Histor.518-—523  165

Histor.521  7Bl.  in  fol.   Reinschrift  des  18  Jahrh.

Institutions  pour  l’Academie  Royale  eivile  et  militaire  des  gentilshommes
  &amp;  Berlin.  Diese  Statuten  der  1765  von  Friedrich  dem
Grossen  gestifteten  Anstalt  sind  abgedruckt  bei  D.  Thiebault,  Mes
souvenirs  de  25  ans  de  sejour  a  Berlin,  T.5  (1804)  p.  147—162.

Histor.522  602  Bl.  zu  32:21  cm  Anfang  des  18  Jahrh.

“Ohnmassgebliches  undt  aus  verschiedenen  Legations  Actis  und
Historieis  zusammen  getragenes  und  projectirtes  Ceremoniale  abgetheilet
  in  drey  Theile  von  dem  am  Kayserl.  Hof  zu  Wien  verschickten
  Chur  Hannöverischen  Rath  von  Reck’.

Das  an  interessanten  Einzelheiten  reiche  Werk  ist  für  Brandenburg
entworfen,  nach  1691,  aber  vor  Erlangung  der  Königswürde.  Der
erste  Theil  behandelt  den  Empfang  fremder  Gesandten  am  Brandenburgischen
  Hofe,  der  zweite  den  der  Brandenburgischen  Gesandten
bei  fremden  Fürsten,  der  dritte  “wie  Pabst,  Kayser,  Könige,  Chur
und  Reichsfürsten,  auch  andere  Souveraine  Princen  und  Republiquen
und  deroselben  Ministri  ihres  Rangs  und  Praecedentz  halber  sich  zu
bezeigen  haben’.  Hieran  schliesst  sich  dann  noch  (B1.486)  eine
Appendix  über  "Rang  und  Praecedentz  derer  Teutschen  Churfürsten
und  Reichsfürsten  ...  unter  sich’  und  (Bl.532b)  “Annotata  ad  schema
sessionis  et  ordinis  inter  prineipes  et  status  imperi’.  Von  dem
letzten  Abschnitt  ist  das  letzte  Capitel  und  ein  Theil  des  vorletzten
durch  Herausreissen  der  letzten  Blätter  verloren  gegangen.  Bl.2
bis  16  Index.

Am  Rande  ist  von  anderer  Hand  “vieles,  wie  es  experientia  oder
sonst  in  negotiationen  anders  befunden,  corrigirt,  hinzugethan,  auch
abgenommen’  (vgl.  BIl.17).

Histor.523  115  Bl.  zu  351/,:22  cm  17  und  (Bl.94  bis
115)  18  Jahrh.

Bl.1  “Genealogia  des  hochberühmten  Chur-und  Fürstlichen  Hauses
der  Marggrafen  zu  Brandenburg  und  Burggrafen  zu  Nürnberg  des
uhralten  Zollerischen  Stammens  aus  glaubwürdigen  Documenten  erstlichen
  durch  Herrn  Dr.  Johann  Mömminger  (sonst  Moninger  oder
Monninger),  Medicum  zu  Culmbach,  .  .  beschrieben,  hernach  aber  durch
Mag.  Wencesl.  Gurckfelderum  (}  1608),  des  Fürstl.  Brandenburgischen
  Consistorii  zu  Onoltzbach  Seeretarium,  .  .  augiret  und
endlich  nach  Ihrer  beeder  Tod  .  .  abermahls  vermehret  durch  Georg
Kccken,  Richtern  im  Closter  Heilbronn,  des  Gurckfelders  Schwager,
a.1613.  Voran  geht  ein  an  Kurfürst  J  ohann  Sigismund  und  andere
Hohenzollern  gerichtetes  Vorwort  vom  2Ang.1613.  Vgl.G.G.  Küster,
Bibliotheea  histor.  Brandenburgica  (1743)  p.  333;  J.A.  Vocke,  Almanach
Ansbach.  Gelehrten  I  130.  Andere  Hss.  finden  sich  in  Dresden
(Schnorr  v.  Carolsfeld  IH  63b)  und  in  Hannover  (Bodemann  XIX  1062;
vgl.  auch  Catal.  Bibl.  Uffenbach.  IH  p-  405).

Bl.94  (von  jüngerer  Hand)  “Kurz  gefasster  Begriff  der  Historie
des  St.  Gumprechts-Stiffts  zu  Önolzbach,  zu  «efällieem  Gebrauch  bey
instehender  Einweyhung  der  ncu  erbauten  Stiffts-Kirche  aufgesezct
von  Joh.  Sigmund  Strebel,  Hoff  Ratıı  und  Archivario,  Mense  Junii
1738’.  Mit  einigen  Correeturen  einer  anderen  Hand.

1771  aus  dem  Nachlasse  J.  D.  Koeler’s  in  Göttingen  gekauft.