312  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

Zeilen  stehen  Glossen  (mit  ‘sive’  eingeführt)  und  ein-  paar  Varianten
(mit  “al.”  eingeführt).  Vielleieht  verwandt  mit  den  Bruchstücken
in  Bern  A  91,7.

Hist.  nat.92   90Bl.  (Bl.28  Perg.)  zu  451/,  :  32'/,  cm  und
kleiner  Anfang  des  18  Jahrh.

Claude  Aubriet  (7  1742),  Sammlung  von  90  Abbildungen  seltener
ausländischer  Pflanzen;  eine  neuere  Hand  hat  ein  kurzes  Verzeichniss
voran  geschrieben.  Der  Name  Anbriet’s  steht  auf  jedem  Blatt,
jedoch  rühren  die  Bezeichnungen  von  2  Händen  her,  einer  ausgesprochen
  französischen  Hand  und  einer  anderen,  die  sowohl  den
Namen  auf  mehreren  Blättern  als  auch  auf  allen  Blättern  die  lateinischen
Benennungen  der  Pflanzen  und  Verweise  auf  die  Beschreibungen  in
botanischen  Werken  Tournefort’s,  Commcelin’s,  Plumier’s  und  anderer
in  Schönschrift  eingesetzt  hat.  Die  schr  sauberen  und  deutlichen
Zeiehnungen,  durchschnittlich  ungefähr  36  em  hoch,  34  em  breit,  sind
entweder  ganz  getuscht  (63)  oder  ganz  farbig  (4)  oder  theils  in  Tusche
und  theils  in  Farbe  (23)  ausgeführt.  Ofters  stellen  mehrere  Blätter
eine  Pflanze  dar.  Eine  Ordnung  der  Sammlung  ist  nieht  erkennbar;
doch  heben  sich  einzelne  Gruppen  heraus,  z.B.  Bl.2—14  Arten  von
Aloe.  Dieses  Werk  wird  in  Jul.  Meyer’s  Künstlerlexikon  I  p.  375
erwähnt.

Hist.  nat.93  7BI  zu  64:50  cm  vor  1856

(Alb.Schumann,  Universitäts-Kupferstecher  zu  Göttingen),  Farbige
Abbildungen  von  7  einheimischen  Formen  der  Nymphaea  alba  L.  in
natürlicher  Grösse,  aus  Georg  Friedr.  Wilh.  Meyer’s  (7  1856)  Nachlass,
wohl  bestimmt  zur  Veröffentlichung  in  dessen  “Flora  des  Königreichs
Hannover’,  für  die  Schumann  die  meisten  Tafeln  gemalt  und  gestochen
hat.  Die  Abbildungen,  auf  aufgeklebten  Blättern  von  ungefähr
53  cm  Höhle  und  40  cm  Breite,  sind  fast  alle  gleichmässig  angeordnet:
je  eine  Knospe,  eine  halbgeöffnete  und  eine  entfaltete  Blüthe  und
zwei  Früchte  liegen  auf  zwei  Blättern,  von  denen  das  eine  in  natürlicher
  Grösse  die  Vorderseite  zeigt,  das  andere  in  verkürztem  Massstabe
  die  Rückseite.  Die  Ausführung  ist  sehr  sorgfältig  und  getreu.

Histor.  nat.93b  4  Bände  (274,  233,  331,  230  Bl.)  zu  33:

201,,  em
G(eorg)  F(riedr.)  W(ilh.)  Meyer  (7  1856,  Professor  in  Göttingen),
Flora  Gottingensis.  Mit  ausführlicher  Beschreibung  der  Familien,
Gattungen  und  Arten  (oft  älinlich  wie  in  Meyer’s  Flora  Hanoverana
excursoria  1849);  die  Angaben  über  die  Standörter  fehlen  meistens.

Histor.  nat.94  XXI  Bände  nıeist  in  fol.

Nachlass  des  Pflanzenmalers  Franz  Andreas  Bauer;  dabei
(Bd.  XXI)  ein  Band  mit  Zeichnungen  seines  Bruders  Ferdinand
Lucas  Bauer.

Franz  Andreas  Bauer  (gewöhnlich  ‘Francis  B.’  gezeichnet),  geboren
den  14  März  1758  zu  Feldsberg  in  Niederösterreich,  kam  1788  nach
England  und  wurde  dort  Hofmaler  Georg’s  III  und  Zeichner  am
botanischen  Garten  zu  Kew.  Seine  Abbildungen  von  Pflanzen  haben
nicht  allein  hohen  künstlerischen  sondern  für  die  damalige  Zeit