300  Goettingen.  Universitäts  -  Bibliothek

nach  von  glidern  zu  glidern.  Dies  Receptbueh  giebt  sieh  als  der
dem  Petrus  Hispanus  (später  Pabst  Johann  XXI.)  zugesehriebene
Thesaurus  pauperum,  ist  aber,  besonders  aueh  in  der  Anordnung,
völlig  abweiehend;  nur  die  Vorrede  ist  ähnlieh,  wenn  aueh  stark
gekürzt.  Am  Ende  der  einzelnen  Absehnitte  sind  sehr  viel  Zusätze
zugefügt,  z.  B.  Bl.12  und  öfters  “vom  Uttinger’,  Bl.20b  von  “kaspar
greden’,  Bl.21b  “hans  ernst’,  B1.26b  “die  kroerin’,  Bl.53b  und  54
“die  hubnerin‘,  Bl.46  “hans  pader  zu  memingen  im  mittel  pad’,  B1.35
“mester  hans  zu  gopingen.  BI.68  “die  hernach  gesehriben  pill  ale
hat  docktor  Jeronymus  dem  sebolt  naehtigall  gemacht”.   B1.74—76b
Reeepte,  Farben  und  Tinte  zu  maehen,  ‘davon  das  papier  nitt  durchschleeht
  und  dünckt  mieh  kein  peszere  und  ist  des  pernhardt
walthers  dintten  darmit  sie  in  der  fehlem  geselsehaft  sehriben’;
B1.77—78b  Anweisungen,  “wie  mon  das  Golt  sol  sehun  maehen  auf
den  mesz  Gewantten  .  ..

Ein  naehträglieh  von  andrer  Hand  hinzugefügtes  Recept  (B1.82b)
ist  1525  datirt.  B1l.86b  ist  das  Jahr  1542  und  der  versehlungene
Namenszug  C,  HL  eingetragen.

Hist.  nat.43  Ill  und  219Bl.  zu  20:16  cm  Ende  des
16  Jalırh.  Holzdeckel  mit  gepresstem  Leder,  auf  dem  steht  “A.  Z.R.
Z.W.  1607°  in  böhmischer  Spraehe

Sammlung  von  Reeepten  in  2  Büchern.  Die  Grundlage  des
1.  Buehes  (Bl.1—173)  ist  der  von  Jungmann,  böhmische  Literaturgesch.
  no.III  277,  beschriebene  Jadro  z  mnohyeh  lekaiskych  knih
wybrane.  Neu  zugesetzt  ist  dann  (von  anderer  Hand)  hier  ein  2.  Buch
(B1.173—  203),  dem  verschiedene  Hände  weitere  Recepte  zugefügt
haben.

Hist.  nat.44  _  72Bl.  zu  21:16  em  15/16  Jahrh.
saubere  Reinschrift  in  Holzdeekeln

(Bartholomeus  Aulon,  Regimen  des  Uffenthalts  vor  der  pestilentz;
vgl.  Bl.1b  und  72b).  Vorrede  “Dem  Fürsiehtigen  unnd  Strenngen
Herren  Hern  Johann  Langmannteln  Burgernmaistern  zu  Augspurg...
embuit  ieh  Bartholomeus  aulon  Doetor  .  .’;  er  lässt  ihm  dureh  seinen
Adoptivsohn  Mag.  Cristoferus  die  Sehrift  überreichen.  Anfang  “Galienus
an  dem  End  des  ersten  buchs’.  Die  in  4  Abschnitte  getheilte  Schrift
betrifft  wohl  die  Lustseuche,  welehe  1495,  als  Hans  Langmantel  zum
9.  Mal  Bürgermeister  war,  in  Augsburg  zum  ersten  Mal  auftrat.
Vielleieht  ist  dies  das  Dedications-Exemplar.  1784  aus  der  Bibliothek
von  G.W.  Zapf  in  Augsburg.

Hist.  nat.44a  V-+1138.  zu  20:15),  em  1710

“Memoriale  loimieum  oder  kurtze  Verzeichniss  dessen,  was  in  .
Danzig  bey  der  daselbst  a.  1709  hefftig  grassirenden  Seuche  der
Pestilentz  sich  zugetragen.  Nach  einer  dreyfaehen  Nachrieht  aus
eigner  Erfahrung  aufgesetzet  ..  von  Johann  Christoph  Bottwald,
med.  doct.  in  Danzig  1710’.  Ist  das  zum  Druck  bestimmte  Manuseript
(vgl.  S.111,  aber  wohl  nielıt  erschienen)  und  enthält  in  3  Capiteln
einen  historischen  Berieht  (S.17  über  Gabriel  Groddeek’s  Tod),  eine
Untersuchung  über  das  Wesen  der  Pest  und  ihre  Heilung.