Jurid.391  395

Anfang  im  Cod.  Pal.  Germ.  226  BI.98b  (Bartsch  122)  als  “Esdras
wissagunge’.

Bl.143b  (roth:)  “Was  das  donernn  bedewt  in  itlichem  monad’;
Anfang  “Die  nieister  sprechent  in  welchem  mond  es  von  ersten  donert,
das  cs  etwas  bedeut’,  Schluss  Bl.144  “in  allen  landen’;  vgl.  Cod.
Pal.  Germ.  226  (Bartsch  122)  Bl.51b?.

Bl.144  “Nun  merck  hie  die  krafft  der  kreütter  vnd  wie  sie  heisszen,
vnd  wie  du  sie  beraiten  vnnd  nützen  solt  zw  dem  leib,  vad  zw  welcher
zeit  sie  kraft  haben’;  es  ist  eine  deutsche  Bearbeitung  des  Macer
Floridus  mit  sehr  abweichender  Reihenfolge  und  manchen  Zusätzen.
Anfang  “Wer  die  natur  der  wurez  und  kreutter  erkennen  wil..  in  der
werlt  ist’,  vgl.  Haupt  a.  a.  O.  S.530;  dann  “Artemisia  haisszt  peipos
vnd  ist  ein  muter  aller  würtz,  darumb  wil  ich  .  ,  vgl.  Haupt  a.  a.  ©.
S.535;  die  letzten  3  Pflanzen  sind  Cubebe,  Cardamomum,  Cyminum.
Schluss  Bl.149b  “Wiltu  dem  menschen  hellffen  und  rat  geben  ausz
diesem  puch  .  .  also  richt  dich  nach  den  dingen’.

Bl.149b  Recepte  (meist  Beschwörungen),  zum  Theil  gegen  Krankheiten
  der  Pferde,  ferner  gegen  Zahnschmerz,  Fieber;  einzelne
dieser  Recepte  sind  lateinisch,  z.  B.  Bl.150  Ut  duo  odiose  vivant
‘Aceipe  cotti  lanam’;  dann  BI1.150  Mittel  zur  Verbesserung  des
Weins,  Bereitung  von  Seife  und  BI.151  verscluedener  Farben;
allerlei  Kunststücke  z.  B.  Bl.150  “das  ein  vingerlein  aus  dem
fewer  springt’,  Bl.152  ein  wasser,  “das  man  des  nachts  gesiecht
wann  man  es  in  ein  lampen  tut’,  “ein  liecht  ...  als  ob  die  stuben
silbrein  sey’  (in  etwas  andrer  Fassung  schon  oben  Bl1.132)  u.  s.  w.

Bl.153  (roth:)  “Von  natur  und  tugent  der  stein’,  deutsche  Verse,
deren  Bau  und  Reim  vielfach  stark  gestört  ist,  Anfang  "Welch  man
einen  stain  hat’.  Es  ist  der  Abschnitt  von  den  “ergrabenen’  Steinen
aus  Volmar’s  Steinbuch  (hsg.  von  H.  Lambel  1877,  Vers  791—924,
951—92,  995  —98).

Bl.153b  °“..  von  der  mynn,  wie  man  ir  pflegen  sulle.  Der
heidnisch  maister  Auicenna  .  .’

Bl.154  “Wiltu  pawm  peltzen  der  frucht  nicht  kern  tragen  .  ..

Bl.154b  Reisesegen  "Caspar  me  ducat”.

Bl.154b  (roth:)  “Ein  ander  puch  .  .  das  hat  pestett  meister
Yppocras  vnd  meister  Galienus’,  Arzneien  für  einzelne  Körpertheile;
zuerst  (rotlı:)  “Von  dem  oberntail  des  menschen,  das  ist  das  haupt’,
Anfang  “Wiltu  ein  swartz  har  gewynnen’;  dann  (roth:)  “Von  dem
haupt  wie  man  dem  helffen  sulle  .  ’,  Anfang  “Item  knoblach  gesotten’;
zuletzt  Bl.158  “eyn  ertzney  von  den  lenden’.  B1.159  Arzneien
gegen  einzelne  Krankheiten:  Bluten  (mehrere  Segen),  “ruer’,  “feich’,
“giecht?.  B1.160  Vom  Salbei,  Anfang  “Das  sind  die  edlenn  vnd
guten  tugent  des  edlenn  krauts  saluay  .  ..  Vgl.  mit  der  Anordnung
  dieser  Stücke  die  des  Cod.  Vindob.  2524  bei  Haupt,  Wiener
8.B.  71  8.466—68  und  8.459.

B1.160  4  Wundsegen  (mit  dem  ersten  vgl.  Mone’s  Anzeiger  f.  Kunde
d.  d.  Vorz.  VL,  1837,  459  n0.3;  der  zweite  auch  im  Cod.  Palat.  255,  bei
Bartsch  126,  B1.403),;,  dann  “fur  den  stümmen’;  Bl.161  Wnndsegen
(bein  Ausziehen  des  Pfeils).

Bl.161  (roth:)  “Wer  rosz  ertznei  leren  wolle  das  vindet  man  in
diesem  puch  das  hat  gemacht  meister  Albrecht  des  keisers