468  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

bis  847.  Voran  geht:  Bl.I—IX  ein  Index  dazu;  BI.X—XI  Al
ding  auff  erd  seinn  anfang  hat’,  82  Verse  mit  Ermahnungen  zu
tugendhaftem  und  gesetzmässigem  Leben;  BI.XHI—  XII  (von  der
2.  Hand)  “Niedergerichts  Process  so  a.  1566  aufgerichtet’.

B1.253—296  "Dess  Unter-Gerichts  zu  Lüneburg  Ordnung,
publiciret  a.  1576”.  Die  Lüneburgische  Niedergerichts-Ordnung
zerfällt  in  3  Haupttheile:  I  "Vom  Richtampt  .  .  (=  Pufendorf  III
App.  S.346—368).  Zu  diesem  Theile  gehören  hier  wie  auch  in
anderen  Hss.  die  bei  Pufendorf  zum  zweiten  Theile  gezogenen
Artikel  “Vom  Gastrechte’  und  “Bericht  welcher  Gestalt  mit  dem
Process  im  Gastgerichte  verfahren  wird’.  II  “Vom  Stadtrecht  in
Erbfällen  und  politischen  Sachen  und  Händlen  so  zum  Richterampt
gehören’.  Dieser  Theil  bildete  bereits  vor  Abfassung  der  Niedergerichtsordnung
  ein  Ganzes  für  sich  (vgl.  die  Bemerkung  auf  BI.268b)
und  kommt  so  unter  der  Bezeichnung  “Statuta  Luneburgensia’
öfter  in  Hss.  vor.  Er  umfasst  ausser  der  Rathsverordnung  über
Gerade  und  Hergewede  (=  Kraut,  Stadtrecht  von  Lüneb.  S.17—21,
doch  in  der  Reihenfolge,  wie  sie  auch  Jurid.710  Bl.3ff.  zeigt)  erstens
die  Artikel  “De  successionibus  .  /  (=  Kraut  S.35—50,  doch  mit
cinem  22.  Artikel),  zweitens  die  Edtags-Artikel  (no.1—38,  =  Pufendorf
  III  S.369—  376)  und  drittens  die  “Observationes  consuetudinarii
iuris  Lüneburgensis’  (hier  n0.39—55,  =  Pufend.  HI  376—379).  Deu
III  Haupttheil  bilden  “Criminalia’  (=  Pufend.  III  382—397).

Bl.297—812  Verschiedene  Verordnungen,  Lüneburg  betreffend,
darunter  B1.297  Verordnung  des  Bürgermeisters  Nicol.  Stöteroggen
über  die  Pflichten  der  “Richte  Herren’;  Bl.301b  und  304  Erlasse
Herzog’s  Ernst  von  Br.-Lüneb.,  12  und  13  Aug.  1599;  B1.304b
“Fürstl.  Lüneb.  Zellischen  Rhäte  Verordnung,  wie  es  mit  den  Geistlichen
  Gütern  ...  hinfüro  zu  halten  a.  1551’;  Bl.306  “Vertrag  zwischen
unsern  gnädigen  Landesfürsten  und  dem  Rahte  zu  Lüneburg  auffgerichtet
  a.  1562  (19  März)”.

In  der  Hs.  sind  oft  von  mehreren  Händen  gelehrte  Bemerkungen
an  den  Rand  geschrieben,  in  denen  auch  Lüneburger  Streitfälle
(bis  1624)  angezogen  werden.

Jurid.720  99  Bl.  zu  321/,:20Y%,  cm  18  Jahrh.

Über  das  der  Stadt  Lüneburg  im  Jahre  1434  von  Kaiser
Sigismund  ertheilte  Privilegium  de  non  evocando:  BIl1-90
Gutachten  des  Hof-  und  Canzleiraths  Joh.  Ph.  Conr.  Faleke,  Hannover
  12  Mai  1764,  für  die  hannoversche  Regierung  bestimmt.
Bl.91  Auszüge  aus  Akten  über  einen  Fall  des  Jahres  1749.
Bl.93  Gutachten,  unterzeichnet  mit  M.,  dabei  das  Privilegium,  neuhochdeutscher
  Text.

Jurid.7”21  24Bl.  zu  331/,:20%,cm  18Jahrh.

‘De  tutela  fruetuaria  observationes  ad  ius  hodiernum  Luneburgieum
  accomodata’.  Unvollständig  ($  1—50).

Jurid.722  11Seiten  in  fol.  18Jahrh.

Gutachten  betr.  “Bezahlung  der  Lagio  auf  die  alte  Lüneburgische
Müntz-Sorten’.