458  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

Jurid.636  2  Bände  von  240  und  428  Bl.  in  fol.  18  Jahrh.

Reiche  Sammlung  von  Schriftstücken  (Berichten,  Gutachten,
Species  facti,  Vota,  Briefen  etc.)  über  die  Mühleurechte  in  den
Braunschweig-Lüneburgischen  Landen,  meist  aus  den  Jahren
1718—1740  (z.  B.  11  186—209  von  F.W.  Duve),  jedoch  mit  vielen  Beilagen
  (Acten,  Erlassen  ete.)  aus  älterer  Zeit.  Dieselbe  stammt  aus
dem  Besitze  von  @.  A.  v.  Münchhausen,  von  dem  sich  in  beiden  Bänden
eigenhändige  Notizen  und  Randbemerkungen  finden.  Ein  grosser
Theil  der  Schriftstücke  in  Bd.  I  ist  im  Jahre  1718  an  den  damaligen
Grossvoigt  v.  Bülow  gerichtet;  die  in  Bd.  II  sind  vornehmlich  aus
den  Jahren  1736—1740  und  vielfach  an  Münchhausen  selbst  gerichtet.

Jurid.6385   1DBl.ın  fol.  Erlass  Georg’s  II  von  Hannover
betr.  Versiegelung  der  Briefschaften  verstorbener  Räthe,  23.  Oct.  1736;
Abschrift.

Jurid.659  2Bl.in  fol.  (J.  L.  C.)  Kestner,  Gutachten,
“was  für  Cautelen  zu  beobachten,  wann  herrschaftliche  Bediente  mit
ihren  bey  Königl.  Cammer  in  Verzinsung  stehenden  Capitalien  Caution
machen  wollen’,  Hannover  7  Juli  1759.

Jurid.640e  3Bl.  in  folio  18Jahrh.

Gutachten  über  einen  Antrag  der  Ochsenhändler  des  Amts
Ahlden.  (Bl.2  von  G.  D.  Strube  geschrieben).

Jurid.640i  1  Bl.+75  Seiten  zu  33!/,:20  em  19.Jahrh.

“Provinzial-Recht  des  ehemals  zum  Bisthume  Münster,  jetzt  zum
Königreiche  Hannover  gehörenden  Amtes  Arenberg-Meppen’,
1836  oder  später  verfasst.  Voran  (Bl.1b)  ein  kurzes  Inhaltsverzeichnis,


Jurid.641  ABl.  zu33:20cm  18Jahrh.

Lübben  (Justizrath  A.  Ch.  Lübbe?)  an  die  Regierung,  Celle
1.8.1751,  ob  das  Amt  Bodenteich  den  adelich-Grotischen  Pächter
zu  Brauel  vorladen  könne,  und  ob  ein  adelicher  Pächter  und  Verwalter
  im  Cellischen  gleichständen.

Jurid.642   7DBlI.  zu  32:20,  cm  1737

‘Privilegium  D.  Henriei  Comitis  Homburgensis  concessum  Bodenwerdensi
  eivitati  1287’;  voran  (BI.1)  ein  Schreiben  an  die  Regierung,
welehe  Auskunft  über  die  vorhandenen  Orts-Statuta  verlangt  hatte,
Bodenwerder  26.  10.1737.  Abschrift  einer  deutschen  Übersetzung.
Der  lat.  Urtext  ist  gedruckt  bei  H.  G.  Ph.  Gengler,  Deutsche  Stadtrechte
  d.  MA.  (1852)  8.28,  welcher  frühere  Drucke  eitirt.

Jurid.  642  78  Seiten  zu  32:19!/,  cm  Ende  des
18  Jahrh.

(J.E.  Rist),  "Bericht  vom  Zustande  des  H.’s  Bremen  und  Verden,
wie  solcher  bey  Ertz-Bischöflicher  und  nachmahls  k.  Schwedischen
Zeiten  qua  Statum  Juris  publiei  gewesen  und  noch  jetzt  ist”.

Uber  Joh.  Ernst  Rist  (des  Dichters  Sohn)  und  den  Inhalt  des

Werkes  vgl.  J.  H.  Pratje,  die  Herzogthümer  Br.  und  V.,  5.  Sammlung
(1761)  8.92—56.