400  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

dum  non  habemus  panem  Et  cetera  rintfleisch  dreg  in.  Die
Reihenfolge  der  Capitel  und  Distinetionen  ist  meist  dieselbe  wie  in
dem  Druck  in  Ortloff’s  Sammlung  deutscher  Rechtsquellen  I  (1836),
doch  finden  sich  auch  Abweiehungen;  so  fehlen  z.B.  V,  8  24—26
28  31  des  Drucks  in  der  Hs.  und  V,  17  d.3  folgt  als  selbständiges
Capitel  naclı  dem  Cap.  “von  den  wintzerln’;  ausserdem  weicht  die
Zählung  zuweilen  ab;  die  Inhaltsangaben  der  Capitel  sind  in  der
Hs.  in  der  Regel  ausführlicher.

B1.158—193  “Der  richt  stig’  Landrechts.   BI1.158  Register.
B1.159  (roth:)  “Der  richt  styg’,  es  folgen  jedoch  zunächst  (im  Register
nicht  genannt)  die  beiden  Stücke  Hermann’s  von  Oesfeld:
1)  "Cautela’;  Vorrede  “Cautela  bin  ich  genant  ..  dy  warheit  sage’,
dann  (roth:)  “Juste  judieate  filii  hominum  (schwarz:)  Unser  herre  .  .,
Schluss  Bl.161  "vnd  der  heiligeist  Amen’;  der  Verfasser  ist  nicht
genannt.  2)  Bl.161  Premis,  “Brynis  bin  ich  genannt  ...  Unsir
herre  ...  nicht  ermort  noch  beroubit  wurde’.  BI.162  (roth:)  "sequitur
  Diez  ist  daz  erst  Cappitel  von  dem  gerichte  vnd  hebit  sich  al
hy  an’,  darauf  beginnt  ohne  Prolog  der  Richtsteig  Landrechts  des
Johann  von  Bueh  “Sint  daz  ein  gerichte  wirt  von  dryen  personen  ...
Das  Werk  ist  in  44  Capitel  eingetheilt;  das  letzte  "Ob  ein  man  voruestet
  wert”  entspricht  Cap.34  der  Homeyer’schen  Ausgabe;  über  die
Reihenfolge  vgl.  Homeyer’s  Ausgabe  S.60.  Am  Schluss  “Expleit
vro  vro  sprach  heinrich  vnnd  warf  dy  mayt  vndir  sich.  (roth:)  A.  1408
In  vigilia  sancti  Johannis  baptistae  Amen‘.

Bl.194b  Concept  einer  Urkunde,  “a.  XIII°  (1415)  in  vigilia  petri
kathedrae’,  “Hinrich  Militz  (oder  Nulitz),  Ilse  sin  elich  wertin  vnd
hans  sin  son  hat.  .  orueide  gesworn  vnsz  hern  von  nuemburg  sinem
gantzem  lande  und  luten  der  stad  zue  Cicze  .  .  (folgen  noch  mehrere
Namen).

Auf  Bl.138b  (Anfang  des  V.  Buches  der  Distinetionen)  sind  zu
den  Eidesformeln  einige  Zusätze  gemacht,  die  m  Zeitz  geschrieben
sind.

Die  Hs.  ist  benutzt  in  Homeyer’s  Ausgabe  “Der  Richtsteig  .  .,
1857;  vgl.  S.10,  wo  diese  Hs.  unter  n0.30  erwähnt  ist  und  für  das
Landrecht  mit  Ci  bezeichnet  wird,  ferner  8.58.  60.  und  8.390,  wo
die  Hs.  für  Cautela  und  Premis  mit  G  bezeichnet  ist.

Erwähnt  wird  die  Hs.  (damals  noch  in  Zeitz)  von  Ch.  G.  Haltaus  im
Glossarium  germanieum  1758  unter  Erbgade  und  Weichbildzeichen;
Ortloff,  Sammlung  deutscher  Rechtsquellen  I  (1836)  S.IX;  Kraut  in
den  Gött.  gel.  Anzeigen  1836  5.740;  Des  richtes  stig  .  .  hsg.  von
F.  W.  Unger  1847  S.V;  Homeyer,  Rechtsbücher  1856  n0.273.

Gekauft  1794  aus  der  Bibliothek  des  Leipziger  Professors
A.  F.  Schott,  vgl.  n0.6530  des  Auktionskatalogs.  Vorher  besass  sie
C.  F.  Hommel,  dessen  Ex-libris  mit  der  Zahl  1766  sieh  auf  BLI  befindet.
  Die  Hs.  stammt  aus  Zeitz,  wie  die  Eintragungen  auf  B1.194b
und  135b  beweisen.  Ehemals  trug  sie  (nach  Kraut  in  den  Göft.
gel.  Anz.  1836  S.740)  auf  dem  Rücken  des  Einbandes  den  Titel
“Der  Stadt  Zeiz  Weichbild  und  Richtsteig”.

Jurid.396d  335  Seiten  zu  271/,:18  cm  1837
W.  E.  Albrecht,  Deutsches  Privat-Recht.  Collegheft,  nach-