480  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

angeflickt,  kommt  dann  (=  B)  nach  K.88  noch  einmal;  dann  Bl.124b
die  Kapitel  “Van  bernen  und  sengen’  und  “Van  stoeten”.  Der
Text  der  Klasse  B  stimmt  im  Ganzen  mit  dem  der  Klasse  A
einigermassen  überein.  Von  den  vielen  Verschiedenheiten  des  Inhaltes
  seien  hier  nur  wenige  notirt:  nach  K.52a  stehen  2  Abschnitte
von  dem,  was  “jahrige’  Menschen  und  “unjahrige’  Kinder  thun,
nebst  dem  5.  Absatze  des  K.87  K.64  (Münze)  fehlt  nach  K.92
stehen  die  6  Uberküren,  doch  so  dass  die  Texte  der  beiden  Kapitel
(III  100  101)  in  einander  geschoben  sind.  Schluss  des  Buches:
nach  K.98  no.14  folgen  die  bei  Wicht  8.821/2  in  den  Noten  gedruckten
  Stücke  no.1—4,  5  (viel  länger),  6  "Secht  .  .  und  den  versproken
  itlick  XVI’;  damit  endet  in  733  das  eigentliche  Buch;  in
den  übrigen  folgen  zunächst  4  lateinische  Zeilen  “Petrus  dixit
Paulo  ..  Paulo  XXI  postulatzgulden’  (hier  endet  735D),  dann  noch
5  Zeilen  “Stervet  eyn  van  den  beyden  .  .  soe  mach  de  ander  dat
nemen’;  damit  enden  n0.739  744  und  747.  In  diesen  und  in
n0.733  folgen  dann  auf  nener  Seite  “Van  den  XII  dhomen’  III  1—14
“Sleyt  dan...  syn  egen  hals’;  damit  enden  n0.739  744  747  733.
In  no.  7351  steht  nach  dem  Satze  “Petrus  dixit’  nur  noch  II  14;
K.1—13  sind  hier  weggelassen,  da  sie  bereits  oben  aus  ©  ergänzt  sind;
dann  folgen  hier  noch  die  5  Eide  119  122  120  121  (ohne  Zusatz)  123.

Zu  der  Klasse  C  gehört  in  diesem  Buche  n0.736  durchaus,  dann
der  Anfang  und  einige  Kapitel  von  n0.7351.  Das  Buch  beginnt
auch  in  dieser  Klasse  C  mit  den  XII  Doemen  (ohne  Einleitung)  und
schliesst  sich  weiterhin  an  die  Eintheilung  von  A  und  B  an.  Doch
im  Einzelnen  ist  hier  stark  gehaust.  Der  Wortlaut  ist  meistens
geändert;  dann  sind  einzelne  Stücke  weggelassen,  stark  versetzt
oder  mit  andern  verschmolzen.  K.64  fehlt  und  K.89  ist  an  K.65
angehängt.  Besonders  stark  sind  diese  Anderungen  nach  K.79,
wo  eine  Anzahl  neu  gemachte  Kapitel  mit  neuen  Überschriften  auftreten:
  Van  smyten  und  werpen,  van  slaen  und  stecken,  van  stoeten,
van  spliten  und  schoeren.  Schluss  des  Buches:  Von  K.99—123
ist  in  C  nichts  erhalten  (K.100  und  101  die  Überküren  stehen  im
Buch  D;  in  K.98  (Vom  Versprechen)  wird  am  Schluss  abgetheilt
ein  Abschnitt  “Van  geringe  versprekent’,  dann  folgen  mit  dem  Titel
“Van  groten  und  schwahren  vorspreeken’  von  Wicht  8.821  Note  5
(viel  länger),  dann  das  deutsche  Stück  "Petrus  secht  Paulus  ..
geben  21  Postulatzgulden’  (vgl.  B),  Note  6  und  das  Stück,  welches
in  B  schliesst  “hebben  se  thosamende  vargeligket’;  dann  mit  dem
Titel  "Van  der  heren  broeke’  2  Abschnitte  “Herren  bröke  darf  nicht
unterschlagen  werden’  und  "Versöhnung  soll  gehalten  werden’;
dann  mit  dem  Titel  "Wann  de  parten  eine  fruntschup  hebben
gemaket,  wat  men  dan  mit  Recht  fordern  mag’  Notel  und  2  von
Wieht  8.821;  endlich  mit  dem  Titel  “Wo  den  heren  de  broeke
volget  unangesehen  der  frundschup’  Wicht  Note3  und  als  Schluss
die  Note  4  “Worde  daer  oek  ener  verspraken,  als  he  doet  is,  mach
syn  erfgenaem  dat  mit  recht  verantworden‘.  Zwischen  diesen
Stücken  stehen  überall  lange  lateinische  Citate.  Diese  fehlen  nur
in  n0.736;  diese  Hft  schiebt  an  den  Abschnitt  “van  der  herren
broeke’  sofort  die  Note  3  und  schliesst  damit  das  Buch,  also  auch
hier  wie  überall  kürzend.