164  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

dass  man  iln  in  Marmor  ätzte’;  dann  noch  10  achtzeilige  Strophen,
Anfang  “Ja  haben  wir  bereits  den  suldnen  Tag  erreicht”.

Histor.51S  10Bl.  in  4%  Ende  des  18  Jahrh.

Vatieinium  Lheninense...,  Abschrift  des  Cod.  Histor.519,  jedoch
ohne  den  Brief  auf  Bl.14f.  Vgl.  Hilgenfeld,  Die  Lehninische  Weissagung
  (1875)  8.22;  Hans  Schneider,  Progr.  des  Berlin.  Gymnas.  zum
grauen  Kloster,  Ostern  1890,  8.21.

Histor.519  15  Bl.  zu  27:18,  cm  18Jahrh.
Vatieiniunm  Lheninense.

Bl.2  “Vatieinium  Lheninense,  de  Fatis  Marchionum  et  Electorum

Brandenburgensium,  cum  varliis  exemplaribus  collatum,  et  ex  optimis
correctum’.  Überschrift  des  Textes  “Vatieinium  B.  Frairis  Hermanni,
  monachi  quondam  Lheninensis,  Ordin.  Cistert.,  qui  circa  annum
  Chr.  1300  floruit,  et  in  dieto  monasterio  Liheninensi  vixit,  ex  libro
Msto  Brandenburgensi,  ut  annotavit  B.  Mart.  Frid.  Seidelius:  ex  qno
constat,  hoc  vaticinium  jam  ante  annos  400  consignatum  esse’.
Der  Text  dieser,  meist  mit  x  (bei  Hans  Schneider,  Progr.  des
Berlin.  Gymn.  zum  grauen  Kloster,  Ostern  1890,  mit  x?)  "bezeichneten
Hs.  ist  dem  Abdruck  bei  Hilgenfeld,  Die  Lehninische  Weissagung
(1875)  S.69,  zu  Grunde  geleet.  Über  die  Recension  des  Textes,
welche  diese  Hs.  bietet,  vgl.  Schneider  S.20f.

Bl.8  Bruder  Hermanns,  welcher  in  dem  MärckischenKlosterLelınin,
olınweit  Brandenburg,  um  das  Jahr  1300  gelebet,  Prophezeyung,
über  das  Churhaus  Brandenburg:  aus  dem  Latein  übersetzet  von
D.  Joh.  Chph.  Beckmann,  Prof.  zu  Franckf.  an  der  Oder  (7  1717).

25  Stanzen;  abgedruckt  z.B.  bei  Hilgenfeld  8.75.

Bl.14  “Vir  summe  venerabilis  .  .  pr  aeceptor  aeternum  devenerande:
Superioribus  tuis  die  Albini  .  .',  lateinisches  Begleitschreiben  (Abschrift?)
  vom  6März  1741  bei  Übersendung  der  beiden  vorhergehenden
  Stücke.  Der  Name  des  Absenders  ist  ebenso  wenig  genannt
wie  der  des  Empfängers,  doch  hat  schon  Gieseler,  Die  Lehninsche
Weissagung  (1849)  S.23,  erkannt,  dass  das  Schreiben  an  den  Helmstedter
  "Professor  Herm.  von  der  Hardt  gerichtet  war.  Über  den
Inhalt  des  Briefes  vgl.  besonders  Hilgenfeld  S.9ff.,  wo  auch  der
srösste  Theil  abgedruckt  ist.

1786  aus  der  Bibliothek  Ant.  Jul.  von  der  Hardt’s.

Histor.  520  12  Bl.  in  fol.  erste  Hälfte  des  18  Jahrh.

Bl.1  Vatieinium  Monachi  Hermanni  ex  monasterio  Lehninensi
de  Marchionibus  Brandenburgieis.  Vgl.  über  diese  Hs.  besonders
Serapeum  1853  S.201  und  Hilgenfeld,  Die  Lehnin.  Weissagung  ©.22.
Die  erste  Seite  ist  von  J.  D.  Gruber  geschrieben,  der  auf  den
folgenden  Seiten  hie  und  da  Schr  eibfehler  verbessert  hat.

Bl.3  “Dilueidationes  Vatieinii  Fr.  Hermanni’.  Offenbar  ist  der
Verfasser  J.  D.  Gruber,  der  auch  die  Überschrift  geschrieben  hat.

Gruber  starb  1748;  die  Hs.  ist  also  älter,  als  bisher  allgemein
angenommen  wurde.