412  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Freyberg.  Statuta’.  Dieselben  stimmen  genau  mit  dem  Druck  bei
C.  F.  Walch,  verm.  Beyträge  III  1773  S.155—274.  In  der  Hft
folgen  noeh  8.274  und  275  =  Stadtrecht  Cap.  I  8.20  und  Cap.  V
8.38  (Codex  Diplomaticus  Saxoniae  Regiae  IL,  XIV  S.17  und  42).
Die  2  von  Walch  benützten  Hften  waren  also  andere.

Bl.59  “Folgen  ein  und  ander  sonst  colligirte  dienliehe  Naechrichtungen’;
  Leipziger  Schöppensprüche;  Freyberger  Verordnungen
(21  Apr.  1588  ete.).   B1.62b—70  Auszüge  aus  den  (1803  gedruckten)
Statuten  von  1676.

Aus  Sehott’s  Bibliothek  1794  (vgl.  dessen  Catalogus  n0.6760);
in  diese  war  die  Hft  gekommen  “ex  bibliotheca  Oelrichsiana’  (Gerh.
Oelriehs  7  1789).

Jurid.468  328  Bl.,  von  denen  manehe  unbeschrieben  sind;
hoch  30,  breit  20em  von  verschiedenen  Händen  des  16.  und  besinnenden
  17.  Jahrh.

Bl.1  Sechs  deutsehe  Recepte,  davon  4  contra  ealeulum,  und  ein
Stück  “aus  Cap.  XXXIV  des  (Freiberger)  Stadtrechts’.  Bl.2—54
“von  einer  Hand  aus  der  Mitte  des  16.  Jahrh.  mit  der  Aufschrift
„Freybergysch  Stadt-Rechtt“  ein  Theil  desselben  (Cap.  I—V,  VII
—XIX  $  10).  Derselbe  ist  in  97  Artikel  eingetheilt.  “Die  einzelnen
Artikel  haben  Ueberschriften’.  So  beschreibt  diesen  Theil  der  Hs.
H.  Ermisch  in  seiner  Ausgabe  des  Freiberger  Stadtrechts,  Leipzig
1889  und  im  Codex  Diplom.  Saxoniae  II,  XIV  S.XXIV;  er  giebt
auch  eine  genaue  Tabelle  der  Artikel.  Die  Hs.  ist  von  ihm  zur  Ausgabe
  verwerthet.  Bl.54—85  von  anderer  Hand.

Bl.61  Geleitsbrief  des  Tridentiner  Coneils  für  die  Protestanten
vom  25.1.1552;  vgl.  Theiner,  Acta  Cone.  Trid.  I,  651.  Bl.65b
Acht  Briefe  des  Christ.  Elogius  Radebergensis  baec.,  Freiberg
1551—1554,  an  Joh.  Hermann,  Gerichtssehreiber  zu  Freiberg,  vorwiegend
  über  die  Erziehung  von  dessen  Sohn  Carl.  B1.79—81
“Argumentum  .  .  Comediae,  quac  in  eivitate  Parisiensi  Gallica  lingua
publice  aeta  est.  .  1540’;  die  “Christianitas’  bittet  die  verschiedenen
Fürsten  vergeblich  um  Hilfe.  Wohl  ein  Volksspiel,  wie  die  des
Jean  d’Abundance;  vgl.  Parfait,  Hist.  du  Th.  Fr.  III  p.  152.
Schluss:  “Sunt  tamen  quinque  ex  illis,  qui  hane  Comediam  egerunt,
in  flumen  Sequanum  deiecti  et  submersi’.  Bl.81b  Gedichte  auf
den  Tod  des  Kurfürsten  Moriz  von  Sachsen  (7  1553):  3  Distichen
von  M.  H.  “Mauricio  orba’;  von  Georg  Fabricius  “Maurieius  cecidit’
(gedr.  Schardius  redivivus  II,  559);  von  C.E.  (Christ.  Elogius?,  s.  oben
Bl.65b)  5  und  4  Distichen  “Herenles  alter”  und  “Quae  tibi’;  von  Val.
Apelles  Ludi  moderator  Fribergens.  1  Dist.;  anonym  3  Dist.  “Arcens
a  patria”.  Bl.82b  C.  E.  (s.  oben),  Ad  prineipem  Augustum  earmen,
11  Dist.  "Terra  quod’  und  2  Dist.  “Quisquis  eris.   BI.83:  59  Distichen
“Maurieius  patriae  procul”.  BIl.86  “Oratio  qua  oblatum  est  munus
doctoribus  Vitebergensibus’  vom  Freiberger  Rector  Val.  Apelles.

D1.  88—328  (jedoch  sind  Bl.92—  102,  115—  119,  182—195,  240—  246
leer)  sind  von  verschiedenen  Händen  beschrieben.  Sie  enthalten
besonders  auf  B1.138/9,  239  und  zwischen  260  und  326  etwa  111
Urtheilssprüche  des  Schöffengerichts  zu  Leipzig,  des  Hofgerichts
zu  Wittenberg  und  anderer  Collegien;  von  diesen  hat  O.  Stobbe  1865