Theo1.94  —  98  345

Leonis  opp.Ip.551  $  XXII,  beschriebene  Sammlung  von  56  Briefen
dieses  Pabstes..  Auf  diese  folgen  (Bl.91b)  3  Schreiben  des  Pabstes
Hilarus,  nämlich  das  hier  “sub  die  XV  Kal.  Novembr.’  datirte
Synodale  decretum  (Thiel,  Epp.  Rom.  Pontif.  9.159;  die  Namen  der
Bischöfe  am  Anfang  fehlen;  Schluss:  “Paulus  notarius  reeitavit  et
statutum  est  ne  quid  ultra  huiusmodi  a  sacerdotibus  praesumatur’,
vgl.  Thiel  p.  162  n0.5)  und  die  Briefe  “Postquam  litteras’  (Thiel  p.165)
und  “Divinae  eirca’  (Thiel  p.169)  an  Ascanius  von  Tarragona.
Bl.1b—2b  Index.

1785  aus  dem  Nachlasse  von  Hemmo  Arn.  Werumeus  in  Groningen
erkauft  (Auctionscatalog:  Codd.  Manuser.  in  4°  F),

Theol.96  Pergament  38Bl.  zu  171/,:12em  2  Spalten
französische  Schrift  des  XII  Jahrh.

Die  Briefe  des  Apollinaris  Sidonius,  Buch  I—IX  6,  nieht  ohne
grössere  Lücken.  Die  Hs.  gehört  in  die  4.  von  Lütjohann  aufgestellte
  Hss.-Klasse  und  ist  den  10  Hss.  anzureihen,  die  er  S.XVIU
seiner  Ausgabe  aufzählt.e  Titel,  viele  Überschriften  und  die  Initialen
der  einzelnen  Briefe  fehlen.  B1.37  Excerpt  aus  Gregorii  Turonensis
historia  Franeorum  über  Sidonius  (lib.Il  cap.  22—  24).  Bl.35  am
Rande  “explieit  Sydonius’.

Bl.38  Zwei  Reden  in  Sachen  von  T’homas  Decket  gegen  Heinrich  II.
von  England.  Dieselben  stellen  sich  dar  als  gehalten  im  November
  des  Jahres  1164  vor  Papst  Alexander  Ill.  zu  Sens,  sind
jedoch  in  Wahrheit  nur  rhetorische  Deelamationen.  In  der  ersten
(Anfang  “Inpunita  improborum  protervitate”)  sprieht  ein  Anhänger,
in  der  zweiten  (Anfang  "Si  quiequam  liceret’;  der  Schluss  fehlt
infolge  Blattverlustes)  ein  Gegner  des  Thomas.  Beide  Reden  sind
besprochen  und  nach  dieser  Hs.  abgedruckt  von  O.  Günther  in  den
Nachrichten  von  der  kgl.  Gesellschaft  der  Wissenschaften  zu  Göttingen,
1893,  8.231ff.

The0l.9Y  29Bl.  zu  21:15em  15  Jahrh.

Epilogus  regularis  breviter  digestus.  Anfang:  Quwia  ergo  constat
sanctam  ecelesiam  predietorum  patrum  exempla  sequi  debere.  Also
offenbar  der  Schlusstheil  eines  grösseren  Werkes  über  die  Diseiplin
der  Mönche.  Nach  dem  Prolog  folgtIsidor  de  offieiisI  cap.  19—  23;  später
werden  noch  Hieronymi  epistolae  ad  Nepotianun,  ad  Paulinum  pr.  und
ad  Rustieium  excerpirtt.  1785  auf  einer  Göttinger  Auction  gekauft.

Theol.98  Pergament  und  Papier,  8Bl.,  verschiedene  Bruchstücke
  in  fol.  gebunden
bl.1—4  (Perg.  XI  Jahrh.,  2  Spalten  je  25  em  hoch,  7!%  em  breit)
Bruchstücke  aus  des  Paulus  Diaconus  historia  miscella,  und  zwar  IX
12  praesertim  Alexandria  —  X  3  ita  administravit  (nach  der  Zählung
der  Hs.  Buch  VIII  und  IX),  X  18  Imie  Mareia  —  23  opus  Romaec
egre,  (Bl.3  und  4)  XX  25  pervenit.  Rursusqne  —  37  Jamuartarım
perve.  Bl.5  (18  Jahrh.)  Abschrift  von  BL.4.
Bl.6  (Perg.  noch  Il  em  hoch  und  16  em  breit;  der  untere  "Theil
ist  weggeschnitten  zweispaltig  beschrieben;  abgesetzte  Verszeilen;
der  Anfangsbuchstabe  jeder  Zeile  steht  allein  und  ist  roth  dureh-