (Pf.
139,  33—  140,  2);  So  ein  weipp  swanger  werde’;  “Wenn  sich  ein
mensch  verprennet’  (Pf.  158,  24—26);  “Wer  das  antlutze  schon  wil
machen”  (Pf.  137,  15—16);  "Ob  ein  wunder  sol  sterben’  (Pf.  143,
19—22);  (Bl.126)  “Wer  ein  veint  hat’  (Pf.  148,  10—16);  u.  s.  w.

Die  Recepte  folgen  sich  ohne  erkennbare  Ordnung.  Der  Artikel
Bl.127  "Von  dem  geiern’  Anf.:  “Galienus  sait  das  der  kanig  Orestes..
Jeronimus  der  heilig  man...  (Pfeiffer  156,  5ff  und  154,  24)  ist  sehr
gekürzt;  darauf  folgen  Bl.123  weitere  Recepte,  Kunststücke  und
Beschwörungen  (meist  mit  lateinischen  Formeln),  welche  in  Pfeiffer’s
Texte  zum  grossen  Theile  fehlen;  z.  B.  Bl.133b  “fur  den  riten  ...
Do  unser  h.  J.  Ch.  satzt  sein  fuesz  au  das  heilig  fran  kreutz  .  .,
Bl.134a  “Wer  verbenam  wil  graben  Pax  tecum.  O  nobilis  verbena..',
  Bl.134b  "ad  amorem.  Wann  ein  man  und  ein  weib  ubel
mit  einander  leben.  ;  Schluss  Bl.134b  “Wiltu  den  pfeil  zihen  so
sprich  ..  ave  Maria  gratia  plena  dominus’.

Bl.134b  (roth:)  “Die  künst  Geomancia  ist  irdisch  etc’,  Anf,
Bl.135a  “Die  kunst  die  hienach  geschrieben  stet  die  heisszt  Gramancia’;
  schliesst  schon  nach  den  beiden  Zeichen  des  ersten  Planeten,
  des  Mondes;  Schluss:  “Das  ist  die  ander  figur  des  monds..
wandelpar  vnd  vnstet  als  der  man  ete..

Bl.137b  (roth:)  “Aristotiles  der  mayster  lert  vns  ein  gute
ertzney’,  nach  J.  Haupt  a.  a.  O.  S.514  aus  des  Pseudo-Aristoteles
Secreta  secretorum  übersetzt,  vgl.  auch  W.  Toischer,  Die  altd.
Bearbeitungen  der  Pseudo-Aristotelischen  Secreta-Seceretorum,  Progr.
Prag  1884,  Anf.:  “Das  ist  die  haimlich  kunst  ...  des  .  .  Aristoteles
die  er  dem  konig  Allexandro  sant  .  .  diese  kunst  pracht  maister
Johannes  von  Hysponyen  von  krichischen  jn  arabischen  landen  vnd
sant  sie  dem  konig  von  hysponyen  vnd  heisszet  diesz  puch  .  .  die
taugen  Aristotilis  .  .  Allexander  seint  der  menschen  leib  ist  zerprechenlich
  ...  So  du  des  morgenst  von  dem  pett  auffstest..  ;  Bl.138b
über  das  Verhalten  in  den  4  Jahreszeiten;  Schluss  Bl.139b  "so  hastu
ein  gesunden  leib.  (roth:)  Das  ist..  das  puch  das  Aristotiles  sand...
Allexandro’.,   Darnach  2  reimende  Hexameter  “Feniculum  verbena..
acuta”.

Bl.139b  (roth:)  “Hie  hebt  sich  an,  wie  du  dich  halten  salt  jn
einem  itlichen  monad  .  .’;  Anfang  “In  Januario  haiszt  zw  deutsch  der
Jener  magstu  nuchteren  trincken  ein  trünck  guts  weins  .  ,  Schluss
‘so  bleibstu  lang  gesünt”.  Der  Text  ist  völlig  verschieden  von  den
Texten  des  “Ypocras’  oder  der  Lehre  von  den  12  Monaten,  die  J.  Haupt
a.  a.  ©.  S.507  anführt;  hauptsächlich  giebt  er  eine  deutsche  Bearbeitung
  der  lat.  Hexameter  “In  Jano  claris’,  die  gedruckt  sind
7.  B.  in  Albertus  Magnus  de  virtut.  herbarum  .  .  lapidum,  Antw.
s.  a.,  als  “regimen  sanitatis  per  eireulum  anni”.

Bl.141  (roth:)  “"Nün  soltu  horen  von  einem  itlichen  tag  im
monad’;  Anfang  “So  der  mond  new  wirt  an  dem  ersten  tag’,  Schluss
"So  der  mon  30  tag  alt  wird  .  .  das  wirt  selig”.

Bl.143  (roth:)  “Nün  merck  hie  welcher  puchstab  Cristag  witt,
wie  es  darnach  wittert.  .;  Anfang  “Ir  sollt  wiessen,  so  der  cristag
gefelt  an  den  suntag  ..  .,  Schluss  “die  vogel  sterbent  sere’;  ähnlicher

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