596  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

(Friedrich  III)  smid,  wann  cr  es  versucht  hat’;  Anfang  “Item  welchs
ross  ein  siechs  haubt  hat.  ?,  Schluss  (Bl.167b)  “Welhs  ros  nit
gestallen  mag  ..  so  wirt  es  gesunt.  Item  der  verbenam  ...  das
hab  ich  pewert  zw  Venedig  ete”.  Von  den  Drucken  unterscheidet
sich  diese  Schrift  vor  allem  durch  die  veränderte  Ordnung;  ausserdem
  fehlen  in  den  Drucken  die  zahlreichen  Segensformeln.

Bl.167b  (rotlı:)  “Hie  lert  maister  yppocras  die  tugent  von  dem
aichen  mistell”?  (vgl.  Cod.  Pal.  Germ.  226,  Bartsch  122,  Bl.161a?);
Anfang  "Die  erst  tugent  .  .‘,  Schluss.  ‘hilfft  fur  den  aussatzt  ete.  Et
sic  est  finis  actum  am  freitag  nach  cantate  Ixxilij?.

Gekauft  1767  aus  der  Auktion  des  Fr.  C.  Conradi  in  Helmstedt,
vgl.  die  Beschreibung  in  dem  Auktionskataloge  Bd.II  S.  74—78
(no.  7872).  Früher  war  die  Hs.  im  Besitze  des  Hofraths  G.  P.
Steltzer  in  Bayreuth,  vgl.  B.  G.  Struvü  historia  juris...  (1718)  S.  492
Anm.  und  Homeyer,  Rechtsbücher  (1856)  10.631;  Rockinger,  Wiener
SB.  119  (1889)  Abh.  X  8.25  no.  144.

Jurid.392  150  Bl.  zu  301%  :20em  14.Jahrh.  nicht
rubrieirt  alter  Lederband  mit  Holzdeckel

Sachsenspiegel  (Landrecht)  mit  Glosse.  Niederdeutsch.

Bl.1  “Ineipit  registrum.  Van  twen  swerden  de  ghod  up  ertrike
let’,  über  die  drei  Bücher,  jedoch  wegen  Mangels  an  Raum  nur  bis
II,  47.  Bl.4b  (Prolog)  "Des  heylighen  gheystes  minne  .  .,  dann
(Textus  prologi)  “Ghod  de  dar  is  beghin’  mit  der  Glosse  des  Johann
von  Buch  ‘Hir  heued  her  Eycke  an  do  he  in  dat  dudesche  brachte
dat  privilegium  .  .,  die  nur  im  Anfang  und  im  Ende  der  Hft  dem
Text  zur  Seite  steht,  während  meistens  jedem  Artikel  seine  Glosse
folgt.  Bl.6  Buch  I  “Tiwei  swerd..  .  (64  Artikel).  Bl.43b  “Registrum
  libri  seenndi’,  hier  nur  bis  Cap.  46;  Bl.45  “Liber  secundus’
(70  Artikel).  Bl.87b  “IIır  beghind  des  dridden  bokes  registrum’,
an  dessen  Schluss  “Hir  aghtene  in  disseme  dridden  boke  sind  XU
artickel  vnd  ore  glosen  nicht;  dar  vmme  stan  se  ok  hir  nicht  in
deme  registro’;  B1l.89  “Liber  tereius’  (71  Artikel,  im  Register  70);
Bl.137  steht  die  Glosse  des  letzten  Artikels,  der  Artikel  selbst
fehlt.

Bl.137b  Erklärung  der  gebräuchlichen  Abkürzungen  in  den  Rubriken
  der  Handschriften;  dann  6  gereimte  Hexameter  “Presbyter
attente  capias  hee  docmata  mente’  (Lebensregeln).  |

Bl.138-——149  (auf  anderm  Papier  und  von  jüngerer  Hand):
Bl.138  Art.  ”—13  aus  dem  ersten  Buche  des  Sachsenspiegels  (die
oben  zwischen  Art.6  und  7  fehlen);  Art.  ”—11  mit  Glosse.  BI1.146
Art.82—91  aus  dem  dritten  Buche,  davon  85—88  mit  Glosse,  bei
den  übrigen  Artikeln  (ausser  bei  91)  ist  bemerkt  “Glosam  super  isto
non  vidi’,  oder  “"Glosa  super  isto  nihil  dieit’.

Bl.137b  und  150b  Federproben:  Zeichnung  einer  Sphinx?,  einer
Burg  und  eines  Ungethüms  (ähnlich  wie  der  “Cocodrillus’  in  Joh.
Montevilla,  der  wytfarende  Ritter  1501  Bl.  H5.).

Von  späterer  Hand  sind  überall  lateinische  Inhaltsangaben  beigeschrieben.


Die  Handschrift  ist  von  Homeyer  in  der  3.  Ausgabe  des  Sachsenspiegels
  (1861)  benutzt  mit  der  Bezeichnung  Cy  (vgl.  S.34).  Früher