974  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

und  dem  Religiosissimus  Princeps  (Guidantonius  Urbini  ac  Durantis
comes).  Mit  dem  ersten  derselben  (Anfang  “Dubitari  a  quibusdam
sepe  numero’,  in  welchem  die  Frage  cur  deus  humanam  naturam
peccabilem  fecit”  behandelt  wird,  ist  wohl  der  von  Mazzuchelli,
Serittori  d’Italia  II  1287  unter  n.VII  als  selbständiges  Werk  angeführte
  Traetat  identisch.  Der  letzte  der  Sermones  (Bl.100  Anfang
“O  vos  omnes  qui  transitis  per  viam’)  trägt  als  besondere  Überschrift
den  Titel  “Ineipit  ‚passio  domini  nostri  Jesu  Christi  eiusdem  fratris
Anthoni  Bittontini”  (vgl.  Mazzuchelli  1288  n.IX,  dessen  Vermuthung,
der  Tractat  gehöre  zu  den  Fastenpredigten,  also  richtig  ist).

Die  Hs.  wurde  des  schadhaften  Einbandes  wegen  von  dem  1816
aus  der  Hildesheimer  Schulbibliothek  überwiesenen  Cod.  Jurid.161
losgelöst.

The0l.136  Pergam.  104Bl.  zu  25:17  cm  zu  Anfang
der  einzelnen  Bücher  und  des  Prooemiums  ‚grössere  reichverzierte
Initialen  in  bunten  Farben  und  Gold  sowie  Überschriften  mit  Goldbuchstaben;
  Bl.1  ausserdem  von  einem  mit  Amoretten,  Vögeln  u.  dgl.
ausgeschmiückten  Ornamentrahmen  umgeben,  dessen  untere  Leiste  in
der  Mitte  ein  Wappen  (2  Felder  mit  je  3  goldenen  Lilien,  2  mit  je
1  weissen  Adler)  zeigt  1450  in  Florenz  geschrieben  (Humanistenschrift)


Ad  Nicolaum  papam  quintum  Poggii  Florentini  de  varietate  fortune.
  DBl.1  Proheminm,  Bl.3  Liber],  Bl.26b  LiberlI,  Bl.55b  LiberlIl,
Bl.81b  LiberIV..  Am  Schluss  (Bl.  104)  "Poggü  Florentini  de  varietate
  fortune  libri  quatiuor  expliciunt.  seripti  per  me  Gherardum
Johannis  Ciriagi  civem  et  notarıum  Florentinum  de  annol450  die
17  Junii’.

Die  Hs.,  welche  oft  besser  ist  als  der  ebenfalls  1450  geschriebene
cod.  Ottobonianus,  aus  dem  die  Schrift  1723  von  J.  O.  Rhodiginus
zum  ersten  Male  ganz  veröffentlicht  wurde,  gehörte  dem  Dr.  med.
G.  E.  Barnstorf  in  Göttingen,  der  sie  (vor  1725,  vgl.  Theol.137)  aus
Italien  mitbrachte  und  auf  dem  ersten  Vorsetzblatt  1750  seinen
Namen  eingezeichnet  hat.  Aus  seinem  Besitz  erwarb  sie  die  Bibliothek
1756;  vgl.  die  Eintragung  J.  W.  Feuerlein’s  auf  dem  zweiten  Vorsetzblatt.


The01l.137  9Bl.  zu  191,:16  cm  1725

Poggius,  De  varietate  fortunae:  Collation  der  Hs.  Theol.136
mit  der  Ausgabe  des  J.  O.  Rhodiginus  (Lut.  Par.  1723),  dabei  hier
und  da  Coniecturen.  Alles  °1725°  geschrieben  von  J.  M.  Gesner.

Theol.138  306  Bl.  zu  31!/,:21'!%,  cm  zum  Theil  mit
rothen  Initialen  2Spalten  von  verschiedenen  Händen  geschrieben
1467  alter  mit  Leder  bezogener  Holzband

Lectura  doctoris  egregi  fratris  Nycolay  Takeman  circa  (Petri
Lombardi)  sententiarum  librosI—IlI  (Titel  nach  der  Subseriptio  auf
B1.100  am  Ende  von  Buchl).  Anfang  "Cupientes  aliquid  de  penuria

Liber  ille  sententiarum  dividitur  in  tres  partes”.  Am  Schluss
(BI.  306)  "Et  sie  est  finis  huius  opusculi  per  me  Hermannum  Yulpis
dietum  de  Steynnach  sub  a.  d.1467  septima  die  mensis  Mareii.