184  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

besserungen  und  Zusätzen  Basin’s.  Dieses  Werk,  das  früher  Amelgsard’s
  Namen  trug,  wurde  1855—1859  von  J.  Quicherat  nach  einer
schlechten  Pariser  Handschrift  herausgegeben  (Soeciete  de  1’Histoire
de  France  n0.29,  4  Bände).  Die  Göttinger  Handschrift  bietet  nicht
nur  sehr  viele  Besser  ungen  des  Textes,  sondern  viele  neue  Stücke,
besonders  gegen  den  Schluss  von  B1.267b  ab,  im  Ganzen  22  Seiten
der  Handschrift  =  7  neuen  Kapiteln.  Vgl.  W.  "Meyer  in  Nachrichten
v..d.  k.  Ges.  d.  W.  in  Göttingen  1892  8.459  —  488.

I)  Bl.1—70  (7  Lagen  zu  je  5  Doppelblättern  mit  Dreiberg  und
Kreuz  als  Wa  sserzeichen,  auf  der  Seite  40  Zeilen):  Bl.1  (oben,  von
Basin’s  Hand)  Prefatio  in  libros  hystoriarum  rerum  gestarum  temporibus
Karoli  septimi  et  Ludoviei  eius  filii  regum  Francorum;  Bl.1a  (unten,
von  Basin’s  Hand  am  Rand,  theilweise  weggeschnitten)  Hystoriarum
|  rebus  aK  |  7°  Fraucorum  r  |  et  suo  tempore  |  Gallia  ges  |  liber  primus
  in|.  BI.10  (am  Rande  roth)  Liber  2”.   BI.22b  (roth)  Hystoriarum
  de  rebus  gestis  Karoli  septimi  Francorum  regis  liber  tereius
ineipit.  Bl.35  (roth)  Hystoriarım  de  rebus  gestis  Karoli  septimi
Francorum  regis  liber  quartus  ineipit.  Bl.52b  (roth)  Hystoriarum
de  rebus  gestis  Karoli  septini  Francorum  regis  liber  quintus  incipit.
  Bl.70a  (von  Basin’s  Hand  ergänzt)  Historiarum  de  rebus  a
Karolo  7°  Francorum  rege  et  suo  tempore  in  Gallia  gestis  liber  5"
et  ultimus.  Explieit  felieiter.

Nach  2  leeren  Zeilen  folgt  von  derselben  IHand  mit  rothen  Rubriken
geschrieben:  Ine.  Oratio  B.  Gregorii  pape  de  quinque  vulneribus
nostri  salvatoris  dei  "Ave  dextera  manus’,  6  Strophen  (vgl.  Mone’s
Hymnen  I  158  und  Daniel’s  Thesaurus.4  s.  264);  dazu  Versus  und
Colleeta.  De  S.  Appollonia  “Virgo  martir  egregia”  1  Strophe  (vgl.
Mone  III  S.  204)  mit  Versus  und  Oremus.  Oratio  de  XI  milibus
virgmnum  “Christi  martir  Ursula’,  5  Strophen  (Mone  III  S.538)  mit
Antiphon,  Versus  und  Oremus.

II)  Bl.71—289:  22  Lagen  zu  je  5  Doppelblättern  (Wasserzeichen
ein  q  mit  kleinem  Kugelkreuze.  Die  Lagen  waren  unten  rechts
signirt  mit  den  Buchstaben  a  bis  y  und  zwar  je  die  5  ersten  Blätter
Jeder  Lage,  z.  B.  pI..  pV;  diese  Signaturen  sind  jetzt  fast  alle
weggeschnitten).  Das  letzte  Blatt  der  Lage  16  (Bl.230)  ist  leer
gelassen,  und  auf  dessen  Rückseite  oben,  wohl  von  Basin  selbst,  geschrieben:
  Gesta  L  (Ludovici?)  seripta  p(er)  Amelgardum  pr.  (oder
pe?).  Das  letzte  Blatt  der  folgenden  Lage  muss  ebenfalls  leer  gewesen
  sein;  jetzt  ist  es  ausgeschnitten  und  zwischen  B1.239  und  340
nur  noch  sein  Ansatz  zu  sehen.  Die  Sehrift  reicht  nur  bis  BIl.285;
auf  Lage  l  ;  |
bis22(B1.161—285)nur33.   Bl.71(rotb)Liberprimus;  dann  von  Basin’s
Hand  am  Rande:  Bl.104b  Liber  2%  e.1;  Bl.141b  Liber  3.  e.  1;  Bl.163
Liber  4;  Bl.189  Liber  5";  B1.209  Liber  6"  e.1.;  Bl.250b  L.  VII.
Die  Hand  des  Schreibers  hat  stets  oben  an  der  Seite  roth  die  Zahl
des  Buches  angeschrieben  und  Bl.250b  in  die  Zeile:  Explieit  liber
sextus  Incipit  liber  Septimus.  Am  Schlusse  steht  noch  von  Basins
Hand:  Breve  ipsius  Epytaphium.  Perfidia  insignis  hine  usque  ad
Tartara  notus  Formosi  oppressor  pecoris  nequissimus  ipse  (Gegenstück
  zu  den  Versen  im  Schlusse  der  Geschichte  Karl’s;  nach  Virgil