Theol.51—6i  33l

Theol.57  (früher  63)  10Bl.  zu  291),  :201/,  em  zweite
Hälfte  des  15  Jahrh.  schwäbischer  Dialekt

Bl.1—9a  Offenbarung  Johannis:  Deutsche  Übersetzung  der
Textes-Worte  eines  Holztafeldrucks.

Anfang  Bl.1  ‘(Die  pekerten  von  den  abtgötteren  durch  das
predigen  s.  Johannis  Drusiana  und  die  andren’  (vgl.  dazu  den  lat.
Text  der  ersten  Tafel  des  Holztafeldrucks  bei  Sotheby  Prineipia
Typogr.Il,  Tafel  LXV:  Conversi  ab  ydolis  per  predieacionem  b.  Johannis
Drusiana  et  ceteri).  Schluss  Bl.9a  “Nach  dem  und  s.  Johannis  sein
gebet  volprauch  hett  ..  das  noch  heüt  pey  dissem  tag  sicht  auff
wallen  deo  gracias”.  Die  Heidelberger  Hs.  Pal.  Germ.  34  (Bartsch,
Die  altd.  Hss.  n0.26)  enthält  auf  Bl.42bff  einen  Holztafeldruck  der
Apocalypse,  dem  handschriftlich  eine  deutsche  Umschreibung  des  lat.
Textes  zugesetzt  ist  (auch  in  München  befindet  sich  dieselbe  Umschreibung,
  vgl.  Massmann  im  Serapeum  II  1841  8.292);  die  Göttinger
Hs.  enthält  eine  andere  Übersetzung,  die  Reihenfolge  scheint  mit
dem  bei  Heinecken,  Idee  generale  (1771)  8.335  beschriebenen  Blockbuche
  übereinzustimmen.  Kurz  erwähnt  ist  die  Hs.  bei  W.  Walther,
die  deutsche  Bibelübersetzung  des  Mittelalters  III  (1892)  Sp.556.

Bl.9b  Sprüche,  28  mal  je  4  Verse  (Reimpaare  oder  gekreuzte
Reime)  mit  darüber  geschriebenen  Namen  ‘Salmon’,  “Jeronimus’,
“Gregorius’  .ete.;,  Anfang  “Aller  weisshait  fundamend”.  5  Sprüche
haben  die  Überschrift  “Freidanck’,  von  ihnen  ist  einer  =  1,  7—10
(Grimm),  einer  umschreibt  1,  12.  Dann  mit  der  Überschrift
“Explicit  ain  end’:  3  Reimpaare  “Vil  hör  und  wenig  sag’,  und  “Der
hailig  gaist’:  ein  Reimpaar  und  dreifacher  Reim  “Der  mensch  sich
selber  strauffen  sol  ...  vor  helle  grund.  Amen’.

The01.60  2  Bände  Druck,  durchschossen  und  in  gross  4°
gebunden

Ulfilas  gothische  Bibelübersetzung  .  .  nach  Ihre’ns  Text...  von
F.K.  Fulda  .  ,  das  Glossar  umgearb.  v.  W.F.H.  Reinwald  .  .  hsgeg.
v.  Joh.  Christian  Zahn,  Prediger  in  Delitz  an  der  Saale  ..  1809.

Handexemplar  des  Verfassers  mit  zahlreichen  Nachträgen  für  eine
zweite  Ausgabe  oder  einen  dritten  Theil.  Die  Nachträge  zur  Ausgabe

  selbst  (in  Bd.I)  beziehen  sich  auf  das  Verhältniss  des  gotischen
zum  griechischen  Texte.

In  BandI  nach  der  Vorrede  ein  Brief  von  M.  Grau,  Leipzig
6.10.1809,  Band  I  nach  S.60  Briefvon  dem  Buchhändler  G.J.Göschen,
Leipzig  26.7.  1803.

1820  aus  Zahn’s  Nachlass  erkautft.

Theol.61  etwa  120Bl.  zu  211/,:18  cm  in  einerKapsel
19  Jahrh.

Joh.  Chr.  Zahn’s  Sammlungen  zu  seiner  Ulfilas-Ausgabe.  Meist
bibliographische  Notizen  und  Exeerpte  aus  Druckwerken,  die  bereits
in  seiner  Ausgabe  benutzt  sind.

Darin  “Sammlung  litt.  Notizen  vom  Ulphilas,  abgeschrieben  von
den  mir  vom  Hn.  Hofratlı  (J.C)  Adelung  in  Handschrift  mitgetheilten
Bemerkungen  .  ’,  ferner  ein  Brief  von  dem  Bibliotheksekretär  Chr.
Semler,  Dresden  16.  10.  1802.

1820  zusammen  mit  Theol,60  gekaultt.