352  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

Bl.39b  “Altercatio  yenmis  et  aestatis.  Phebus  libram  perlustrabat
media  temperie  .  .’;  110  Strophen  zu  je  4  Reimzeilen  (bald  Fünfzehnsilber,
  bald  Vagantenzeilen);  scheint  ungedruckt  zu  sein.

Bl.46b  “Ermafroditus.  Dum  mea  me  mater  .  ’,  5  Dist.;  gedr.
beiRiese,  Anthol.lat.  n0.786  v.1—10.  Rätlisel"Nexusovembinam  ..”,
2  Dist.  (gereimt).  Erklärung  des  hebräischen  Alphabets  “Aleph  .ı.
doctrina.  Beth  .i.  confusio  .  .,  abweichend  von  Hieronymus’  Erklärung
(bei  Lagarde,  Onomastica  sacra  1887  S.191).  Dann  “Iste  liber  est
(Name  ausradirt)  elerici  .  ..

1794  von  dem  Stadtschultheissen  Avenarius  in  Hameln  geschenkt.

The01.105k  I-+110Bl.  zu  283:21em  15  Jahrh.

Briefe  des  Petrus  Blesensis.

Die  Hs.  vereinigt  2  Sammlungen  ausgewählter  Briefe  (Bl.1—50,  51
bis  110),  nämlich  die  ersten  150  Briefe  der  Ausgabe  Giles’  mit  wenigen
Ausnahmen,  gegen  30  von  den  späteren  Nunımern  und  einige  der  am
Ende  des  2.  Bandes  gedruckten  "Opuscula’  in  Briefform.  In  der  ersten
Sammlung  stehen  die  Briefe  meist  inderReihenfolge  wie  beiGiles,  in  der
zweiten  in  ganz  andrer  Ordnung.  In  der  2.  Sammlung  werden  8  Briefe,
die  schon  in  der  1.  Sammlung  vorkommen,  wiederholt;  jedoch  Brief  no.  57
(bei  Giles  I  p.168—170),  in  der  1.  Sammlung  (B1.29)  am  Ende  unvollständig,
  ist  in  der  zweiten  vollständig  und  hat  am  Ende  auch  die  “Cantilena
  de  lucta  carnis  et  spiritus:  Olim  militaveram’(Bd.IV  8.  337—339).
Es  finden  sich  auch  sonst  noch  unvollständige  Briefe;  von  Brief  3  und  4
(Bl.1b)  sind  nur  die  Argumenta  aufgenommen  mit  den  Zusätzen  “et
continet  versus  numero  113°  und  ‘..  114’  (vgl.  Bl.16b),.   B1.104—110
5  Stücke,  darunter  4  Briefe,  die  bei  Giles  fehlen,  jedoch  steht  nur
beim  2.,  woran  sich  das  3.  als  Fortsetzung  schliesst,  der  Name  des
Petrus  Blesensis  als  Verfasser:  Bl.104  Ende  eines  Tractats  de  vita
religiosorun;  B1.107  "Pe(trus)  ad  Jo.  An.  super  statu  adolescentis
luxuriosi.  (D)e  adolescente  tuo’..;  Bl.108  “Ad  eundem  super  statu
luxuriosi  senis.  (D)issimilem  prime  .  .;  BI1.108  “Revocatio  amiei  a
perieulosis  amoribus.  (V)erba  mihi  nune  .  .;  Bl.109b  “Ad  amicum
indigentem’.  Quam  pauyer  quamque  sis  dives  nescio  loqui  de  arceula.  ..

Auf  dem  Vorsetzblatt  steht  “Dit  Handschrift  heeft  toegehoord
aan  de  Gebroeders  Gasparoli  te  Antwerpen  en  is  op  de  Verkooping  ..
3.7.1823  (vgl.  Catalogno.86)  toegemezen  aan...  van  Bomberghen  .  ..

In  Leipzig  1873  gekauft.

Theol.106  Pergament  182  Bl.zu  31:22cm  2  Spalten
mit  Seitenüberschriften,  am  Anfange  jedes  Propheten  ein  grün  und

roth  gemalter  Buchstabe,  die  Textesworte  rot  unterstrichen  saubere
Schrift  des  XIV  Jahrh.

(Stephanus  de  Langton,  archiepiscopus  Cantuariensis,  commentaria
  in  XII  Prophetas  minores).  Bl.1  Die  Initiale  ist  ausgeschnitten;
so  ist  noch  zu  lesen  “Incipit  prologus  domni  Stephani  eanthuafriensis).
  .  prophe)tas.  (O)ssa  (d)uode(e)im  prophe(t)arum  .  ;
die  3  letzten  Worte  bezeichnet  als  Anfang  der  Schrift  auch  Oudin,  de
scriptor.  eccelesiae  antiquis  II  Sp.  1699.  Bl.182  ein  Hellebardist,
Federzeichnung  des  16  Jahrhunderts.