262  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Histor.78S3  V-142S.  meist  zu  19:  1517,  cm  von  verschiedenen
  Händen  1720—1747  weisser  Pergamentband  mit  zierlichen
  goldenen  Ornamenten

(Heinr.  Sigism.  Backmeister,  später  fürstlich  ostfriesischer  Resierungsrath,
  s.  Wiarda,  ostfries.  Geschichte  Bd.8  p.274  und  Bd.9
p.247)  Disquisitio  historiea  de  legibus  successoriis  regni  Sueciae,  ubi
neque  modernae  reginae  (Ulrike  Eleonore)  neque  duci  Holsatiae  (Karl
Friedrich)  regnum  haereditario  iure  deberi  ostenditur.  1720.  Mit
5  Beilagen  aus  den  Jahren  1544—1627.  Diese  Schrift,  veranlasst
durch  die  naclı  dem  Tode  Karl’s  des  XII.  entstandenen  Streitigkeiten
betreffs  der  Nachfolge,  sucht  den  Beweis  zu  führen,  dass  das  fürstliche
  Haus  Ostfriesland  das  erbliche  Recht  auf  die  Krone  von  Schweden
habe  und  schon  nach  der  Abdankung  der  Königin  Christine  zur  Nachfolge
  berechtigt  war.  Abschrift  von  2  Händen  (8.  1—66,  67—136),
von  Backmeister  selbst  zum  Druck  fertig  gemacht.  Zwischen  8.2
und  3  ist  in  eigenhändiger  Abschrift  eingefügt:  Epistola  autoris  ad

.  vieecancellarium  .  .  Frisiace  Orientalis  E.  R.  Brenneysen,  rationem
instituti  exponens,  Argentorati  20.  10.  1719,  mit  der  Bitte  um  Druekerlaubnis.
  Die  Vorrede  ist  von  23.  12.1719  datirt,  die  Widmung
an  Georg  Albrecht  von  Ostfriesland  vom  12.  4.  1720.  Der  Druck
der  Schrift  wurde  verhindert:  S.2  (von  Backmeister’s  Hand)  “Elaborata
  Argentorati  hace  disquisitio  commissa  est  ipsis  Januarii  Calendis
  a.  1720  censurae  privatae  Boeeleri,  iuris  publiei  professoris,  deinde
vero  ad  eiusdem  consilium  publicae  Joh.  Bapt.  de  Klinglin,  regii
ibidem  praetoris.  Ab  hoc  transmissum  est  opusculum  Lutetias
Parisiorum,  ubi  denegata  censura  fisco  addietum  originale.  Accessit
postmodum  Basileae  et  tandem  Amstelodami  repulsa  preli,  eum  consensu
  aulae  Ostfrisicae  tentati’”.  Vgl.  den  S.I  von  Backmeister  mitgetheilten
  Auszug  eines  französischen  Briefes  an  ihn,  datirt  Paris
18.1.1732  °...  quoyquw’on  ait  defendu  de  V’imprimer  en  Suede  .  .”.
Darunter  ein  Fürstlich  Ostfriesisches  Deeretum  vom  16.  1.  1743,  Backmeister
  solle  Vorschläge  machen,  wie  der  Fürst  seine  Rechte  auf
Schweden  geltend  machen  könne.

Dabei  in  besonderem  Umschlag  ein  Brief  Baekmeister’s  an  Münchhausen,
  Aurich  1.12.1747:  er  vertheidigt  seine  Schrift  gegen  die
von  M.  ihm  brieflich  geäusserten  Bedenken;  dann  ein  Schreiben
Münchhausen’s  (wohl  von  1747),  mit  dem  er  die  ihm  vom  Autor
(am  8.  11.  1747)  überreichte  Schrift  “als  eine  Curiositaet”  der  Göttinger
Bibliothek  überweist  und  seine  Bedenken  auseinandersetzt.

Histor.787_  5Bl.  zu  33!1/,:20  em  18Jahrh.

Copie  eines  “Memoire.  Il  s’agit  ici  d’une  question  politique,  s’il
est  de  l’inter&amp;t  de  Sa  Majeste  de  touttes  les  Russies  d’avoir  un
ministre  acereditE  &amp;  la  Diötte  Generale  de  l’empire  et  aupres  des
Cercles  assoeies,  qu’on  a  coutüme  d’appeller  les  Anterieures’.  An
den  Grosskanzler  Grafen  von  Bestouchef  gerichtet.  Bl.4  Derselbe
Verfasser  (vielleicht  G.  H.  von  Büttner  1756)  an  einen  nah  verwandten
Grafen  in  östreichischen  Diensten,  er  habe  dem  Grafen  Bestouchef

den  obigen  Plan  vorgelegt  und  wünsche  jene  Gesandtschaft  selbst
zu  übernehmen.