38  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Jahre  1586,  mit  einigen  Aktenstücken.  Alles  mit  Ausnahme  der
einleitenden  Zeilen  aus  einem  Exemplar  der  Letznerschen  Chronik
abgedruckt  bei  J.  M.  Ileineceius,  Kurtze  ..  Nachricht  von  dem
Zustand  der  Kirche  in  Gosslar  .  .  (1704),  p.  37—79  (=  Antiquitates
Goslarienses  p.  522—539).  Vgl.  Cod.  Histor.449  und  Bodemann,
Hss.  ..  zu  Hannover  n.  1210.

Hiernach  folgt  BIl.70b  “Von  der  Wallfahrt  zu  Gottesbeuren’,
bezeichnet  als  “Buch  III  cap.  93’,  also  offenbar  einer  anderen  Chronik
entnonımen  ;  sodann  Bl.74b—105  Abschrift  von  etwa  20  Urkunden
zur  Geschichte  der  Stadt  Braunschweig  von  1199—1530,  meist
Erlassen  und  Verträgen  Braunschweigischer  Herzöge.

Aus  der  Bibliothek  Joach.  Heinr.  v.  Bülow’s.

Histor.252b  54  Hefte  durchschnittlich  hoch  35  enı,  breit
2lem   19Jahrh.

Theodor  Wolff  (1879  als  Universitätsrath  in  Göttingen  verstorben):
  Sammlung  von  Stammtafeln  und  Verzeichnissen  zur
Familien-  und  Beamtengeschichte  Nordwestdeutschlands  und  besonders
  der  Hannoverschen  Lande.

Soweit  nicht  ausdrücklich  anderes  bemerkt  ist,  enthalten  die
Hefte  Stammtafeln;  auf  diese  beziehen  sich  zumeist  die  unten  in
Klammern  beigefügten  Zahlen.  Nebenher  gehen  auch  blosse  Namensverzeichnisse
  einzelner  Stände  und  Zusammenstellungen  verschiedener
Art,  zum  Theil  nur  Vorarbeiten;  wiehtiger  sind  die  nach  Amtern
geordneten  chrouologischen  Beamtenverzeichnisse.  Manches  unseordnete
  oder  umzuordnende  läuft  mit  unter.  Als  Quellen
dienten  von  nungedrucktem  Material  Manuscripte  von  Mahnecke
(Manecke)*)  und  von  Stockhausen,  offenbar  Privatarbeiten  genealogischer
  Art;  ‘Acta’,  vielleicht  Göttinger  Universitätsakten;  Familiennachrichten,
  briefliche  Mittheilungen,  die  hänfig  mit  den  übersandten
gedruckten  Stanımbäumen  den  Tafeln  beigelegt  sind;  für  die  Studentenverzeichnisse
  die  Matrikel  der  Georgia  Augusta.  Von  gedruckten
Quellen  sind  neben  den  lokalgeschichtlichen  und  genealogischen
Werken  besonders  benutzt  die  grosse  Sammlung  von  Leichenreden
(Coneiones  funebres)  und  die  Deductiones  der  Göttinger  Bibliothek.
Gleichsam  als  Belege,  aber  in  näherem  Zusammenhang  mit  der
Siegelsammlung  (Histor.  46b),  sind  beigefügt  gelegentlich  gesammelte
Aktenstücke,  theils  Lehnreverse  und  ältere  Akten,  theils  ganz  moderne,
wie  Kaufkontrakte,  Hypothekenverschreibungen,  Erlaubnisscleine
der  Eltern  für  ilre  Söhne  zum  Studium.  Dies  alles  ist  nur  der
Siegel  und  Namen  (Unterschriften)  wegen  gesammelt.  Auf  den
Stamnitafeln  finden  sielı  in  der  rechten  obern  Ecke  Angaben  über
die  benutzten  Quellen.  Die  linke  Ecke  verweist  anf  die  Siegeltafeln
(Histor.46b)  oder  auf  Werke  mit  Abbildungen  von  Wappen;  auch
werden  hier  öfters  die  Wappen  beschrieben  oder  abgezeichnet,  wie
überhaupt  mehrfach  Zeichnungen  und  farbige  Abbildungen  von
Wappen  beiliegen.  Ausser  den  Stammtafeln  ist  nur  besonders
wichtiges  hervorgehoben  worden.

*)  Vermuthlich  Kgl.  Bibliothek  zu  Hannover  Cod.  ms.  XXIII,  1162.