The01.197  —  200  421

gclium’  (ec.  I.  v.  1—14)  in  niederdeutscher  Ubersetzung  “In  deme
ambegin...  Dorch  dat  ewangelium  vorgeve  uns  got  alle  unsze  miszdath.
  Amen’.

Der  Hs.  war  chemals  beigebunden  der  Druck  ‘Diss  sint  die
passien  der  vier  haubtiückfrawen.  Katherine.  Barbare.  Margaretlıe
vnd  Dorothee’  Leipzig  1508,  der  dieselbe  Margarethenlegende  enthält.

Vorn  hat  sich  J.  G.  Olearius  eingeschrieben.  1781  aus  einer
Auction  in  Arnstadt.

Theo1.200  372  Bl.  (Bl.1  und  14,  152  und  163  Perg.)  zu  21:
14!/,  em  von  verschiedenen  Händen  geschrieben;  Bl.356—  367  zweispalig
  rotlie  Überschriften,  rothe  und  blaue  Initialen;  auf  Bl.1  eine
grosse  verzierte,  auf  BI.1b  cine  goldene  Initiale  zum  Theil  1456  geschrieben;
  stammt  aus  Köln  oder  dessen  Umgegend  Holzdeckel  in
braunem  Leder,  mit  Lederriemen  zum  Verschluss

Heiligenlegenden  in  mittelfränkischem  Dialekt.

Bl.1—202  Leben  des  hl.  Augustinus  und  andre  Stücke,  die  sich
auf  ihn  beziehen.  Bl.1  “Dit  is  die  bedudunge  des  seiligen  namens
Augustinus.  A.  wirt  gesaet  van  augustus.  ..  Bl.1b  Vorrede  “Magnus
dominus  laudabilis  valde.  Grois  is  der  here  ..  Den  bidden  ich,
dat  he..  verlenen  wille....  also  zo  schriven,  dat  unse  eirwirdige
susteren  da  yune  gebessert  unde  verblijt  mogen  werden,  ...  want
ich  dat.  .  schryven  wil  so  as  ich  it  in  wairheftigen  bucheren  vinden
obe  van  wairhefftigen  preidegeren  der  wairheit  gehoirt  hain  .  ..
Dann  beginnt  das  Leben  Augustin’s  “Dit  is  van  synre  geburt:  In
den  (tyd)en,  do  der  alre  glorioste  unde  vroymste  keyser  Theodosius
regneirde.  Im  Anfang  ist  cs  im  wesentlichen  eine  gute  Übersetzung
des  ersten  Theils  der  anonymen  Vita  Augustini,  die  beginnt  “Adninistrante
  rem  publicam  Theodosio’  (hsg.  v.  A.  G.  Cramer,  Kiliae
1832);  doch  sind  sehr.  zahlreiche  Stellen  aus  Augustins  Confessiones,
zuweilen  auch  anderswoher  eingeschaltet.  Dann  werden  (etwa  von
Bl.21  an)  Charakterzüge  und  Ereignisse  freier  behandelt  und  dureh
zahlreiche  Übersetzungen  aus  Augustins  Schriften  erläutert.  Darunter
sind  zu  erwähnen  Bl.33b  ein  grosser  Theil  der  Schrift  de  beata
vita  (=  Migne  32,  962),  Bl.38  de  quantitate  animae  (=  Migne  32,  1035;
statt  Evodius  tritt  darin  Adeodatus  auf);  einzelnes,  was  selbst  gelehrten
Leuten  zu  schwer  sei,  ist  ausgelassen.  Ferner  eine  Anzahl  Briefe
von  Augustin:  Bl.49  Valerio  (Migne  33,  88  n.21),  64  Paulino  (M.  33,
107  n.27),  71  Audaci  (M.  33,  1076  1.261),  85  Novato  (M.  33.  294
1.84),  90  Pascentio  (M.  33,  1051  n.241);  Briefe  an  Augustinus
von:  Bl.62  Paulinus  (Migne  33,  101  n.25),  68  Severus  (M.  33,
418  n.109),  70  Audax  (M.33,  1075  n.260),  89  Pascentius  (M.  33,

1051  n.240).  B1.138  Gebet  “Groisse  vader  Angustine  .

B1.139  Mirakel  und  Exempel  ‘Man  liest  in  der  historien  des  ertschen
bisschofs  Sigesberti  .  ..  Bl.144b  Predigt  “In  translatione  .  .  Augustini
  .  .:  Sol  refulsit  .  .  Dese  wort  .  .  Sent  Augustinus  spricht  in
deme  boiche  de  doetrina  ehristiana  .  5;  B1L150  IExempel.  31.152
Predigten  über  Augustinus,  jedenfalls  Übersetzung  der  im  eod.
Bruxell.860  enthaltenen  lateinischen  Predigten:  (Bl.152)  “die  sermone,

  de  gedain  is  van  meister  Ferrando  van  Hispanien  eyn  bischofl
in  Avinionem  in  intgegenworficheit  alle  der  eardinaile  in  den  iaren