354  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

gedruckt  haben.  Bl.43  folgen  mit  dem  Titel  “De  miraculis  que
in  provineia  Lombardie  contigerunt’  die  bei  Quetif  S.58  als  no.1—27
gedruckten  Wunder,  doch  in  wortreicherer  Fassung.  Bl.49  folgen
die  in  den  Acta  Boll.  8.617  ff  als  n0.351/2  337  338  gedruckten  Wunder,
endlich  Bl.50b  ein  kurzes  Nachwort  “Multa  quidem  et  alia  tam  in
vita’,  ähnlich  wie  bei  Theodericus,  Acta  Bolland.  S.612  n0.316.

Bl.52b  “Heec  est  littera  canonizationis  b.  Dominiei:  GregoriusIX..
Fons  sapientiae  verbum  patris  .  .  dat.  Spoleti  quinto  kal.  Sept.  anno
octavo.  Deo  gracias’,  also  =  Theodericus  in  Acta  Boll.  S.621;  bei
Potthast,  Regesta,  n0.9489  (13  Jul.  1234).  Bl.55b  Alexander  IV
archiepiscopis  ..  Deum  in  sanctis  „  .  Dat.  Neapoli  duodeeimo  Kl.
Febr.  anno  primo;  bei  Potthast  n0.15647  (21  Jan.  1255).

Diese  Hft  bildete  früher  mit  den  von  verschiedenen  Händen
geschriebenen  Hften:  Theol.  109,  Theol.109b  und  A.  1it.  10,  einen
Band.  Diesen  Band  besass  noch  ungetheilt  J.  F.  Reimmann;  vgl.
Catalogus  bibliothecae  Reimm.  II  1739  S.814—818.  Kulenkamp  scheint
4  Bände  daraus  gemacht  zu  haben;  denn  auf  dem  ersten  Blatt  jedes
Bandes  steht  “L.  Kulenkamp  1784’;  1796  kamen  die  4  Bände  in  die
Bibliothek.

The01.109  Perg.  34Bl.  zu  221/,:16cm  blaue,  rothe
und  grüne  Initialen  AlI/YXIV  Jahrh.

Leben  des  h.  Dominicus,  gekürzt  aus  der  Fassung,  welche  dem
Humbertus  de  Romanis  zugeschrieben  wird.  Humbertus  hat  die
von  Constantinus  verfasste  Vita  Dominiei  umgearbeitet  und  erweitert.
Die  Anderungen  und  Zusätze  Humberts  sind  bei  Quetif-Echard,  Scriptores
  ord.  Praed.  I  S.25—37  unter  dem  Texte  des  Constantinus  zum
grossen  Theile  abgedruckt.  Diese  Hft  beginnt  “Multifarie  multisque
modis’  und  hat  in  diesem  Prologe  die  Zusätze  Humberts;  die  Vita
selbst  beginnt  Bl.2b  "Beatus  Dominicus  dux  et  pater  inclitus’;  der
Text  stimmt  mit  Humbertus,  nur  ist  er  oft  gekürzt.  Bl.25  bricht
er  mit  “emolliunt  aut  inclinant”  ab  =  Humbertus  cap.45  (S.  36
Note).  Nach  einer  Rasur  von  5  Zeilen  folgt  “Sane  divina  non  defuere
miracula’  bis  “tramite  pertingere  mereamur’  ete.,  wohl  =  Humbertus
cap:48.  Dann  Bl.26a/b  fährt  die  Hft  mit  “Ne  autem  filios’,  gleich
Humbertus  cap.45,  weiter  bis  “"bono  et  annos  in  gloria”.  Dann  fügt
sie  sofort  an  “"Eadem  die  eademque  hora  defunctionis  (cap.46);
nach  “visio  celestis  apparuit’  schliesst  sie  “dei  famulum  obisse  et
animam  beatissimi  patris  nostri  Dominici  de  presentis  incolatu  miserie
separatam  in  ubertaten  domus  dei  felieiter  introductam’,  weicht  also
gänzlich  ab  von  Constantin,  steht  aber  Humbert  sehr  nahe.

Bl.28  folgen  ohne  Titel  die  Wunder,  welche  bei  Quetif  S.58  als
no.  1—-27  (doch  oft  in  kürzerer  Fassung)  gedruckt  sind;  hieranf  folgt
das  kurze  Nachwort  “Multa  quidem  et  alia  tam  in  vita’;  dieser  Theil
ist  also  gleich  Theol.108  B1.435—49  und  BIl.50b.

Bl.34b  (von  anderer  Hand  des  XIH/XIV  Jahrhunderts)  Officium
des  h.  Dominicus,  verschiedenartige  Verse  “Irrigata  celi  rore’.

Uber  die  Herkunft  vgl.  Theol.108.

Theol.109b  Perg.  40Bl.  zu  221,,:16cm  in  2  Spalten
mit  rothen  Überschriften  im  Anfang  des  XTV  Jahrhunderts  geschrieben