598  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

Bl.75b  “Registrum  lehnrechts’”.   B1.78  “Nota.  welch  bischoff’,  gedr.
Senkenberg,  Corpus  juris  feudalis  Germaniei  8.218  Art.  87.  Bl.78b
“Colleeta  aus  dem  Richtstige  ober  das  lehnrecht’,  vgl.  Zepernick
S.485.   B1.79b  “Forma  schulde  obir  eyne  berichte  sache  zumachen’;
erwähnt  werden  die  "Scheppin  zceu  der  Mitweyde’,  Anfang  “Ich  Hanns
Schouberg  schuldige  den  gnanten  M.  ..  Bl.80b  “Rugen’,  Anfang
“Ap  ein  mensche  das  ander  sulle  rugen  .  .‘,  dann  "Der  gerugete  mag
deme  der  ohn  mit  falschheit  geruget  hat...   BlI.81b  “Wucher  ist
ap  eyn  man  mehr  jnnympt”.  Bl.82  “Privilegium  invalidum.  Du
salt  wissen  das  14  stucke  sint’;  dann  (lat.)  "Instrumentum  et  privilegium
  suspeetum  est  propter  scripturam  liniarem  .  ..  Bl.82b
“Exheredatio  filiorum.  Es  sint  sachen,  do  das  kint’;  “Vorkouft
vnd  vordinget  gut.  Nota  wer  dem  andern  vordinget”.  Bl.83b
Lateinische  Bemerkungen  über  Gründung  sächsischer  Orte  und  über
Einführung  des  Sachsenspiegels  durch  Karl  den  Grossen  “A.  785
baptizatus  est  Wydekindus’,  "A.  757  rexit  Karulus  magnus  imperium’;
  dann  deutsch  “Von  Konig  Karle’  aus  der  Chronica  vor  dem
Weichbilde.

Benutzt  ist  die  Handschrift  von  Homeyer  zum  Landrecht  in  der
3.  Ausgabe  seines  Sachsenspiegels  I  (1561),  vgl.  S.39,  wo  sie  mit  Do
bezeichnet  ist;  ferner  zum  Lehnreeht  und  Weichbild  in  der  2.  Auflage
des  Sachsensp.,  vgl.  IL,  1  (1842)  S.15.  374.   Erwähnt  wird  die  Hs.  von
Zepernick,  Miscellaneen  z.  Lehnrecht  IV  S.479—  86  (mit  Inhaltsangabe);
  Nietzsche  in  der  Allg.  Literatur-Zeitung  1827  III  Sp.  705
10.54;  Homeyer,  die  deutschen  Rechtsbücher  .  .  1856  n0.269;  Homeyer,
  Genealogie  .  ..  (Abhandl.  d.  Akad.  d.  Wiss.  zu  Berlin  1859)
S.133;  Steffenhagen,  die  Entwicklung  der  Landrechtsglosse  des
Sachsensp.  VIII  (1887)  S.25  mit  kurzer  Inhaltsangabe.

Gekauft  1793  aus  der  Bibliothek  A.  F.  Schott’s  in  Leipzig  (n0.6529
des  Katalogs).  Frühere  Besitzer  waren  Klotzsch,  senator  Fribergensis
(nicht  in  dessen  Auktionskatalog  von  1790),  und  Th.  Wagner,  consiliarius
  in  collegio  rerum  fiscalium  Dresdensi  intimus.

Jurid.394  II  und  212  Bl.  zu  30:  211/,  cm;  zweispaltig
beschrieben;  rotlıe  Initialen  15.Jalırh.  alter  Lederband

Sachsenspiegel  (Landrecht)  mit  Glosse.  Niederdeutsch.

Bl.1  (Prologus)  “Des  hilghen  geistes  minne.  .’,  dann  (Textus
prologi)  “Ghod  de  dar  is  beghin  .  ”  mit  der  Glosse  des  Johann
von  Buch  “Hir  hof  her  Eycke  an.  ’,  die  sich  an  jeden  Artikel

anschliesst.  Bl.3  “Incipit  registrum  primi  libri’,  Bl.5  Buch  I
(64  Artikel).  B1.59b  °..  registrum  libri  I’,  Bl.63b  Buch  U  (70
Artikel).  Bl.128b  °‘..  registrum  tereii  libri’,  am  Schluss  von

späterer  Hand  (Bl.132b):  “Hir  achtene  in  deme  dridden  boke  sind
twelff  artieuli  vnde  ore  glosen  nicht,  dar  vmme  stan  se  ok  hir  in
deme  registro  nicht’;  Bl.133  Buch  II  (70  Artikel).

Dem  Bande  voran  gehen  2  Bl.  (I  und  ID:  Bruchstück  aus  einem
alphabetischen  Register  (Abecedarium?)  zum  Sachsenspiegel  mit
Glosse,  “Richter”  bis  “Rike”.

Die  Handschrift  ist  in  Homeyer’s  dritter  Ausgabe  des  Sachsenspiegels
  (1861)  benutzt  und  trägt  dort  die  Bezeichnung  Cy  (vgl.
S.34).  Erwähnt  wird  sic  bei  Homeyer,  Rechtsbücher  1856  n0.270;