The01.153  —  154  385

Bl.212  (roth:)  “Van  der  almissen’;  Anfang  “(M)oge  wy  dat  iummer
krigen  |  Dat  wy  hen  na  gode  stigen  |  Jacob  sach  eyne  ledderen
stan’,  213  Verse,  von  der  Kraft  des  Almosens  und  (v.  135ff.  “Wy
lesen  dat  Ninive  de  stat.  .)  ein  Beispiel  von  der  Kraft  des  Gebets.
Bl.214  (roth:)  “Ego  sto  ad  hostium  et  pulso’,  Anfang  “Dat  sprikt  ik
sta  vor  der  dore  .  ‚Ik  sage  van  der  mynnen  als  Tk  las  |  In  vitas
patrum  id  sereven  was”,  137  Verse;  Schluss  (Bl.215)  “Ik  han  van
der  mynne  noch  seyt  |  Ik  gripe  weder  de  barmherticheyt’:  aber  ein
Abschnitt  über  die  Barmherzigkeit  folgt  nicht.   Bl.215  folgt  ohne
Überschrift  (und  ohne  Anfang)  (Got  beyde  vleen  unde  bitten  |

.  irlosen  roke  |  Ik  las  nest  an  eynen  boke  |  Van  der  missen  .  ;
116  Verse.  Möglieherweise  sind  die  Stücke  von  Bl.  212—215b
Theile  eines  grössern  Gedichtes  über  die  guten  Werke.

Bl.  215b  Gedicht  über  die  7  Seligpreisungen,  (roth:)  “Beati  pauperes
spiritu  .  .,  Anfang  "(G)ot  sprak  so  du  hordest  nu  |  Beati  pauperes
spiritu’,  530  Verse;  das  Gedieht  ist  unvollständig,  denn  es  bricht
am  Schluss  der  vierten  Seligpreisung  ab  mit  dem  Verse  “Jo  scal  by
rechte  syn  der  barmherticheyt’.

Bl.219b  Gedicht  von  der  Natur  des  Menschen,  (roth:)  “Nudus
egressus  sum  .  .,  Anfang  “Ik  kam  naket  van  myner  moder  live’,
133  Verse;  handelt  zuletzt  vom  Streit  des  Leibes  und  der  Secle;
eitirt  werden  Aristoteles  und  Boetius.  Schluss  (v.  128)  "Hir  heft  dat
dichte  eynen  ende...  (v.133)  De  uns  van  dem  duvele  hat  irlost”.

Voran  BI.I—II  ein  Brief  von  Jae.  Christian.  Hersenius  (wohl  an
Herm.  von  der  Hardt),  in  Acad.  Julia  2  Oct.  1736  “Redit  ad  te...
Viridarıum  illud  Konemannianum  B.  Mariae  Virginis  (oben  BI1.159),
cujus  delineandi  copiam  tua  ..  humanitas  mihi  eoncedere  voluit..  ..

Auf  Bl.2  ein  kleines  farbiges  Wappen  (Ziegenbock  in  blauem
Felde),  dabei  von  einer  Hand  des  15  Jahrliunderts  “Orate  pro  Gherwino
de  Hamelen  (dann  von  anderer  Hand:)  datore’;  vgl.  Theol.172.
1786  aus  der  Bibliothek  A.  J.  v.  d.  Hardt’s,  vgl.  S.27  n.123  des
Auktionskatalogs.  Vorher  besass  die  IIs.  jedenfalls  Herm.  v.  d.  Hardt,
der  viele  Hss.  hatte,  in  denen  Acten  des  Baseler  Concils  vorkommen.

Theol.154  VI-+  309  Bl.  zu  21%,  :14em  Bl.1—18  roth
rubrieirt  15  Jahrh.

Sermones  de  tempore  et  de  sanctis,  ‘colleeti  a  quodamı
Cartusiensi  conventus  Leodiensis’.

Bl.1  "Videbunt  filium  hominis  ..  In  gestis  regum  in  die  legitur  .  .’
(für  den  2.  Advent),  BI.27  “Dominica  prima  adventus  ffratris)  C.:
Nune  propior  est...  Vix  enim  est...  Als  Verfasser  der  Predigten
  werden  genannt:  cin  prior  Carthusiensis  (schr  oft)  und
f.  Eseulanus;  ferner  einige  nur  mit  dem  Anfangsbuchstaben  bezeichnete
  Fratres.

Die  Predigten  sind  nicht  streng  nach  dem  Kirchenjahr  geordnet;
ein  Index  auf  Bl.301b-—304a  theilt  sie  den  einzelnen  Sonntagen  und
Heiligentagen  zu.

Auf  Bl.I-VI  und  305  —309  Excerpte  und  Bruchstücke;  z.B.
Bl.305b  “Questio  movetur,  utrum  b.  Maria  Magdalena  post  amissamı
virginitaten)  reenperaverit  .  pristinam  dignitatem  .  .;  die  damn
@l.  308)  folgenden  Abschnitte  sind  als  8.  und  ).  meımbrum  bezeichnet

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