22  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

aus  dem  Hebräischen  ins  Euglische  übersetzte  und  Bd.I  p.XII  die
Rabe’sche  Übersetzung  erwähnt.  Vgl.  die  (B1.123/4)  beigebundenen
2  Originalbriefe  Wilken’s  an  Bialloblotzky,  Berlin  7  Oct.  1835  und
31  Oct.  1836.  Bl.I  eigenhändige  Notiz  von  Bialloblotzky,  nach
welcher  er  das  Manuscript  seinem  Solme  Fr.  Bialloblotzky  hinterlässt.


1862  von  Dr.  Fr.  Bialloblotzky  gekauft.

Histor.63  251  Bl.  zu  21!/),:15em  rothe  Initialen
1432  begonnen

Bl.2—214  Anfang  “Vincentius  in  prineipio  speculi  historialis  de  quo
plurima  sunt  hie  posita  dieit  Quoniam  librorum  multitudo  .  .’;  Schluss
“eivitates  Saxonie  quasi  LX  nnierunt  se  ...  latera  lardi  et  siliginem
copiosum  ete.’  Es  ist  die  zuletzt  bei  Leibniz,  Seript.  Rer.
Brunsvic.II  9.978  gedruckte  Nova  Chronica  des  Theodorieus
Engelhusen  (7  1434).  Vgl.  über  sie,  ihre  verschiedenen  Anfänge
und  Schlüsse  und  die  bisher  benutzten  Hss.  besonders  Leibniz,  Script.
Rer.  Brunsv.II  Introduetio  p.54  und  Bodemann,  Hss.  ..  zu  Hannover
n.673—675.  Unsere  Hs.,  deren  Text  vielfach  besser  ist  als  der
Druck  bei  Leibniz,  hat  gleichen  Anfang  und  gleichen  Schluss  wie
n.675  in  Hannover,  die  einst  dem  Abte  Gerardus  Molanus  von  Loceum
gehörte  und  von  Leibniz  benutzt  worden  ist.  Am  Ende  der  Vorrede
steht  auch  hier  "anno  praesenti  sc.  1426”.  An  den  oberen  und
unteren  Rändern  finden  sich  hier  und  da  Nachträge  von  anderer,
doch  fast  gleichzeitiger  Hand.

Bl.215—228  “Regna  mundi  licet  plurima  fuerint  .  .:  derselbe
Traetat  über  die  Weltreiche,  der  auch  in  der  erwähnten  Hs.  zu
Hannover  auf  Engelliusen’s  Chronik  folgt.  Der  grösste  Theil  (Bl.219
bis  228)  handelt  von  den  Tartaren  und  Türken;  es  sind  fast  nur
Excerpte  aus  Vincentius  Bell.  Spee.  hist.,  besonders  aus  Buch  30
cap.  69ff  und  Buch  32  cap.  3—32,  das  hier  endet  mit  “tibi  permittatur
filttrum  in  quantum  (so)  nune  sedes.  Tantum  de  illo’.

Bl.229  “In  urbe  sunt  quinque  ecelesie  patriarchales  .  .;  hierauf
über  die  römisch-deutschen  und  griechischen  Kaiser;  B1l.230  “Nomina
regum  Christianorum  sunt  haee  .  .;  B1.231—242  mit  dem  Titel
“Provineiale  de  omnibus  provineiis  Christianitatis’  Verzeichnisse  der
8  Patriarchen,  der  Orden,  Bl.231b  der  römischen  Patriarchalkirchen,
der  Titel  der  Cardinalpresbyter  und  (Bl.232)  der  Cardinaldiaconen,
Bl.232b  der  dem  Papst  unterstellten  Bischöfe.

Bl.243  “Institueio  patriarchatus  Ierosolymitani.  Iuxta  tradieiones
veterum  et  ecclesiarum  scripta  .  .;  hieran  schliesst  sich  ein  Verzeichnis
  der  sedes  und  episcopatus  des  Patriarchats  Jerusalem,  dann
Bl.244  des  Patriarchats  Antiochien,  sowie  Bl.244b  der  Bischofssitze
in  Cypern,  Bulgarien,  Griechenland  etc.

Bl.249—251  von  anderer  Hand  “Asia  a  septentrione  per  orientem
usque  ad  meridiem,  Affrica  a  meridie  usque  ad  oceidentem  extenditur,
Europa  ab  oceidente  usque  ad  septentrionem.  Asya  has  habet
provintias..  .:  kurze  Beschreibung  der  "provineiae’  von  Asien,  Europa
und  Africa,  denen  sich  die  Inseln  anschliessen;  dazwischen  manche
Bemerkungen  über  Bewohner,  Producte,  Monstra  u.  dgl.

Bl.1b  steht  von  erster  Hand:  Inchoatum  Kiliani  et  Sociorum  eius
a.  domini  1432;  finem  deus  seit.