Jurid.394—396  399

Homeyer,  Genealogie  in  Abhandlungen  d.  Akademie  d.  Wiss.  zu
Berlin  1859  S.117ff.,;  Steffenhagen,  d.  Entwicklung  der  Landrechtsglosse
  VIII  (1887)  S.26,;  die  Heimat  der  Hs.  ist  jedoch  nicht  Trier,
wie  Steffenhagen  a.  a.  Ö.  aus  den  Worten  der  Glosse  (Bl.22b)  folgert
“alse  ef  ek  louede  to  Meideborch  teyn  mark,  ek  en  darf  se  to  Trere
nicht  gheuen’;  der  Dialekt  weist  sie  ins  Göttingische.

Aus  der  Bibliothek  des  Alexanderstifts  zu  Einbeck  1731.  Auf
dem  innern  Deckel  steht  "Liber  Johannis  Alberti”  (?,  Steffenhagen
liest  “Ulberg”).

Jurid.395  238  Bl.  zu  391/,  :27'/,  cm;  zweispaltig  beschrieben;
  rothe  Initialen  1476

Sächsisches  Lehnrecht  mit  Glosse.  Mitteldeutsch.

Bl.1  (Roth:)  Disz  buch  ist  genaut  das  lehnrecht.  Vorrede:
“(D)er  menschen  gedanckenn  gebrechlich  synt’.  Bl.2b  Lehnrecht
in  81  Capiteln;  (Cap.1)  “Wer  lehnrecht  konne  wolle’  mit  der  Glosse
“Eyn  herschilt  ist  vnderscheit  der  ritterschafft”.  Die  Glosse  folgt  nach
jedem  Capitel;  alle  Capitel  ausser  1  haben  Summarien;  an  den
Rändern  befinden  sich  (wohl  von  derselben  Hand)  Inhaltsangaben,  besonders
  zur  Glosse,  Remissionen  und  einige  Zusätze  zur  Glosse.
B1.238  (roth:)  "Dis  lehnrecht  ist  volbracht  noch  eristi  gebort  tüszent
vierhündert  vnde  yn  dem  LXXVI  iare  ete.’

Die  Hs.  ist  zur  Ausgabe  des  sächs.  Lehnrechts  benutzt  von
Homeyer,  vgl.  Sachsenspiegel  II,  1  (1842)  S.15.  Erwähnt  ist  sie  von
J.  F.  Ludoviei,  das  Sächs.  Lehn-Recht  .  .  1721,  Vorrede  SXXV;
Zepernick,  Miscellancen  zum  Lehnrechte  IV  (1794)  8.473  no.XXXIV
mit  Beschreibung;  Homeyer,  die  deutschen  Rechtsbücher  ..  (1856)
10.  272.

Aus  der  Bibliothek  J.  H.  Böhmer’s  1798  erkauft.  Vorher  gehörte
die  Hs.  J.  P.  v.  Ludewig,  welcher  auf  Bl.1  eingetragen  hat  “ex  auctione
  publica  erstanden  d.  22.  May  1704’;  vgl.  J.  D.  Michaelis,  Catalogus
  bibliothecae  Ludewigianae  ms.  n0.436.

Jurid.396  I  und  194  Bl.  zu  30:  20'/,  cm;  zweispaltig
geschrieben;  Initialen  und  Rubrieirung  roth  1408  alter  mit  rothem
Leder  überzogener  Holzdeckel;  in  das  Leder  des  Vorderdeckels  ist
das  Wort  “leges’  eingeschnitten

Sächsische  Distinetionen  und  Richtsteig  Landrechts.
Mitteldeutsch.

Bl.1—157  Sächsische  Distinetionen  in  7  Büchern:  Bl.1—6  Register;
  Bl.8  Buch  I  (47,  im  Reg.  48  Capitel)  “Dit  ist  ein  buch  des
rechtin  in  wichpilde  art  alz  ez  Meydeburg  gebrucht  .  .,  Cap.l
"Sanetus  Gregorius,  Cap.II  “Von  Sammenunge  ..  ensprossin  sint’,
Bl.9  Cap.III  ‘Got  hat  ezwey  swert  gelossin..  ..  Bl.50  Buch  II
(10  Cap.).  Bl.69b  Buch  III  (17  Cap.).  Bl.92  Buch  IV  (46
Cap...   Bl.138  Buch  V  (27  Cap).   B1.147b  Buch  VI  (25  Cap.).
Bl.156b  Buch  VII  (1  Cap.)  “Ilir  hebit  sich  an  daz  sobinde  buch  vnd
heisit  extrauagantis....  von  getruwer  hant.  Sehluss  Bl.157b  Et
cetera  riut.  Laus  tibi  sit  Christe  quia  liber  explieit  iste.  A.  1408
feria  tercia  proxima  post  festum  Johannis  ante  portam  latinam.
Quis  (rotlı:)  te  fininit  vartecas  rodere  seiuit.  Amen  solamen  inter-