Theol.99—101  349

B1.232b  ‘Liber  B.  Augustini  epi.  Cs.  in  regulis  54  ad  aedificationem
  ecelesiae:  Credimus  unum  deum  esse...  Es  ist  des
Gennadius  Massil.  liber  de  ecelesiastieis  dogmatibus;  Schluss  “praevarleatrieis
  naturae  Expl.’=  cap.86  (Hamburg  1614).

Bl.241b  Aus  Augustin  de  doetrina  Christiana  III  $  16  “earitatem
voeo  —  augetur’,  dann  aus  de  eivitate  dei  IX  17  “Incommutabili  deo
—  cupidior’.  B1l.242a  noeh  7  Sentenzen,  von  denen  die  3  ersten

mit  A,  die  letzte  mit  Ag,  die  4.  mit  Cass.  bezeielinet  sind.  Über
Bl.242b  vgl.  zu  Bl.163.

Die  Hft.  ist  1856  in  einer  Auction  in  Frankfurt  (Kettembeil)  gekauft.
  Dass  sie  schon  früher  am  Rhein  sich  befand,  beweist  das
Bruehstück  einer  Urkunde  (XV  Jahrh.),  das  hinten  eingesetzt  ist  und
worin  ein  eanonicus  ecelesiae  S.  Severini  Coloniensis  genannt  wird.

The01.100   Pergam.  34  Bl.  zu  171,  :  111,  cm  in
zwei  Spalten  XIVXIUH  Jahrh.

Super  fabulis  Ovidii  Metliamorphoseon  “Fuit  in  Egypto  vir  ditissimus’:
  der  dritte  vatieanische  Mythograph  (Leontius,  Alberieus),
mit  Zugrundelegung  dieser  Hs.  herausgegeben  von  Bode,  Seript.  rer.
mythie.  latiniı  tres  Bd.I  p.152ff.  Es  fehlt  in  der  Hs.  ein  Stück
aus  cap.8,  nämlich  nach  den  Worten  “Horum  lapidum  naturas  et
typos  Remigius  exponit’  (vgl.  Bode  p.203,  14)  die  ganze  Darstellung
bis  “inundare  solent”  (Bode  p.205,  20),  ausserdem  am  Schluss
eap.  10—15.  Die  Hs.  ist  von  einer  gleichzeitigen  Hand  nach  einer
Vorlage  durcheorrigirt.

Die  Hs.  war  einst  zusammengebunden  mit  Cod.  philol.  164  (Martianus
Capella)  und  Cod.  philol.170  (Archipocta)  und  im  Besitz  von  J.C.
W.  Diederiehs,  aus  dessen  Nachlass  sie  1787  m  Hameln  ersteigert
wurde.  Vgl.  Göttingisehe  gelehrte  Anzeigen  1833  5.89  und  zu  Cod.
philol.  170.

„  Theol.101  246  Bl.  zu  30  :21!/,  cm  rothe  Initialen  und
Übersehriften  2Spalten  15  Jahrh.  alter  lederüberzogener  Holzdeckel
  mit  Schliessen

Expositio  domini  Brunonis  (Astensis)  episeopi  super  quatuor
evangelia  (alter  Titel  vorn  auf  dem  Einband).  Zu  Anfang  und
Schluss  der  Hs.  fehlt  em  kleines  Stück  infolge  Blattverlustes;  sie
beginnt  im  Commentar  zu  Matthacus  mit  den  Worten  “Abrahe  et
David  Christus  dominus’  (Migne  Tom.  165,  eol.71  Zeile  11)  und
schliesst  im  Johanneseommentar  mit  “quod  essent  aquilis  veloci(ores)’
(Migne  col.604,  Zeile  2).

Auf  dem  innern  Pergamentüberzug  des  hinteren  Deckels  von
einer  Hand  des  15/16  Jahrh.  «drei  niederdeutsche  Sprüche:  “Drinek
und  etlı,  Godt  nicht  vorgett”  (3  Zeilen);  "Wyn  und  Byr  ist  myn
Begyr,  |  Wo  ist  myn  Leff,  wolt  Goft  wer  ick  by  yr’;  “De  dut  schreff,
dem  was  dat  left,  |  Unde  de  yt  list,  de  yss  eyn  Deff”.

Kam  1812  aus  dem  Kloster  Riddagshausen  (als  n0.53)  in  die
Bibliothek.